Produktbild: Kinder der Wut

Kinder der Wut Roman

2

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2023

Verlag

Mitteldeutscher verlag

Seitenzahl

316

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,4 cm

Gewicht

426 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christina Frankenberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96311-644-5

Beschreibung

Rezension

»Was mir sehr gefällt, ist, dass sich Nela Rywiková Zeit genommen hat, eine sensible Analyse von verschiedensten mentalen Entwicklungsprozessen der Charaktere durchzuführen. So lebt 'Kinder der Wut' förmlich und macht die Geschichte richtig greifbar.«
Monique Meier, mounddiemachtderbuchstaben.de, 05.08.2023

»Besser kann man die Ungerechtigkeiten oder eben Blödheiten des Lebens nicht beschreiben.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 3. August 2023
»Nela Rywiková gehört zu einer neuen, vielbeachteten Generation von tschechischen Krimiautor*innen und demonstriert, wie sich historisch kulminierter Zorn nach Jahrzehnten in einer Mordfolge entlädt.«
ekz.bibliotheksservice, 20. Juni 2023

»Hat sich flüssig gelesen und einen guten Spannungsbogen beibehalten. «
Nicole Plath, 11. Juni 2023
»Die Gesellschaftskritik hebt dieses Buch meiner Meinung nach aus der Masse der Kriminalliteratur hervor, die Charaktere sind interessant gezeichnet und ein interessantes Ermittlerduo begeistert mich.«
booquinia, 12. Mai 2023

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2023

Verlag

Mitteldeutscher verlag

Seitenzahl

316

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,4 cm

Gewicht

426 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christina Frankenberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96311-644-5

Herstelleradresse

Mitteldeutscher
Am Steintor 23
06112 Halle / Saale
DE
info@mitteldeutscherverlag.de

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Ein sehr tiefgründiger Kriminalroman

