Coronabedingte Schließungen der Kinos aus soziologischer Sicht. Medienwissenschaftliche, wirtschaftliche und filmsoziologische Perspektiven
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.01.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
587 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346803498
Der soziologischen Tradition in Folge Max Weber, Georg Simmel und anderen folgend kann das Kino nicht als fixe Institution vorausgesetzt werden. Es muss jenseits seiner typischen Merkmale (Technik, Raum, Medium Film etc.) als ein spezifisches Phänomen des "Zusammenseins von Menschen" verstanden werden, um es in seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung erklären und beurteilen zu können.
Nach einer kurzen Bestandsaufnahme der "Kino-Soziologien" werden anhand einer Auswahl geeigneter Ansätze Dimensionen des Kinos in soziologischer Perspektive schrittweise herausgestellt. Dabei werden explizit Anleihen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen unternommen, insofern sie Ansätze liefern, das Phänomen Kino auch soziologisch besser zu begreifen. Eine erste theoretische Annäherung erfolgt aus einer medienwissenschaftlicher Perspektive über das Konzept des "Kino-Dispositivs". Es setzt die Kino-Technik in ein Struktur-Verhältnis mit den Kino-Subjekten. Aus einer eher wirtschaftlichen Perspektive wird das Verhältnis Kino und Film genauer in Augenschein genommen. Auch filmsoziologische Arbeiten bieten Ansätze, um das Kino in seiner gesellschaftlichen Funktion zu verstehen. Das Verständnis von Kino als 'Raum des Imaginären' verweist dabei auf weitere Spezifika des Kinos als Aufführungsort. In Anschluss daran wird das Kino als Erfahrungsraum unter den Begriffen Vergemeinschaftung, Individualisierung, Öffentlichkeit und Körperlichkeit um weitere soziologische Dimensionen ergänzt. Empirische Befunde werden sodann ergänzend hinzugezogen, um letztlich die Relevanz der soziologischen Kino-Dimensionen auch quantitativ begründen zu können. Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse des Kinos in soziologischer Perspektive zusammenfassend dargestellt und auch die Auswirkungen der pandemiebedingten Schließungen beurteilt.
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