Intergenerationale Transfers europäischer Familien im Kontext des Wohlfahrtsregimes
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
10.02.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
60 (Printausgabe)
Dateigröße
1062 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346809940
Aufgrund von einer gestiegenen Lebenserwartung, bei gleichzeitig geringen Fertilitätsraten, gab es in den westlichen Gesellschaften eine Veränderung des Generationengefüges innerhalb von Familien. Waren früher wenige Generationen mit jeweils vielen Mitgliedern in Kontakt, sind durch die genannten Entwicklungen nun viele Generationen mit jeweils wenigen Mitgliedern im Austausch. Das Resultat ist eine erhöhte gemeinsam geteilte Lebenszeit, wodurch die Bedeutung von intergenerationalen Beziehungen deutlich zugenommen hat.
Der Charakter von intergenerationalen Beziehungen unterscheidet sich hierbei beispielsweise nach sozio-ökonomischen Status, Bildung oder auch nach dem kulturellen Kontext. Auch in Europa gibt es große Unterschiede in der Ausgestaltung von Familienbeziehungen. Beispielsweise befürworten 57 % aller Befragten Personen in Spanien die Aussage, dass "Erwachsene Kinder nah bei ihren Eltern leben sollten", während unter den befragten Personen aus Norwegen nur 28 % dieser Meinung sind. Soziolog*innen erkannten dabei einen Nord-Süd-Gradienten, mit einer starken Betonung der Verantwortung des Staates im Norden und einer starken Zustimmung zur Verantwortung der Familie im Süden Europas. Daraus resultierte die Einteilung in verschiedene Familiensysteme, die zumindest teilweise die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates mit beeinflusst haben. Beide Faktoren, sowohl die Art des Wohlfahrtsregimes, als auch des Familientyps haben laut Attias-Donfut et al. (2005: 162) einen Einfluss auf die Ausgestaltung von intergenerationalen Austauschbeziehungen. Intergenerationale Austauschbeziehungen, also instrumentelle und finanzielle Transfers von und zu den eigenen Kindern, spielen bei intergenerationalen Beziehungen eine Schlüsselrolle und können ein Indikator für das Zusammenspiel von Staats- oder Familienverantwortung bei der Betreuung von Familienangehörigen sein.
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