Am Morgen des dritten Advent wird am verschneiten Ufer des Greifensees die Geigenlehrerin Isadora Heller tot aufgefunden, seltsam herausgeputzt mit Hut und silbernem Schal, aber mit Wanderschuhen an den Füßen. Werner Meier von der Kantonspolizei Uster verdächtigt ihre Schwiegertochter Jane: Ein Motiv hatte sie - Zeugen berichten von einem Streit -, und am Tatort ist sie auch gewesen, denn sie war es, die die Leiche beim Joggen entdeckte. Janes Freundin, die Psychologiestudentin Zita Schnyder, ist von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dann gibt es eine zweite Tote: Annemarie Dieci, eine der beliebtesten Frauen in Waldbach und Leiterin der Laufgruppe, zu der auch Zita und Jane gehörten. Meier und Schnyder stoßen auf eine verwirrende Geschichte, die weit in die Vergangenheit reicht. Meier recherchiert intuitiv, Schnyder hält sich an Fakten, aber beide sind eigenwillig - und sie verlieben sich ineinander. Doch dann gerät Zita in die Hände des Mörders...
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
peedee
5/5
01.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender Reiheneinstieg
Neuauflage von "Die gefallene Schneekönigin"
Schnyder & Meier, Band 1: Grosse Aufregung in Waldstadt – der bekannte Politiker Anton Marti wird bei einer Weihnachtskommerz-Demonstration getötet und fast zeitgleich wird die gefrorene Leiche einer bekannten deutschen Violinistin gefunden. Polizist Werner Meier soll sich um den Fall der Toten im Schnee kümmern. Adventsparty, Quittenschnapspunsch, charismatischer Künstler, ein Frauenlauftreff und… Zita Schnyder: die Psychologiestudentin steckt ihre Nase zu sehr in Dinge, die sie gar nichts angehen. Und schon wird eine weitere Tote vermeldet…
Erster Eindruck: Der Buchtitel gefällt mir sehr gut, die Gestaltung des Covers entspricht nicht so meinem Geschmack.
Ein sehr spannender Prolog – so mag ich den Einstieg in einen Krimi!
Die Ermordung des bekannten Politikers zieht grosse Kreise und Fausto Signorelli, Chef Kapo Waldstadt, setzt fast sein ganzes Team auf diesen Fall an. Für Werner Meier und seinen Fall bleibt kein Mann mehr übrig, das heisst, Werner soll als One-Man-Show den Fall schnellstmöglich lösen – kein guter Ausgangspunkt. Personalknappheit ist schon lange ein grosses Thema bei der Polizei, aber dass dieses Mal sein „Team“ tatsächlich nur aus ihm selbst besteht, ist doch überraschend. Nun gut, da muss er durch. Sein Fall: Eine Tote im Schnee, ein bisschen exzentrisch gekleidet, in der Nacht im Wald aufgefunden, ausgerechnet von ihrer Schwiegertochter Jane. Gemeldet von Zita Schnyder, einer Psychologiestudentin und Lauffreundin von Jane. Was wollte Jane mitten in der Nacht im Wald? Und ihre Schwiegermutter Isadora Heller?
Zita ist absolut nicht auf den Mund gefallen. Sie steht in den letzten Zügen ihrer Masterarbeit und kann danach endlich ihr Psychologiestudium abschliessen. Aber das Zeitmanagement hat sie nicht so im Griff, denn die Arbeit war bereits überfällig und nur aufgrund ihrer diversen Notlügen wurden ihr Zeitaufschübe gewährt. Ihre letzte Deadline steht kurz bevor, aber das Geschehen im Wald verändert natürlich alles. Sie muss ihrer Freundin Jane unbedingt helfen. Dieser Polizist „Commissario“ Meier versteht nämlich so gar nichts…
Werner Meier, der aufgrund der vielen Arbeit gar nicht zum Essen kommt, hat mir sehr gut gefallen. Auch Zita mochte ich – sie begibt sich nur leider aufgrund ihrer fehlenden kriminalistischen Ausbildung in grosse Gefahr.
Mehr Schein als Sein, Quittenschnaps, ein äusserst eigenwilliger Künstler, Frauen und ihre Lauftrainings, zerrüttete Familienverhältnisse, die Suche nach dem biologischen Vater – dies sind nur einige der behandelten Themen. Dies war mein erstes Buch der Autorin und ganz bestimmt nicht mein letztes. Es war sehr spannend – aufgrund der vielen Protagonisten auch herausfordernd – und ich habe bis zuletzt nicht genau gewusst, wohin die Reise geht – bravo, liebe Autorin! Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf weitere Bände.
