Ein Bauunternehmer ist ermordet worden. Der Mann hat sich in seinem Leben viele Feinde gemacht, entsprechend groß ist der Kreis der Tatverdächtigen. Doch alle Spuren verlaufen im Sand, bis die Polizei die Sprachnachricht »Der Abriss ist erfolgt« abfängt. Dieser Fall eines Auftragsmordes liegt einer der neun spannenden Geschichten zugrunde, die von Mord, Betrug, Drogenhandel und Raub handeln. Die authentischen Fälle spielen in unterschiedlichen sozialen Milieus von der Obdachlosenszene bis in die Chefetage von Unternehmen und berichten beispielsweise von der kriminellen Kumpanei eines vermeintlich braven Bürgers mit einem Bordellbetreiber. Der Autor Bernd Hesse ist Rechtsanwalt und hat einige der Täter als Strafverteidiger vor Gericht vertreten. Er rekonstruiert Tathergänge, Motive, die Ermittlungsarbeit der Polizei sowie die juristische Aufarbeitung aus nächster Nähe.
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Auch mit seinem 2. Band der wahren Kriminalfälle hat mich Autor Bernd Hesse, der als Strafverteidiger genau weiß wovon er schreibt, wieder gefesselt und für ein paar kriminelle Lesestunden in seinen Bann gezogen. Auf 239 Seiten bekomme ich 9 mehr oder weniger lange, ausführliche Geschichten, bei denen es mir die Haare aufstellt. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass es sich hier ja um Fälle handelt, die genau so passiert sind, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
In diesen Fällen geht es um Auftragsmord, Schwarzarbeit, Waffendelikte, Heimtücke, Habgier, Verrat, Betrug, Drogenhandel, Raub, Schlägereien, Verdunkelungsgefahr, Hass, Nötigung und Gewalt. Der Autor beschreibt, wie einem seine lieb gewonnenen Gewohnheiten zum Verhängnis werden können; nimmt mich mit auf einen Trip nach Kolumbien oder nach Goa zu den Stränden von Baga und Palolem und veranschaulicht, wie schwierig Verhaftungen im Ausland sein können. Ich bewege mich in den unterschiedlichsten Milieus, lerne die Chefetage eines Unternehmens genauso kennen wie eine Plattenbauwohnung oder die Obdachlosenszene. Ebenso verhält es sich mit den verschiedensten Menschen, zumeist mit kriminellem Hintergrund, die ich hier kennenlerne. Einige sind mir sogar sympathisch, andere dagegen weniger oder es sind absolute Unsympathen. Außerdem habe ich das ein oder andere Interessante aus dem Berufsfeld Jura und Rechtswesen erfahren.
Bernd Hesse hat eine so ganz eigene Art die Dinge, die hier geschehen, sachlich, nüchtern und ohne große Emotionen darzulegen. Ohne groß auf die teilweise Brutalität einzugehen, ohne große Effekthascherei und Sensationslust berichtet er von Fällen, in die er involviert war. Es ist schier unglaublich, was da alles passiert. Nicht nur grausames. Es gibt auch einen Fall, bei dem musste ich auch mal schmunzeln.
Wieder ein Buch mit wahren Kriminalfällen, das ich sehr gerne weiter empfehle.
Bewertung
aus München
5/5
17.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Ich bin wieder hellauf…
Ich bin wieder hellauf begeistert Auch mit seinem 2. Band der wahren Kriminalfälle hat mich Autor Bernd Hesse, der als Strafverteidiger genau weiß wovon er schreibt, wieder gefesselt und für ein paar kriminelle Lesestunden in seinen Bann gezogen. Auf 239 Seiten bekomme ich 9 mehr oder weniger lange, ausführliche Geschichten, bei denen es mir die Haare aufstellt. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass es sich hier ja um Fälle handelt, die genau so passiert sind, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. In diesen Fällen geht es um Auftragsmord, Schwarzarbeit, Waffendelikte, Heimtücke, Habgier, Verrat, Betrug, Drogenhandel, Raub, Schlägereien, Verdunkelungsgefahr, Hass, Nötigung und Gewalt. Der Autor beschreibt, wie einem seine lieb gewonnenen Gewohnheiten zum Verhängnis werden können; nimmt mich mit auf einen Trip nach Kolumbien oder nach Goa zu den Stränden von Baga und Palolem und veranschaulicht, wie schwierig Verhaftungen im Ausland sein können. Ich bewege mich in den unterschiedlichsten Milieus, lerne die Chefetage eines Unternehmens genauso kennen wie eine Plattenbauwohnung oder die Obdachlosenszene. Ebenso verhält es sich mit den verschiedensten Menschen, zumeist mit kriminellem Hintergrund, die ich hier kennenlerne. Einige sind mir sogar sympathisch, andere dagegen weniger oder es sind absolute Unsympathen. Außerdem habe ich das ein oder andere Interessante aus dem Berufsfeld Jura und Rechtswesen erfahren. Bernd Hesse hat eine so ganz eigene Art die Dinge, die hier geschehen, sachlich, nüchtern und ohne große Emotionen darzulegen. Ohne groß auf die teilweise Brutalität einzugehen, ohne große Effekthascherei und Sensationslust berichtet er von Fällen, in die er involviert war. Es ist schier unglaublich, was da alles passiert. Nicht nur grausames. Es gibt auch einen Fall, bei dem musste ich auch mal schmunzeln. Wieder ein Buch mit wahren Kriminalfällen, das ich sehr gerne weiter empfehle.
