Rezension
Die umfassende Studie stellt sowohl eine unverzichtbare Leistung für die queer_feministische Theorie dar, als auch einen großartigen Verdienst und einen längst überfälligen Beitrag für die Politische Theorie. Sie sollte in keiner Bibliothek, in keinem Einführungs- oder Vertiefungsseminar und erst recht in keiner aktuellen Forschungsarbeit, die sich mit der Politik und dem Politi-schen beschäftigen, fehlen.
Henrike Bloemen, ZPTh – Zeitschrift für Politische Theorie, 1-2025
Die Publikation steuert in ihrer Systematisierung und Kartografie für die feministische Politikwissenschaft und darüber hinaus neue und innovative Denkansätze bei. Der Anspruch der „doppelten Leerstelle“ (S. 25), nämlich in der Politikwissenschaft und in der Geschlechter- sowie Queerforschung, etwas entgegenzusetzen, kann als erfüllt betrachtet werden. Gleichwohl – und das erwartet Inga Nüthen auch dezidiert – haben sich aus der Theorieaufarbeitung, den Synthesen und den Interpretationen selbst neue Fragen und Diskussionsansätze ergeben, die es zu erkunden gilt.
Prof. Dr. Jana Günther, socialnet, 12.09.2025
[…] alles in allem wird Nüthen ihrem eigenen Anspruch eines Systematisierungsversuchs überaus gerecht und schafft es durch die vielschichtige Zusammenführung unterschiedlichster Theorien gekonnt, einem queer_feministischen Politikbegriff nachzuspüren. Es bleibt zu hoffen, dass dieses sehr lesenswerte Buch viele Folgedebatten anstoßen wird und queer_feministische Verständnisse des Politikbegriffes durch diese Systematisierung Einzug in den breiteren Mainstream finden.
Ragna Verhoeven, Femina Politica, 1-2025
Inga Nüthen legt in ihrer Dissertation eine Systematisierung „queer_feministischer“ Verständnisse von Politik entlang von fünf Diskussionsachsen vor. Der besondere Reiz der Arbeit liegt in dem breit angelegten Blickwinkel, der es einerseits vermag, klassisch-feministische Kritiken des politikwissenschaftlichen Politikbegriffs in ein Verhältnis zu dezidiert queer-feministischen Ansätzen zu setzen, und andererseits, diese Kontestationen wiederum an politikwissenschaftliche Diskusssionen – etwa um einen radikaldemokratischen Politikbegriff – rückzubinden. Nüthens Arbeit an der Schnittstelle zwischen Geschlechterforschung und Politikwissenschaft trägt damit klar zur Profilierung eines bislang vor allem in der deutschsprachigen Forschungslandschaft untertheorisierten Felds bei.
Veronika von Wachter, Open Gender Journal, August 2024
Auch wenn die vorliegende Publikation vorrangig für theorie- und wissenschaftsaffine Leser*innen geeignet ist, bieten Inga Nüthens höchst spannende Überlegungen zu einem queer-feministischen Politikbegriff dennoch wichtige Impulse für aktuelle emanzipatorische Bewegungen, Politik und menschliches Zusammenleben (wieder) anders und solidarischer denk-/lebbar zu machen.
Christine M. Klapeer, Weiberdiwan. Die Feministische Rezensionszeitschrift, Sommer 2024
Inga Nüthens Kartographie queer_feministischer Politikverständnisse ist als Einführung in das Feld queer_feministischer Theorien absolut empfehlenswert. Das Buch bietet eine gut verständliche und geordnete Darstellung queer_feminsitischer Politikbegriffe und jedes Kapitel verfügt am Ende über eine kurze Zusammenfassung, die dabei unterstützt das Gelesene nochmals einzuordnen und zu reflektieren.
Tanja Vogler, aep informationen, Feministische Zeitschrift für Politik und Geschlecht, 1/2024