MoMe am 26.08.2023

Bewertungsnummer: 2008087

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieser Kriminalroman ist anders. Das ist schon gleich zu Beginn spürbar. Die Struktur ist ungewohnt, direkte Rede wird nicht wie gewohnt mit Anführungsstrichen sichtbar gemacht. Stattdessen wird sie mithilfe eines Gedankenstrichs kenntlich gemacht, doch nach dem Reden wird nahtlos ins Erzählerische gewechselt. Das hat mich anfänglich irritiert, weil ich noch kein Gespür habe, wann die wörtliche Rede endet. Doch das gibt sich relativ schnell und ich kann gut in die Geschichte abtauchen. Selbstverständlich machen mir auch ein paar typische tschechische Begrifflichkeiten und Namenseigenheiten Schwierigkeiten. Dadurch ist das Lesen manchmal etwas herausfordernd, aber mit ein bisschen mehr Konzentration komme ich durch diese kleinen Unebenheiten gut durch. „Kinder der Wut“ hat einen spannenden Aufbau. Es gibt mehrere verschiedenen Erzählfäden, welche ein gut konzipiertes Handlungsgerüst ergeben und durch pfiffig überlegte Rückblenden Nähe zu den unterschiedlichen Charakteren schaffen. Hinzukommt die sehr interessant ausgestaltete Kulisse von Ostrava. Sie ist eine Großstadt in Tschechien, die ich persönlich aber noch nie besucht habe. Das von Nela Rywiková gezeichnete Bild ist eher düster und beklemmend, ich bin mir nicht sicher, ob dies der Stadt wirklich gerecht wird. Dem Setting und der Geschichte aber steht die Atmosphäre sehr wohl. Innerhalb der Geschichte gibt es zwei Zeitebenen. Beide entwickeln sich in ihrer Zeit chronologisch weiter. Lange bleibt unklar ob, und wie diese beiden Stränge zueinanderpassen. Das schmälert aber nicht den Leseeindruck, denn ich finde die Idee dahinter sehr klug durchdacht. Erst am Ende wird sich alles so klar auflösen, dass ein spannender Aha-Effekt auftritt. Der historische Erzählfaden berührt mich sehr. Er ist nicht so stark ausgeprägt wie jener aus der Gegenwart und hierbleibt überwiegend dieselbe Person im Fokus des personalen Erzählers. Der Blick auf die tschechische Kriegs- und Nachkriegsvergangenheit geht mir nahe. Im Zentrum steht eine deutsch-jüdische Familiengeschichte, die beschämend aufzeigt, wie grausam die Verfolgung damals war. Auch wie die Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld der Betroffenen waren und wie schnell sich der Wind drehen kann, ist erschütternd. Ich habe mit den Figuren gelitten und es ist durchgängig spürbar, dass hier ein realistischer Blick in die Vergangenheit geworfen wurde. In der Gegenwart dominieren mehrere Figuren das Handlungsgeschehen. Lange war mir nicht klar, wie manche Charaktere zum Kriminalfall passen. Spannend ist hier, dass Nela Rywiková die Beschreibung der Nebenfiguren nicht so ausführlich ausgestaltet hat wie die der Hauptakteure. Es gelingt ihr dennoch, alles Wichtige auf den Punkt genau zu konzentrieren, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Nebencharakter gerne mehr Informationen gehabt hätte. Sehr deutlich wird allerdings bei dem Gegenwartsstrang, dass sich offenbar zwei Welten überschneiden. Die soziale Ungerechtigkeit kommt in vielen kleinen Details zum Vorschein, die geschickt im Handlungsgeschehen eingebettet werden. So wird recht deutlich, wie stark die Schere bei der sozialen Unterschicht und der modernen Elite auseinanderklafft. Die Welt der Sozialschwachen ist interessant und vielschichtig beschrieben. Die Authentizität ist berührend und ich meine hier auch den sozialkritischen Unterton herauslesen zu können. Manchmal lasse ich mich davon ein wenig ablenken, sodass in meinem Hinterkopf der Kriminalroman ein bisschen aus dem Fokus rutscht. Generell erinnert die Geschichte eher an einen klassischen Detektivroman, der sich mit einer Reihe von persönlichen Schicksalen vermengt. Nela Rywiková richtet ihr Augenmerk viel auf die Tragödie des echten Lebens, wodurch der Mordfall manchmal nur die zweite Geige spielt. Das Ermittlerteam um Adam Vejnar und seiner Kollegin Zuzana Turková holt diesen aber immer wieder in mein Gedächtnis. Der Einblick in die Ermittlungsarbeit der hiesigen Polizei ist interessant, besonders auch die internen Ränkespielchen. Was mir sehr gefällt, ist, dass sich Nela Rywiková Zeit genommen hat, eine sensible Analyse von verschiedensten mentalen Entwicklungsprozessen der Charaktere durchzuführen. So lebt „Kinder der Wut“ förmlich und macht die Geschichte richtig greifbar. Stück für Stück entblättert sich so eine unglaubliche Tragödie, deren Wurzeln tief und weit reichen. Das Finale ist unglaublich packend, die Ereignisse überschlagen sich und „Kinder der Wut“ gipfelt in einem Meer aus Blut und verlorenen Träumen. Das Ende ist unglaublich berührend und sehr realistisch. Die Auflösung ist genial. Denn im Grunde offenbart sich am Ende, worauf Nela Rywiková die ganze Zeit hingearbeitet hat und das Motiv für den Mord und die Zurschaustellung des Opfers erklärt sich fast von alleine. Fazit: Der Kriminalroman ist nicht immer leicht zu lesen und lenkt oftmals auch vom eigentlichen Fall ab. Dafür stehen im Blickpunkt immer wieder einzelne Schicksale, was den Krimi unglaublich lebendig und mitfühlend macht.

