Produktbild: Dorothea

Dorothea Queere Heldin unterm Hakenkreuz

3

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2023

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

22,3/14,2/2,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01404-5

Beschreibung

Rezension

Jürgen Pettinger gelingt es in diesem Buch erneut [...] in die Welt der NS-Zeit einzutauchen und als historische Biografie nun die Geschichte von Dorothea Neff derartig packend zu schildern, dass man das Buch in einem Zug durchlesen möchte und muss.

Blickpunkte
Beim Lesen werden die Liebe, die Ängste, die Ohnmacht und die Verzweiflung spürbar.

Mannschaft Magazin
[D]as Buch ist, genauso wie der Vorgängerband, eine absolute Leseempfehlung und macht so betroffen, dass man mehr über das Leben der Menschen wissen möchte. Es ist sehr wichtig, dass diese Geschichten endlich erzählt werden können und das Schweigen gebrochen werden kann.

Blickpunkte

Die aufwendige Recherche hat sich gelohnt: Pettinger verleiht seinen Protagonistinnen eine Stimme und führt die Leser direkt in das Grauen der Nazizeit in Wien, in die Gassen und Luftschutzkeller. [...] Pettinger erzählt in seinem Buch eine lesenswerte Heldinnengeschichte, auf die neue Generationen sehr gut aufbauen können.

Falter

Die Form der Romanbiografie und ebenso Pettingers unvergleichlicher

Schreibstil machen dieses Buch zu einem in jeder Hinsicht beeindruckenden Leseerlebnis.

ekz.bibliotheksservice

Der Journalist und ORF-Moderater Jürgen Pettinger trifft in seiner Romanbiografie „Dorothea“ den richtigen Tonfall. Er lässt ein verdrängtes Kapitel queerer Geschichte lebendig werden – auch den Sexismus, der damals an den Theatern herrschte –, vermeidet jedoch Sentimentalität. Die Beklemmung wird spürbar, auch der unfassbare Mut, den die beiden Frauen an den Tag legten […].Profil
Bücher wie die von Pettinger tragen dazu bei, queere Geschichte nicht mehr unter dem Geschichtsteppich verschwinden zu lassen.MO - Magazin für Menschenrechte
Eine lesenswerte Heldinnengeschichte und berührende Romanbiografie.

DAVID - Jüdische Kulturzeitschrift
Pettinger gelingt es hervorragend, die Balance zu wahren zwischen einer intimen Nähe zu den zwei Frauen und der Position des Beobachters aus einem sicheren Abstand.Arabella Martínez-Miranda, Pride

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2023

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

22,3/14,2/2,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01404-5

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

Email: office@kremayr-scheriau.at

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Eine mutige Frau

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 07.11.2023

Bewertungsnummer: 2063669

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine bekannte Schauspielerin in Wien versteckt in der Zeit des 3. Reichs ihre Freundin, eine deutsche Jüdin, über Jahre in ihrer Wohnung. Das ist eine spannend erzählte Geschichte, ohne Effekthascherei, dennoch berührend. Ein Zeugnis von unglaublicher Tapferkeit, Chuzpe, Selbstbewusstsein, aber auch von Angst vor Entdeckung, Hunger, Einsamkeit, Widerstand. Große Empfehlung

Eine mutige Frau

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 07.11.2023
Bewertungsnummer: 2063669
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine bekannte Schauspielerin in Wien versteckt in der Zeit des 3. Reichs ihre Freundin, eine deutsche Jüdin, über Jahre in ihrer Wohnung. Das ist eine spannend erzählte Geschichte, ohne Effekthascherei, dennoch berührend. Ein Zeugnis von unglaublicher Tapferkeit, Chuzpe, Selbstbewusstsein, aber auch von Angst vor Entdeckung, Hunger, Einsamkeit, Widerstand. Große Empfehlung

