Der Wirtschaftsskandal um die MEG-AG aus der Sicht der Christlichen Sozialethik. Eine Untersuchung des Falls anhand von ausgewählten Maßstäben
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.04.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346861290
In jedem Jahr rücken zahlreiche wirtschaftliche Skandale in den Fokus der Öffentlichkeit. So wurde im Jahr 2017 die Manipulation von Diesel-Abgaswerten durch den Autohersteller Volkswagen und weitere Unternehmen dieser Branche publik. Diese und weitere Verfehlungen wirtschaftlicher Handlungsakteure stellen Verletzungen der moralischen Verpflichtung gegenüber den Kunden, der Gesellschaft und der Umwelt dar und entfachen Debatten um die ethische Verantwortung von Unternehmen. Sie widersprechen wichtigen Grundsätzen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Denn in einer modernen Gesellschaft, die sich stetig weiterentwickelt und von freiheitlichen Grundsätzen geprägt ist, bedarf es bestimmter Leitprinzipien, die strukturierend auf sie einwirken. Diese werden von ethischen Disziplinen, zu denen insbesondere die Katholische Soziallehre zählt, näher definiert. Im Sinne des Gemeinwohls, der personalen Würde jedes Menschen und der sozialen Gerechtigkeit ergeht die Forderung nach verantwortungsvollem Handeln an alle wirtschaftlichen Handlungsakteure. Darüber hinaus ist eine gerechte Ordnung für alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse auf der systemischen Ebene von Bedeutung.
Innerhalb der Versicherungsbranche machten in den letzten Jahren Skandale um Provisionsexzesse und missbrauchtes Anlegervertrauen auf sich aufmerksam. In diesem Zusammenhang ist der Skandal um die Insolvenz der MEG-AG im Jahr 2009 zu nennen, die als Vermittler von privaten Krankenversicherungen fungierte. Provisionen in Millionenhöhe, die der MEG-AG von großen privaten Krankenversicherungsgesellschaften im Voraus gezahlt wurden, sollten zu der bevorzugten Vermittlung von Policen dieser Anbieter führen.
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