Ein sehr tiefgründiger Kriminalroman

MoMe am 26.08.2023
Bewertungsnummer: 2008087
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieser Kriminalroman ist anders. Das ist schon gleich zu Beginn spürbar. Die Struktur ist ungewohnt, direkte Rede wird nicht wie gewohnt mit Anführungsstrichen sichtbar gemacht. Stattdessen wird sie mithilfe eines Gedankenstrichs kenntlich gemacht, doch nach dem Reden wird nahtlos ins Erzählerische gewechselt. Das hat mich anfänglich irritiert, weil ich noch kein Gespür habe, wann die wörtliche Rede endet. Doch das gibt sich relativ schnell und ich kann gut in die Geschichte abtauchen. Selbstverständlich machen mir auch ein paar typische tschechische Begrifflichkeiten und Namenseigenheiten Schwierigkeiten. Dadurch ist das Lesen manchmal etwas herausfordernd, aber mit ein bisschen mehr Konzentration komme ich durch diese kleinen Unebenheiten gut durch. „Kinder der Wut“ hat einen spannenden Aufbau. Es gibt mehrere verschiedenen Erzählfäden, welche ein gut konzipiertes Handlungsgerüst ergeben und durch pfiffig überlegte Rückblenden Nähe zu den unterschiedlichen Charakteren schaffen. Hinzukommt die sehr interessant ausgestaltete Kulisse von Ostrava. Sie ist eine Großstadt in Tschechien, die ich persönlich aber noch nie besucht habe. Das von Nela Rywiková gezeichnete Bild ist eher düster und beklemmend, ich bin mir nicht sicher, ob dies der Stadt wirklich gerecht wird. Dem Setting und der Geschichte aber steht die Atmosphäre sehr wohl. Innerhalb der Geschichte gibt es zwei Zeitebenen. Beide entwickeln sich in ihrer Zeit chronologisch weiter. Lange bleibt unklar ob, und wie diese beiden Stränge zueinanderpassen. Das schmälert aber nicht den Leseeindruck, denn ich finde die Idee dahinter sehr klug durchdacht. Erst am Ende wird sich alles so klar auflösen, dass ein spannender Aha-Effekt auftritt. Der historische Erzählfaden berührt mich sehr. Er ist nicht so stark ausgeprägt wie jener aus der Gegenwart und hierbleibt überwiegend dieselbe Person im Fokus des personalen Erzählers. Der Blick auf die tschechische Kriegs- und Nachkriegsvergangenheit geht mir nahe. Im Zentrum steht eine deutsch-jüdische Familiengeschichte, die beschämend aufzeigt, wie grausam die Verfolgung damals war. Auch wie die Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld der Betroffenen waren und wie schnell sich der Wind drehen kann, ist erschütternd. Ich habe mit den Figuren gelitten und es ist durchgängig spürbar, dass hier ein realistischer Blick in die Vergangenheit geworfen wurde. In der Gegenwart dominieren mehrere Figuren das Handlungsgeschehen. Lange war mir nicht klar, wie manche Charaktere zum Kriminalfall passen. Spannend ist hier, dass Nela Rywiková die Beschreibung der Nebenfiguren nicht so ausführlich ausgestaltet hat wie die der Hauptakteure. Es gelingt ihr dennoch, alles Wichtige auf den Punkt genau zu konzentrieren, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Nebencharakter gerne mehr Informationen gehabt hätte. Sehr deutlich wird allerdings bei dem Gegenwartsstrang, dass sich offenbar zwei Welten überschneiden. Die soziale Ungerechtigkeit kommt in vielen kleinen Details zum Vorschein, die geschickt im Handlungsgeschehen eingebettet werden. So wird recht deutlich, wie stark die Schere bei der sozialen Unterschicht und der modernen Elite auseinanderklafft. Die Welt der Sozialschwachen ist interessant und vielschichtig beschrieben. Die Authentizität ist berührend und ich meine hier auch den sozialkritischen Unterton herauslesen zu können. Manchmal lasse ich mich davon ein wenig ablenken, sodass in meinem Hinterkopf der Kriminalroman ein bisschen aus dem Fokus rutscht. Generell erinnert die Geschichte eher an einen klassischen Detektivroman, der sich mit einer Reihe von persönlichen Schicksalen vermengt. Nela Rywiková richtet ihr Augenmerk viel auf die Tragödie des echten Lebens, wodurch der Mordfall manchmal nur die zweite Geige spielt. Das Ermittlerteam um Adam Vejnar und seiner Kollegin Zuzana Turková holt diesen aber immer wieder in mein Gedächtnis. Der Einblick in die Ermittlungsarbeit der hiesigen Polizei ist interessant, besonders auch die internen Ränkespielchen. Was mir sehr gefällt, ist, dass sich Nela Rywiková Zeit genommen hat, eine sensible Analyse von verschiedensten mentalen Entwicklungsprozessen der Charaktere durchzuführen. So lebt „Kinder der Wut“ förmlich und macht die Geschichte richtig greifbar. Stück für Stück entblättert sich so eine unglaubliche Tragödie, deren Wurzeln tief und weit reichen. Das Finale ist unglaublich packend, die Ereignisse überschlagen sich und „Kinder der Wut“ gipfelt in einem Meer aus Blut und verlorenen Träumen. Das Ende ist unglaublich berührend und sehr realistisch. Die Auflösung ist genial. Denn im Grunde offenbart sich am Ende, worauf Nela Rywiková die ganze Zeit hingearbeitet hat und das Motiv für den Mord und die Zurschaustellung des Opfers erklärt sich fast von alleine. Fazit: Der Kriminalroman ist nicht immer leicht zu lesen und lenkt oftmals auch vom eigentlichen Fall ab. Dafür stehen im Blickpunkt immer wieder einzelne Schicksale, was den Krimi unglaublich lebendig und mitfühlend macht.

