Welche historischen Vorlagen gibt es zur "Herzog Ernst"-Dichtung und welche Belege lassen sich für diese finden?
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.03.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
554 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346819673
Die Dichtung um den bayerischen Herzog Ernst stellt eines der wichtigsten Werke des Hochmittelalters dar. Durch seinen komplexen Aufbau, die vielfältige Symbolik und die historisch relevante Thematik ist es möglich diese Erzählung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und zu erforschen.
Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die gerade bei dieser Sage für Analysen und Forschung einige Probleme aufwerfen. So ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wer der Verfasser des Werks war und eine eindeutige Einordnung in die Zeitgeschichte nicht möglich. Auch die teilweise nicht vollständig erhaltenen Fassungen und verschiedenen Versionen stellen hier ein Problem dar. Zusätzlich sind die Inspirationsquellen der Handlung bisher in der Forschung nicht abschließend geklärt worden. Die Menge dieser Faktoren kann deshalb maßgeblich als Grund dafür verstanden werden, dass die Dichtung bisher nicht erschöpfend mit Blick auf ihre historischen Vorbilder erforscht wurde. Wobei gerade dieser Forschungsschwerpunkt dazu beitragen kann die Dichtung genauer einzuordnen.
So finden sich im Herzog Ernst vielfach Symbole und Anleihen aus bekannten Konflikten und Kämpfen des Mittelalters. Allein die grundlegende Handlung über den Zwist zwischen einem Stiefvater und seinem Sohn, herrschaftliche Machtkämpfe in Mitteleuropa, fantastische Erzählungen aus dem Orient und die Kreuzzugsthematik sind hierbei Hinweise auf reale Hintergründe, geschichtliche Begebenheiten oder Reiseberichte. Gerade die Vielfalt der enthaltenen Charakteristika der Dichtung machen eine Untersuchung, in Hinblick auf die denkbaren Vorlagen, lohnend.
Dabei ist es vor allem wichtig, dass diese Einordnung sowohl ergebnisoffen als auch vielfältig, was den Einbezug möglicher Vorlagen angeht, vollzogen wird. Denn es ist wahrscheinlich, dass es nicht nur eine Vorlage war, aus der sich bei der Entstehung der Sage bedient wurde. Bei der Betrachtung der verschiedenen Machtkämpfe innerhalb des mittelalterlichen Europas wird deutlich, warum man diesem Ansatz offen gegenüberstehen sollte, denn durch die vielen verwandtschaftlichen Beziehungen und Fehden sind zahlreiche Ergebnisse denkbar.
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