(Rezension vom 25.12.2020)
Zeit der Buecher
4/5
01.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Neuauflage - die gefallene Schneekönigin
Handlung
Das beschauliche Waldbach in der Weihnachtszeit: bei heißem Quittenpunsch und Adventspartys genießen die Bewohner des Dorfes die Weihnachtszeit. Als am verschneiten Ufer eines Sees plötzlich die Leiche einer Geigenlehrerin gefunden wird, werden Schnyder und Meier mit den Ermittlungen betraut. Schon bald wird beiden klar, dass es sich hierbei um keinen gewöhnlichen Fall handelt. Als schließlich auch die Försterfrau am selben Tatort ermordet aufgefunden wird, verbreitet sich Panik in der vorweihnachtlichen Winteridylle. Treibt etwas ein Serienkiller sein Unwesen? Ist es gar einer der Dorfbewohner?
Cover
Blickt man auf das liebevoll gestaltete Cover, macht sich eine winterliche Stimmung breit. Durch die Schneeflocken hat man unweigerlich das Gefühl, draußen leises Schneegestöber zu hören und besonders in der winterlichen Zeit gehört dieses Cover sicherlich zu denen, welche das Interesse eines Lesers sehr schnell auf sich ziehen. Seht gut gelungen, in meinen Augen.
Charaktere
Schon auf den ersten Seiten lernt der Leser so ziemlich jede für die Handlung relevante Figur kennen. In einzelnen Abschnitten werden diese vorgestellt, sodass der Leser bereits zu diesem Zeitpunkt einzelne Verbindungen zwischen den Charakteren erahnen kann. Auch wenn ich anfangs Schwierigkeiten damit hatte mit einzelnen Figuren warm zu werden, da ich das Gefühl hatte diese eher oberflächlich präsentiert zu bekommen, konnte ich mich dann doch recht schnell für den Ein oder Anderen begeistern.
Insgesamt erwartet den Leser eine Fülle an unterschiedlichen Figuren mit ebenso verschiedenen Persönlichkeiten und Gedanken. Neben vielen weiteren trifft man auf einen rührseligen Pfarrer, eine kesse, sympathische aber doch etwas zickige Studentin, ein spannungsgeladenes Mutter-Tochter-Gespann und die stoischen Ermittler dürfen natürlich auch nicht fehlen!
Schreibstil
Das Geschehen erlebt man aus der Perspektive eines nahezu allwissenden Erzählers, welches in meinen Augen dazu führt, dass einem die Figuren zunächst distanziert erscheinen. Mit Ausnahme des unmittelbaren Beginn des Buches erscheint auf den ersten Seiten des Romans in meinen Augen ein recht ruhiger Erzählstil zu dominieren, welches nach meinem Ermessen wunderbar zur vermeintlichen vorweihnachtlichen Idylle zu passen. Eine Portion Humor darf natürlich auch nicht fehlen.
Ein wenig gestört hat mich, wenn dies auch nicht den unmittelbaren Schreibstil betrifft, der durchgehende Blocksatz des Buches und in diesem Zusammenhang das Fehlen von Kapiteln zu Gliederungszwecken.
Mein Fazit
„Die gefallene Schneekönigin“ ist ein toller Krimi vor einer vorweihnachtlichen Kulisse mit einem klasse Spannungsbogen. Auch wenn ich die Vielzahl an Charakteren, mit welchen der Leser auf den ersten Seiten des Buches schon fast erschlagen wird, zunächst als unangenehm empfand, änderte sich dies mit zunehmender Seitenzahl. Die vielen Figuren mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten konnten mich nicht nur überzeugen, sondern mich zwischenzeitlich auch etwas begeistern.
Hat man es als Leser über die ersten, zugegebenermaßen sehr zähen Seiten geschafft, erwartet einen ein wirklich schöner Krimi, bei welchem man aller paar Seiten seine Theorie, wer denn der Mörder sein könnte, über Bord werfen kann.
Unangenehm sind mir dennoch der durchgehende Blocksatz und die fehlende Kapitel aufgefallen, die das Lesen zwischenzeitlich recht anstrengend machten.
Dennoch ein wirklich netter, humorvoller Krimi, der einen sicherlich zwischendurch und vor allem in der Vorweihnachtszeit begeistern wird. Auch, wenn man in diesem Zusammenhang ein vereistet Seeufer nicht mehr als ganz so romantisch empfinden wird. Von mir gibt es 4/5 Punkten.
