In den bayerischen Alpen 1911: Auf einer abgeschiedenen Alm, umgeben von grünen Weiden und wild wachsenden Pflanzen, ist Anna auf sich allein gestellt. Mit ihrem botanischen Wissen und ihrer Töpferkunst versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen. Allerdings ist sie den Widrigkeiten der Natur ausgeliefert ...
München, Ende der bunten 1970er Jahre: Eva führt ein unkonventionelles Leben in einer grünen WG. Sie und ihre Freunde planen etwas Besonderes: Sie wollen einen der ersten Bioläden eröffnen. Doch die Frage nach ihrer wahren Herkunft beschäftigt Eva weiterhin, und dann wird ihr Leben gleich mehrfach auf den Kopf gestellt …
Der Abschluss der »Glückstöchter«-Serie von Bestseller-Autorin Stephanie Schuster (»Die Wunderfrauen«)
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Nach den Wunderfrauen ging es weiter mit den Glückstöchtern - einfach leben - Anfang dieses Jahres kam dann die Fortsetzung mit dem Untertitel "Einfach Lieben" raus - ich habe sie neulich gelesen. Schon die Wunderfrauen habe ich mit Begeisterung gelesen, und nun auch diese Weiterführung zwei Frauen in Vergangenheit und Zukunft. Wir reisen durch sechs Jahrzehnte und lesen wieder von Anna und Eva, die ein schicksalhaftes Geheimnis verbindet, aber auch trennt.
Wir befinden uns im Jahr 1911 in den bayerischen Alpen. Eine abgeschiedene Alm ist Handlungsort. Anna ist allein dort oben. Der Vater war verstorben. Sie möchte sich ein neues Leben aufbauen. Sie töpfert und hat mit ihrem enormen botanischen Wissen eine gute Grundlage. Die Natur macht es ihr aber nicht immer einfach.
Dann ist da auch noch im München der 1970er Jahre Eva, die in einer WG ein unkonventionelles Leben führt. Sie möchte mit ihren Freunden einen Bio-Laden eröffnen. Sie möchte außerdem ihrer wahren Herkunft auf den Grund gehen. Ihre Großmutter hilft ihr dabei.
Spannend geht es zu in diesem Roman in verschiedenen Zeitebenen, die zusammengeführt werden. Inhaltlich geht um Natur und das Finden des eigenen Glücks. Das Leben der Anna wird über mehrere Jahre beleuchtet, das von Eva nur 2 Jahre. Die Zeiten und deren Umstände werden sehr gut beschrieben. Die gesamte Geschichte liest sich glaubwürdig und kurzweilig. Die Wissensvermittlung zur Natur, zu Heilmitteln und deren Anwendungsmöglichkeiten sind gut in die fiktive Handlung eingebunden. Das passte perfekt wie ich fand.
Im Gegensatz zum ersten Band wird in diesem Abschlussband nun alles um die beiden Hauptcharaktere aufgeklärt.
Anna und Eva kommen wieder abwechselnd zu Wort in den aufeinander folgenden Kapiteln.
Ich fand es genial gemacht, dass auch einige Charaktere aus den Wunderfrauen-Büchern in dieser Reihe auftauchen, super Idee - in den Büchern fühlt man sich einfach wohl. Freue mich auf weitere Lektüre der Autorin.
Ach, um es nicht zu vergessen abschließend gibt es auch noch einige Rezepte.
Bewertung
5/5
03.05.2024
Buch (Paperback)
Zwei Frauen,zwei unterschiedliche Zeitzonen und eine große Liebe:Pflanzen und Naturheilkunde
Die Glückstöchter Dilogie hat mir so gut gefallen und dieser zweite Teil war für mich ein absolutes Lesehighlight. Zwei interessante Protagonistinnen,zwei verschiedene Zeitebenen und zwei Leben,wie sie unterschiedlicher nicht sein können und die Liebe zur Natur und Pflanzen. In abwechselnden Kapiteln werden ihre Geschichten erzählt und wie auch schon im ersten Teil fand ich Annas Geschichte noch spannender und berührender.Ich habe mich gefreut wenn sie wieder einen Erfolg erzielen konnte auf ihrer Alm oder wenn sie Besuch von Franz Marc bekam,auch einer meiner Lieblingsmaler.Und ich habe mit ihr gelitten,wenn sie wieder einmal etwas schreckliches erlebt hat,was immer wieder passierte.Sie hat immer wieder Stärke bewiesen.Eva und ihre WG sind schon eine chaotische Truppe und ich habe erst gezweifelt,ob die Idee von einem gemeinsamen Bioladen wirklich umgesetzt werden kann.Aber ich habe ja die "bunten " 70er als junge Frau miterlebt und kann nur bestätigen,wie es dort zugegangen ist.Stephanie Schuster ist es sehr gut gelungen mit ihrem gefühlvollen Schreibstil Spannung aufzubauen,so das ich immer weiterlesen wollte.Das Ende hat mich dann noch einmal völlig überrascht und berührt. Auch geschichtliche und kulturelle Momente und die Hintergründe über Pflanzen und ihre Heilkräfte waren spannend und für mich hervorragend beschrieben.
