Das Gesetz der Gewalt und die Vernunft der Liebe Texte über die Weisung, dem Bösen nicht mit Bösem zu widerstehen
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- Taschenbuch ausgewählt
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Sprache:Deutsch
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
28.04.2023
Abbildungen
mit Farbabbildung
Herausgeber
Peter BürgerVerlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
312
Maße (L/B/H)
21,5/13,5/2,2 cm
Gewicht
425 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7557-1751-5
Die Kritiker werfen dem Liebhaber der Bergpredigt vor, sich hinsichtlich der Verbrechen und Leiden in der Geschichte bequem auf eine Zuschauerrolle zurückzuziehen (Tatenlosigkeit, Weltflucht etc.). Im Fall von Tolstoi wirkt ein solcher Vorwurf geradezu absurd, wenn man bedenkt, wie dieser sich über Jahrzehnte hin - förmlich bis hin zum letzten Atemzug - gegen Todesstrafe, Krieg, Hungersnot, Repressionsapparate und soziales Unrecht engagiert hat. Die Anhänger des Gewalt-Aberglaubens müssen sein Verständnis des "Nichtwiderstrebens" mutwillig verzerren, um von Passivität und fehlender Anteilnahme sprechen zu können. Im April 1890 schreibt Tolstoi darüber: "Man verwechselt (absichtlich, wie es mir scheint) das Wort 'Widersetze dich nicht dem Bösen durch Böses' mit 'Widersetze dich nicht dem Bösen', d.h. mit 'Sei gleichgültig dem Bösen gegenüber'. Während der Kampf gegen das Böse das einzige Ziel des Christentums ist, und das Gebot vom 'dem Bösen nicht widerstreben' als das wirksamste Kampfmittel gegeben ist."
Ohne Hinwendung zur Gewaltfreiheit gibt es Tolstoi zufolge für die menschliche Familie keine Zukunft: "Begreift, dass die Erfüllung des von uns erkannten höchsten Gesetzes der Liebe, das die Gewalt ausschließt, zu unserer Zeit für uns ebenso unvermeidlich ist, wie es für die Vögel unvermeidlich ist, umherzufliegen und Nester zu bauen."
Tolstoi-Friedensbibliothek
Reihe B, Band 5 (Signatur TFb_B005)
Herausgegeben von Peter Bürger
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