MsChili
4/5
31.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Der erste Fall (Neuauflage)
Eiskalter Greifensee ist der erste Fall von Schnyder & Meier in neuer Auflage und spielt in der Adventszeit. Am verschneiten Seeufer wird eine Leiche gefunden, teilweise tiefgefroren. Meier, der Ermittler, hat es nicht gerade einfach, da die Psychologiestudentin Zita Schnyder immer dazwischen funkt. Doch wer ist denn nun der Mörder?
Das Cover ist recht einfach, aber passt ganz gut zum Buch.
Der Schreibstil ist schnell und flüssig zu lesen, ich hatte das Buch auch schnell fertig gelesen. Die Geschichte ist packend und man kann sich auch mit den Personen identifizieren, wobei ich anfangs Schwierigkeiten mit den Namen hatte, da sehr viele Personen mit ungewohnten Namen vorkommen und manche auch nur kurz angeschnitten werden.
Dennoch musste ich oft über Meier schmunzeln und auch Zita’s Art hat mir gut gefallen. Und auch die anderen Figuren und ihre Liebeleien waren sehr amüsant. Auch die Hintergrundgeschichten kommen nicht zu kurz und man erfährt viel, was man zum Verständnis benötigt.
Alles in allem ein guter Krimi mit überraschendem Ende (hatte zwar mal mit der Idee gespielt, aber diese doch wieder verworfen). Mir hat er gut gefallen.
Bewertung
3/5
15.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Spezieller Wohlfühlkrimi
Überraschende Story, zwei spezielle Protagonisten, ganz anders als die bisher bekannten Wohlfühlkrimis. Efrischend, nie langweilig.
Der Leser wuselt sich im Liegestuhl beim Apéro durch eine fantastische Geschichte, gut ausgeklügelt von der Autorin.
Urs
aus Zürich
1/5
15.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Missglücktes Recycling
Wieviel Lokalkolorit ist in diesem Krimi? Ok, es gibt den Privatsender Greifensee Total. Uster wird einige Male erwähnt. Hübsch ist, dass Zita auf Seite 78 das Ustemer Krankenhaus betritt und auf Seite 87 sieht Meier wie Zita das Waldstädter Krankenhaus wieder verlässt. Auch der Greifensee kommt vor. Daneben gibt es keinen einzigen Bezug zur Gegend. Der Hauptteil der Geschichte spielt in Waldbach das ich nirgends in der Umgebung des Greifensees lokalisieren kann. Auch gibt es keinen einzigen Strassennamen oder Flurnamen aus der Greifensee Gegend. In Uster existiert auch keine angesagte Velvet Bar.
Auch mit den Berufsbezeichnungen gibt es einige Schwierigkeiten. Um den Greifensee gibt’s keine Kriminalkommissare, höchstens Kriminalpolizisten und Gemeindesekretäre heissen in dieser Gegend Gemeindeschreiber
Ich schätze Krimis von Gabriela Kasperski. Darum habe ich diesen ersten Band von Schnyder und Meier dem Titel Eiskalter Greifensee gekauft. Später habe ich bemerkt dass ‘Eiskalter Greifensee’ offensichtlich ein Recycling von ‘Die gefallene Schneekönigin’ ist, die 2016 bei der StoryBakery erschien.
Es scheint, der Verlag versucht mit möglichst wenig Aufwand auf den lukrativen Zug der Regionalkrimis aufzuspringen. Er gab dem Werk daher den neuen Titel ‘Eiskalter Greifensee’. Im dessen Einzugsgebiet sicher interessierte Leser zu finden sind.
Leider wurde die Regionalisierung mit dem geringstmöglichen Aufwand gemacht und das Resultat ist dementsprechend schlecht. Für den stolzen Preis von etwa CHF 25 erhält der Käufer ein Buch in dem nicht das drin ist, was der Titel verspricht.
Noch zwei Bemerkungen:
In der Danksagung am Ende des Buches heisst es ‘Die gefallene Schneekönigin (??) ist die Neuveröffentlichung des ersten Bandes in meiner Reihe um Zita Schnyder & Werner Meier, geschrieben 2006’. Ist ‘Eiskalter Greifensee’ nun das dritte Remake des ersten Buches da ‘Die gefallene Schneekönigin’ im Jahr 2016 erschienen ist?
Meier fährt sympathischer Weise einen MG. Was fehlt ist der Typ des MG’s (Ich nehme nicht an, dass Meiner einen MG Metro fährt)
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