Bewertung
aus Stadthagen
5/5
25.03.2024
Buch (Paperback)
Das Vertrauen in sich selbst
"Einfach lieben" ist der zweite Band der Glückstöchter Dilogie. Nach dem Ende des ersten Bandes werden hier offene Fäden zusammengeführt und beendet. Wir erfahren, wie Ann sich ihr Leben auf der Tonka-Alm erkämpft und wie sich Ende der 1970er Jahre Eva und ihre WG entwickeln. Beide Frauen verbindet neben ihrer Stärke die Naturverbundenheit und das Vertrauen in sich selbst. Das ist wieder wunderbar zu lesen, der Stil ist unglaublich authentisch und wird durch die Illustrationen der Autorin unterstützt. Das Ende bildet einen runden Abschluss. Evas biologische Mutter hätte meiner Meinung nach ruhig mehr Raum einnehmen dürfen (das Potenzial war gegeben), aber das ist auch mein einziges Manko. Einfach nur ein großartiges Lesevergnügen.
NiniSte
aus Kiel
5/5
28.02.2024
Buch (Paperback)
Im Einklang mit der Natur
,, Glückstöchter - Einfach lieben " von Stephanie Schuster ist der zweite Teil der Dilogie über zwei junge naturverbundenen Frauen .
Zwei Frauen im Einklang mit der Natur und auf der Suche nach dem Glück.
Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, habe ich nach wenigen Seiten gut in die Geschichte hineingefunden. Manche vorangegangenen Ereignisse werden erwähnt, so daß mir nichts zum Verständnis fehlte.
Auf zwei Zeitebebenen wird abwechselnd das Leben von Anna von Quast ( Jahre 1911 bis 1918 ) und Eva Klein ( 1977 / 1978 ) erzählt.
Nach dem Tod ihres Vaters, zieht die 22 jährige Anna im Sommer 1911 , anders als zunächst geplant, alleine auf die Staffelalm der Familie. Für Anna ist es die Tonkaalm, weil dort trotz der eigentlich nicht geeigneten Witterungs-und Bodenverhältnisse ein Tonkabaum, ein Reisemitbringsel ihres Vaters, wächst und gedeiht. Seit dem Tod der Mutter vor 12 Jahren war keiner der Familie mehr dort. Dementsprechend sieht es dort bei ihrer Ankunft aus. Auf der Alm möchte sie sich nach einem längeren Aufenthalt zur Genesung auf dem Schweizer Monte Verità ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Einen Nutzgarten anlegen , von den Erträgen der Ernte und dem Verkauf von selbst angefertigter Keramik ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist ihr Plan. Kenntnisse über die Pflanzen hat sie von ihrem Vater, der mit seinem Gut Dreisonnenquell als der Blumenbaron bekannt war. Ein harter und arbeitsreicher Sommer erwartet sie. Und doch fühlt sie sich dort oben, abgeschieden von der Gesellschaft wohl. Die Baroness bekommt Unterstützung von den Fiedlers , die etwas unterhalb ebenfalls auf einer Alm leben, aber im Winter hinunter in den Ort gehen . Besonders der Sohn Severin geht ihr handwerklich zur Hand, Mühsam muß sie erfahren, daß es nicht immer einfach ist, ihre Ideen umzusetzen, wie sie es sich vorstellt, sondern lernen muß, mit den Naturgewalten umzugehen und aus Rückschlägen zu lernen . Als ihr Tessiner Freund Benni unverhofft der Alm auftaucht, scheint ihr Glück vollkommen. Wird ihr Traum vom gemeinsamen Leben auf der Alm Wirklichkeit werden? Genauso wie sie es sich gewünscht haben?
