Produktbild: Dunkelalarm

Dunkelalarm Eine Leiche fällt vom Himmel

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.03.2023

Verlag

Via Tolino Media

Seitenzahl

252 (Printausgabe)

Dateigröße

510 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783754691601

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

19.03.2023

Verlag

Via Tolino Media

Seitenzahl

252 (Printausgabe)

Dateigröße

510 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783754691601

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  • Bewertung

    aus Weissach

    5/5

    06.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Der Autor ist mit seiner Geschichte mitten im Heute gelandet.

    Fünf Menschen auf ihrem Weg zum Showdown. Jeder der fünf hat sein eigenes Päckchen zu tragen, jeder trägt seinen Anteil an Spannung und Nachdenklichkeit bei. Zu Beginn lockt der Autor mit seinem Prolog, der drei vollkommen unterschiedliche Szenen birgt. Man kann nachspüren, welche Gedanken sich in den Köpfen der nichts Böses ahnenden Beobachter abspielen, wie sie sich der anbahnenden Gefahr bewusst werden. Harmlos startet die Rahmenhandlung um den schon jetzt recht sympathisch wirkenden Ganoven Danny, welcher mit wechselnden Unannehmlichkeiten zu kämpfen hat, um sich seinen Fluchtweg ins rettende Ausland zu bahnen. Einfühlsam widmet sich der Autor dem vom Schicksal gebeutelten Kettenraucher, der seine geliebte Freundin durch einen tragischen Unfall verlor und der seither verloren durch sein Leben irrt. Kein Wunder, dass ihn seltsam anmutende Gewaltphantasien heimsuchen, in die er seine nicht verarbeitete Trauer und seinen Frust über Gott und die Welt hineinpackt. Als dunkler, undurchsichtiger Typ passt der fremdländisch auftretende und frei von jedem Privatleben und jeden Empfindungen umschriebene Einzelgänger ins Bild des uns allen so typisch erscheinenden, unnahbaren Terroristen. Ein Typ, der keineswegs Einzelgänger ist, sondern Teil eines subtilen Netzwerks, das jeden Einzelnen des komplexen Vorhabens von seinen Mittätern abschottet und damit Anonymität gewährleistet. Dass das Vorhaben der Organisation in einem tödlichen Anschlag auf den Luftverkehr besteht, wird zügig klar. Fast beiläufig erklärt der Autor in diesem Abschnitt, worauf sich der Titel „Dunkelalarm“ des Werks gründet. Bereits im darauf folgenden Kapitel kommt auch schon der Untertitel zum Zuge: „Eine Leiche fällt vom Himmel“. … aus heiterem Himmel ist man versucht, in Gedanken hinzuzufügen. Basierend auf mehreren tatsächlichen Vorfällen in der Anflugschneise des Londoner Flughafens beschreibt der Autor die Inspiration des Innentäters. Beschrieben als impulsiv und leicht cholerisch mit krimineller Vorgeschichte, hat er sich seinen Weg in den Sicherheitsbereich des Flughafens erarbeitet. Akribisch und mit großer Einfühlsamkeit bringt Reinhold Walliser seinen Lesern die technischen Details nahe, deren Kenntnis es erst ermöglichen, die teuflische Konstruktion des Tüftlers zu begreifen. Ebenso wird Technik-Freaks die anschaulich und detailverliebt dargestellte Herstellung des Sprengstoffs TATP begeistern. Fabriziert von dem seinem Schicksal fatalistisch ergebenen Verlierer, der seinem Leben nur einmal noch einen letzten, selbst erdachten Kick verleihen will. Mit einfachsten Mitteln synthetisiert er den Sprengstoff und spielt alle denkbaren Varianten durch, die bei den Unwägbarkeiten des hochexplosiven Gemischs in Kauf zu nehmen sind. Den Lesern bleibt es überlassen, ob sie mitraten wollen, welche weiteren Alternativen sich aus der Unberechenbarkeit eines so brisant zu handhabenden Explosivstoffes ergeben könnten. Technisch geht es auch bei der einzigen Frau zu, die das Buch als Attentäterin bereichert. Vorsicht scheint ihr zweiter Vornahme, denn sie will nichts dem Zufall überlassen, keinesfalls bei ihren Vorbereitungen den Behördenmitarbeitern auffallen. Dafür lässt sie sich ausgiebig Zeit und bereitet ihren Angriff akribisch vor. Als Drohnenpilotin ersinnt sie natürlich ihre eigene Idee zur Platzierung von Plastiksprengstoff an Flugzeugen. Getragen von dem Glauben, mit ihrer spektakulären Aktion Politik und Gesellschaft aufzurütteln, um das Weltklima noch zu retten, geht sie weit über das hinaus, was Klimaschützer jeder Couleur gemeinhin verantworten. Anspruchsvolles Vergnügen bereitet die begleitende Gestalt des Flughafenmitarbeiters, der aus der Perspektive der Sicherheitsbehörden Einblick in deren Gedankenwelt verschafft. Trotz seiner Aversion gegenüber allen modisch-denglischen Begriffen erkennt er doch, dass nicht alles dumm ist, nur weil es englisch benannt wird. Auf wohltuende Weise kommt mit ihm auch ein Hauch von Erotik und menschlicher Schwäche ins Buch, ohne aufgesetzt oder fehl am Platz zu erscheinen. Reinhold Walliser ist es gelungen, technisches und luftfahrtspezifisches Detailwissen in eine spannende Geschichte zu verpacken. Nicht nur die bis zum Ende des Buchs anhaltende Spannung, ob wohl die vorbereiteten Anschläge gelingen werden. Auch die leisen Anspielungen am Rande der Geschichte, die mit leichter Süffisanz angedeuteten Schwächen der Sicherheitsapparate und vor allem die Nachdenklichkeit, die das Buch beim Leser erzeugt, machen es lesenswert. Und die Tatsache, dass für die Geschichte - wie Reinhold Walliser selbst betont - nicht ein einziges Mordopfer notwendig ist. Das Thema Terrorismus begleitet uns seit jeher. Der Autor ist mit seiner Geschichte mitten im Heute gelandet.

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