j.h.
aus Berlin
5/5
14.05.2023
Buch (Taschenbuch)
DIE LETZTE BAUSTELLE - Neun sehr unterschiedliche Kriminalfälle in sachlicher Rekonstruktion
Bernd Hesse (*1962) ist Inhaber einer Rechtsanwalts-Sozietät in Frankfurt/Oder und wird als beauftragter Anwalt oder auch Pflichtverteidiger mit sehr unterschiedlichen Kriminalfällen bis hin zum Mord konfrontiert, die in ebenso unterschiedlichen Milieus angesiedelt sind. Unerwartet sind mitunter die Milieu-Verquickungen, die scheinbar seriöse Bürger aus Habgier auf Abwege führen. Die Fälle - stets direkt mit Hesses Verbindung dazu verknüpft - werden in sachlich-nüchterner Rekonstruktion mit Blick auf die Protagonisten und deren Schicksal dargestellt.
"Die letzte Baustelle" zeigt einen eher zwielichtigen Investor, der schon oft in den wirtschaftlichen Graubereichen tätig war und nun unerwartet ermordet wurde. Schon bald erscheint das Geschehen als Auftragsmord, doch auch hier kämen ausreichend Feinde in Frage. "Nur ein paar Gramm" ist die Geschichte eines schon längere Zeit am Rande Berlins lebenden Libanesen mit Familie, der mit einem schnellen Drogen-Coup bequemer zu Geld kommen möchte. Und dann geht alles schief. An dem "Witwenmord" hat ein scheinbar absolut seriöser Familienvater wesentlichen Anteil, dessen wirtschaftliche Interessen unerwartet auch im Rotlicht-Milieu liegen. "Mal verliert man, mal gewinnen die anderen" hat eine Heldin am Rande der Naivität, die wirtschaftlich gelegentlich selbst im Graubereich tätig war und durch ein scheinbar lukratives Investment zur Wiederherstellung ihrer Liquidität wahren Bilderbuch-Betrügern auf den Leim geht.
Das im Verlag Das Neue Berlin veröffentlichte Buch präsentiert 9 teils unspektakuläre Kriminalfälle aus den letzten 20 Jahren und fesselt durch deren sachliche und spannende Darstellung.
Bewertung
5/5
09.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Meine Nerven...
Bernd Hesse versteht es in dem neuen Buch den Leser ab der ersten Seite mit in seine Fälle zu nehmen. Einmal angefangen legt man das Buch ungern aus der Hand. Wenn ich mir dann vorstelle das das alles passiert ist......
Helgas Bücherparadies
4/5
17.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Das Buch bietet Einblicke in wahre Kriminalfälle
Dieses Buch präsentiert eine Welt wahrer Kriminalität, die sowohl spannend als auch aufschlussreich sind. Der Autor beleuchtet die oft komplexen Wahrnehmungen von Zeugen und zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Aussagen selbst bei scheinbar klaren Situationen ausfallen können. Er zeigt auf, wie persönliche Vorurteile die Erinnerungen und Berichte der Zeugen beeinflussen können.
Es gibt insgesamt neun Fälle. Darin geht es um viele Delikte, wie Auftragsmord, Habgier, Drogenhandel usw. Auch werden die Schwierigkeiten beleuchtet, wenn sich ein Täter ins Ausland absetzt.
Der Schreibstil ist nüchtern und etwas sachlich, aber es gibt auch einen Fall, der mich schmunzeln ließ.
Fazit: Bernd Hesse ist ein erfahrener Rechtsanwalt und bietet einen Einblick in die Welt echter Kriminalfälle. Mit seinem fundierten Fachwissen und seinem scharfen Blick für Details gelingt es ihm, die komplexen Facetten des Strafrechts anschaulich darzustellen. Dabei beleuchtet er nicht nur die rechtlichen Aspekte. Die Einblicke in die Arbeit eines Rechtsanwalts sind beeindruckend und informativ. Da es wahre Kriminalfälle sind, verleiht es dem Buch noch eine andere Dimension.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne
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