Gestern und Heute

Kaffeeelse am 23.06.2023

Bewertungsnummer: 1966571

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch fiel mir auf einer Reise durch die Verlagswelten im Internet auf. Denn dieses Cover hat etwas! Definitiv! Zwar habe ich etwas an Japan denken müssen, denn dieses Gesicht führte mich irgendwie in diese ostasiatische Inselwelt, vielleicht auch die Farbigkeit. Maybe. Aber dieses Cover ist richtig gelungen. Es prägt sich sofort ein. Wie auch der Titel des Buches sehr passend und neugierig machend gewählt ist und zu diesem Cover perfekt passt. Also dafür von mir schon einmal die volle Punktzahl! Der Klappentext klingt auch richtig verlockend und interessant. Da ich in letzter Zeit gute Erfahrungen mit tschechischer Literatur gemacht habe, ich erinnere hier kurz an das wunderbare „Der Duft der Dunkelheit“ von Anna Bolavá, und hach, auch hier war das Cover wunderschön und gelungen. Und wenn ich an meinen Lesegenuss bei dieser dunklen Geschichte denke, möchte ich eigentlich gleich wieder in Lobeshymnen verfallen. Aber nein. Wir sind ja bei einem anderen tschechischen Buch. Einem Buch von der tschechischen Autorin Nela Rywiková, einer in ihrem Land hochgelobten Verfasserin von Krimis. Völlig zu Recht wie mir scheint. Denn Nela Rywiková hat mit ihrem Buch „Kinder der Wut“ einen spannenden Krimi geschrieben, gleichzeitig ist dieses Buch aber auch gespickt mit einer immensen Gesellschaftskritik, beschreibt geschickt gesellschaftliche Zustände im Gestern und im Heute und schreckt auch vor unangenehmen Wahrheiten nicht zurück. Dies ist der Autorin hoch anzurechnen, denn man sollte nicht vergessen, dass man für manch eine mutige Tat/Äußerung auch bezahlen könnte, bezahlen müsste. Besonders in nicht ganz so demokratischen Welten ist dies leider immer noch an der Tagesordnung. Um auf das Buch zurückzukommen, „Kinder der Wut“ hat außerdem absolut charismatisches Personal, lässt mich auch daher frohlockend auf weiteres aus der Feder dieser vielversprechenden Autorin warten, allerdings auch mit einem weinenden Auge. Und dies ist durchaus nicht negativ gemeint, wer „Kinder der Wut“ gelesen hat, wird mich verstehen. Ich habe im Netz gelesen, dass dieses Buch auch eine gewisse Assoziation mit skandinavischen Krimis auslöst und kann dies durchaus bestätigen, was aber meiner Meinung nach eher an dem Bösen in diesem Buch liegt, weniger an diesen sphärischen skandinavischen Landschaften, die hier ja fehlen. Alles in allem kann ich sagen, ein interessantes und spannendes Buch, welches mich sehr gut unterhalten hat und dass ich daher sehr gern weiterempfehle, dem ich eine große Leserschaft wünsche. Gleichzeitig hoffe ich, dass der Verlag weiteres von Nela Rywiková auf den Markt bringt, wie auch von der weiter oben erwähnten Anna Bolavá. Denn beide Autorinnen sind sehr interessante und vielversprechende Stimmen aus unserem Nachbarland!