Die zweite Zeitebebene widmet sich Eva, 23 Jahre, Pharmaziestudentin , die 1977 in einer Münchner WG lebt. Eine von Außenstehenden kritsch beäugten Gemeinschaft aus unterschiedlichen jungen Leuten, die unter anderem auf ökologisch angebaute Nahrungsmittel Wert legt und auf dem Wochenmarkt erfolgreich selbst hergestellten Bio-Müslis verkauft. Durch so manche Aktion und Erlebtes der Mitbewohner wird es nie langweilig im Zusamenleben. Auch wenn es manchmal zu viel und anstelle wird, sind sie füreinander da. Mit großem Eifer wollen sie als Gemeinschaft mit einem Projekt, ihre Liebe zur Natur und ökologischen Produkten näher bringen und zugänglich machen. In Eva, die erst seit kurzem weiß, daß sie als Kleinkind adoptiert wurde , wächst immer stärker der Wunsch, etwas über ihre Herkunft zu erfahren, ihre Wurzeln zu finden. Wer ist ihre Mutter und d warum ist sie nicht bei ihr aufgewachsen?
Abwechselnd werden diese beiden so unterschiedlichen Leben und Zeiten beschrieben . So lebendig und bildhaft, mit vielen Gedanken und Gefühlen versehen, so daß ich mich sehr gut in die beiden Frauen und auch andere Personen hineinversetzen konnte. Anfangs fiel es mir leichter, mich in Annas Leben ziehen zu lassen, doch mit jedem weiteren Kapitel kam ich auch Eva näher. Der Spannungsbogen war durchgehend zu spüren, wobei die Geschichte im letzten Drittel nochmal ordentlich an Fahrt zunahm und mich dermaßen in den Bann zog, daß ich das Buch nicht mehr weglegen konnte, bevor die letzte Seite gelesen war.
Stephanie Schuster erzählt in ihrem leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil , wunderbar locker und angenehm. Besonders die Beschreibungen der Handlungsorte ließen Bilder in meinem Kopf entstehen. Gekonnt lässt sie historische , politische und gesellschaftliche Aspekte in die Geschichte einfließen, ohne sie überhand nehmen zu lassen. Ihre großartige Recherche und Darstellung über die Natur und Pflanzen, ihre Bedeutung und Anwendung, sowohl als Heilmittel als auch in Pflegeprodukten , hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, ihre Lebensgeschichten authentisch, auch wenn ich noch die ein oder andere Frage beantwortet bekommen hätte.
Wunderschön sind die Zeichnungen am Anfang und Ende der Kapitel, die immer einem Bezug zum Gelesenen haben.
Anna beeindruckt mit ihrem Mut , allein auf der Alm zu leben und ihrem Wissen in der Pflanzenwelt, während Eva ihrer Umgebung und Mitmenschen Gerüchen zuordnet. Sie nimmt mit ihrer feinen Nase alles genauestens wahr. Beide machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch. Das Erlebte lässt sie reifen und bestärkt sie in ihren Entscheidungen . Auch wenn so manches anders in ihrem Leben verläuft, als sie es geplant , gehofft und gewünscht haben.
Stephanie Schuster hat mich mit ihrem Roman begeistert. Es ist eine Geschichte, wie im Nachwort beschrieben, die erzählt, wie aus Selbstvertrauen Mut entsteht und umgekehrt. Die Anfänge der Ökobewegung und Naturschutz kommen wunderbar zur Geltung. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
27.02.2024
Buch (Paperback)
Ein wundervoller Roman
Was für eine schöne Reise durch sechs Jahrzehnte die ich mit zwei wundervollen Frauen erleben durfte.
Es war sehr interessant wie sich Anna auf der Tonkaalm ein Leben aufbaut, und welchen Mut sie aufbringt. Das Leben auf einer Alm vor allem zu dieser Zeit kann sehr entbehrungsreich sein, aber davon hat sie sich nie abhalten lassen. Sie baut ihr eigenes Gemüse an, und muss oft feststellen, dass die Natur auf dieser Höhe ihre eigenen Regeln hat. Nichtsdestotrotz macht Anna immer weiter und bekommt Hilfe von liebevollen Menschen.
Eva hingegen führt ein Leben in einer Kommune. Die Bewohner sind alle liebevoll und im Einklang mit der Natur. Biokost wird auch hier großgeschrieben, und bald hat Eva eine geniale Idee.
Für sie hält das Leben einige Überraschungen bereit, mit denen sie sich auseinandersetzen muss. Auch über ihre Herkunft gibt es einiges herauszufinden.
Es machte sehr Spaß mit den beiden Frauen mitzufiebern und ihr Leben zu verfolgen.
Die Autorin erzählt die Geschichte sehr authentisch und mit viel Gefühl. Auch der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Was die Bedeutung der einzelnen Pflanzen angeht, wurde besonders gut recherchiert. Ich fand es spannend so viel über die Pflanzenkunde und der Düfte zu erfahren.
Ein toller Roman über zwei starke Frauen, und viel Gefühl. Absolute Leseempfehlung!
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