Lesenswerte und sensibel bearbeitete Romanbiografie

Lust_auf_literatur am 10.10.2023

Bewertungsnummer: 2041089

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Homosexualität unter der Nazidiktatur? Bei schwulen Männer ein schwerer Straftatbestand, ein „Sittlichkeitsverbrechen“, das mit Deportation in ein Konzentrationslager oder in eine psychiatrische Anstalt bestraft werden konnte. Bei Frauen sah die gesetzliche Sachlage auf Grund der „sehr bescheidenen Rolle der Frau im öffentlichen Leben“* etwas anders, wenn auch nicht weniger gefährlich aus. Für Frauen wie die berühmte deutsche Schauspielerin Dorothea Neff, die sich nicht dem Nazi Regime andiente, konnte schon der Verdacht jeglicher Devianz zu sozialer Isolation, Verlust des Arbeitsplatzes oder gar Kerkerhaft führen. Jürgen Pettinger hat das Format der Romanbiografie gewählt, um endlich auf das Leben, den Mut und die Liebe von Dorothea Neff und ihren Freundinnen aufmerksam zu machen. Denn Neff fühlte sich nicht nur zu Frauen hingezogen, sondern versteckte auch ihre Freundin Lilli Wolf, eine Jüdin, unter schwierigsten Bedingungen jahrelang in ihrer Wiener Wohnung. Nicht nur die kleine Wohnung, auch die Beziehung zwischen Neff und Wolff wird zum Schutz und Gefängnis gleichermaßen. Was es für die beiden Frauen bedeutete, permanent der Angst vor Entdeckung und ständiger innerer (im Falle Neffs) und auch wortwörtlicher (im Falle Wolfs) Isolation ausgesetzt zu sein, lässt sich sehr gut aus Pettingers Text herauslesen. „Lilli war ein Geist geworden. Sie existierte, aber niemand außer Dorothea konnte sie je sehen.“ Gemeinsam schaffen es die Frauen, den schwierigen Umständen der Kriegsjahre zu trotzen. Sogar eine Operation der gesundheitlich sehr angeschlagenen Wolff in einem Krankenhaus wird mit einiger Hilfe und unendlicher Angst realisiert. Doch diese Jahre der furchtbaren Angst und der Isolation hinterlassen Spuren, vor allem bei Lilli Wolff. „War es nicht der Sinn des Lebens, einen Eindruck zu hinterlassen bei anderen und auf der Welt? Ein Mensch kann sich nur im Austausch mit anderen entwickeln, lernen, besser werden, leben. Was für einen Sinn hatte es, alleine zu sein, nichts zu bewirken, nichts zu schaffen, nichts zu hinterlassen, nichts zu dürfen, von niemandem gesehen und gehört zu werden?“ Ich möchte bei dieser Romanbiografie sehr lobend die schriftstellerische Zurückhaltung Pettingers hervorheben. Neff und Wolff, sowie ihre Freundinnen, äußerten sich auch lange nach dem Krieg niemals offensiv zur Natur ihrer Beziehung. Zwar lebten beide ohne Täuschung bis an ihr Lebensende in langjähriger Gemeinschaft mit Frauen, sich aktiv geoutet oder sich im Detail dazu geäußert haben sie sich nie. Pettinger lässt den Frauen diese Privatsphäre und füllt diese Lücken in der Schilderung dieser Jahre nicht mit seiner eigenen Phantasie oder mit naheliegenden Spekulationen, sondern bezieht sich nur auf gesicherte Quellen und spätere Tonbandaufnahmen. Das schätze ich sehr, genauso wie seine einordnenden Worte im Epilog. Ergänzt wird sein Text mit schönen schwarz-weiß Aufnahmen der Frauen und ihren Unterstützern und einem Vorwort von Andreas Brunner. Ich möchte diese Buchvorstellung mit den Worten Erwin Ringels, eines Freundes und Unterstützers der Frauen, schließen: »Sterben müssen wir doch alle früher oder später, dann lieber zu Lebzeiten das Richtige tun.«