Gestern und Heute

Kaffeeelse am 23.06.2023
Bewertungsnummer: 1966571
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch fiel mir auf einer Reise durch die Verlagswelten im Internet auf. Denn dieses Cover hat etwas! Definitiv! Zwar habe ich etwas an Japan denken müssen, denn dieses Gesicht führte mich irgendwie in diese ostasiatische Inselwelt, vielleicht auch die Farbigkeit. Maybe. Aber dieses Cover ist richtig gelungen. Es prägt sich sofort ein. Wie auch der Titel des Buches sehr passend und neugierig machend gewählt ist und zu diesem Cover perfekt passt. Also dafür von mir schon einmal die volle Punktzahl! Der Klappentext klingt auch richtig verlockend und interessant. Da ich in letzter Zeit gute Erfahrungen mit tschechischer Literatur gemacht habe, ich erinnere hier kurz an das wunderbare „Der Duft der Dunkelheit“ von Anna Bolavá, und hach, auch hier war das Cover wunderschön und gelungen. Und wenn ich an meinen Lesegenuss bei dieser dunklen Geschichte denke, möchte ich eigentlich gleich wieder in Lobeshymnen verfallen. Aber nein. Wir sind ja bei einem anderen tschechischen Buch. Einem Buch von der tschechischen Autorin Nela Rywiková, einer in ihrem Land hochgelobten Verfasserin von Krimis. Völlig zu Recht wie mir scheint. Denn Nela Rywiková hat mit ihrem Buch „Kinder der Wut“ einen spannenden Krimi geschrieben, gleichzeitig ist dieses Buch aber auch gespickt mit einer immensen Gesellschaftskritik, beschreibt geschickt gesellschaftliche Zustände im Gestern und im Heute und schreckt auch vor unangenehmen Wahrheiten nicht zurück. Dies ist der Autorin hoch anzurechnen, denn man sollte nicht vergessen, dass man für manch eine mutige Tat/Äußerung auch bezahlen könnte, bezahlen müsste. Besonders in nicht ganz so demokratischen Welten ist dies leider immer noch an der Tagesordnung. Um auf das Buch zurückzukommen, „Kinder der Wut“ hat außerdem absolut charismatisches Personal, lässt mich auch daher frohlockend auf weiteres aus der Feder dieser vielversprechenden Autorin warten, allerdings auch mit einem weinenden Auge. Und dies ist durchaus nicht negativ gemeint, wer „Kinder der Wut“ gelesen hat, wird mich verstehen. Ich habe im Netz gelesen, dass dieses Buch auch eine gewisse Assoziation mit skandinavischen Krimis auslöst und kann dies durchaus bestätigen, was aber meiner Meinung nach eher an dem Bösen in diesem Buch liegt, weniger an diesen sphärischen skandinavischen Landschaften, die hier ja fehlen. Alles in allem kann ich sagen, ein interessantes und spannendes Buch, welches mich sehr gut unterhalten hat und dass ich daher sehr gern weiterempfehle, dem ich eine große Leserschaft wünsche. Gleichzeitig hoffe ich, dass der Verlag weiteres von Nela Rywiková auf den Markt bringt, wie auch von der weiter oben erwähnten Anna Bolavá. Denn beide Autorinnen sind sehr interessante und vielversprechende Stimmen aus unserem Nachbarland!

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