Lesenswerte und sensibel bearbeitete Romanbiografie

Lust_auf_literatur am 10.10.2023
Bewertungsnummer: 2041089
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Homosexualität unter der Nazidiktatur? Bei schwulen Männer ein schwerer Straftatbestand, ein „Sittlichkeitsverbrechen“, das mit Deportation in ein Konzentrationslager oder in eine psychiatrische Anstalt bestraft werden konnte. Bei Frauen sah die gesetzliche Sachlage auf Grund der „sehr bescheidenen Rolle der Frau im öffentlichen Leben“* etwas anders, wenn auch nicht weniger gefährlich aus. Für Frauen wie die berühmte deutsche Schauspielerin Dorothea Neff, die sich nicht dem Nazi Regime andiente, konnte schon der Verdacht jeglicher Devianz zu sozialer Isolation, Verlust des Arbeitsplatzes oder gar Kerkerhaft führen. Jürgen Pettinger hat das Format der Romanbiografie gewählt, um endlich auf das Leben, den Mut und die Liebe von Dorothea Neff und ihren Freundinnen aufmerksam zu machen. Denn Neff fühlte sich nicht nur zu Frauen hingezogen, sondern versteckte auch ihre Freundin Lilli Wolf, eine Jüdin, unter schwierigsten Bedingungen jahrelang in ihrer Wiener Wohnung. Nicht nur die kleine Wohnung, auch die Beziehung zwischen Neff und Wolff wird zum Schutz und Gefängnis gleichermaßen. Was es für die beiden Frauen bedeutete, permanent der Angst vor Entdeckung und ständiger innerer (im Falle Neffs) und auch wortwörtlicher (im Falle Wolfs) Isolation ausgesetzt zu sein, lässt sich sehr gut aus Pettingers Text herauslesen. „Lilli war ein Geist geworden. Sie existierte, aber niemand außer Dorothea konnte sie je sehen.“ Gemeinsam schaffen es die Frauen, den schwierigen Umständen der Kriegsjahre zu trotzen. Sogar eine Operation der gesundheitlich sehr angeschlagenen Wolff in einem Krankenhaus wird mit einiger Hilfe und unendlicher Angst realisiert. Doch diese Jahre der furchtbaren Angst und der Isolation hinterlassen Spuren, vor allem bei Lilli Wolff. „War es nicht der Sinn des Lebens, einen Eindruck zu hinterlassen bei anderen und auf der Welt? Ein Mensch kann sich nur im Austausch mit anderen entwickeln, lernen, besser werden, leben. Was für einen Sinn hatte es, alleine zu sein, nichts zu bewirken, nichts zu schaffen, nichts zu hinterlassen, nichts zu dürfen, von niemandem gesehen und gehört zu werden?“ Ich möchte bei dieser Romanbiografie sehr lobend die schriftstellerische Zurückhaltung Pettingers hervorheben. Neff und Wolff, sowie ihre Freundinnen, äußerten sich auch lange nach dem Krieg niemals offensiv zur Natur ihrer Beziehung. Zwar lebten beide ohne Täuschung bis an ihr Lebensende in langjähriger Gemeinschaft mit Frauen, sich aktiv geoutet oder sich im Detail dazu geäußert haben sie sich nie. Pettinger lässt den Frauen diese Privatsphäre und füllt diese Lücken in der Schilderung dieser Jahre nicht mit seiner eigenen Phantasie oder mit naheliegenden Spekulationen, sondern bezieht sich nur auf gesicherte Quellen und spätere Tonbandaufnahmen. Das schätze ich sehr, genauso wie seine einordnenden Worte im Epilog. Ergänzt wird sein Text mit schönen schwarz-weiß Aufnahmen der Frauen und ihren Unterstützern und einem Vorwort von Andreas Brunner. Ich möchte diese Buchvorstellung mit den Worten Erwin Ringels, eines Freundes und Unterstützers der Frauen, schließen: »Sterben müssen wir doch alle früher oder später, dann lieber zu Lebzeiten das Richtige tun.«

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