Grimmelshausens "Vogelnest" und "Galgen-Männlin". Gottesfurcht, magisches Weltbild und Aberglaubenskritik
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.05.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
651 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346868206
Der fiktive Erzähler und Besitzer des Vogelnests macht im ersten Teil von Grimmelshausens Schelmenroman "Das Wunderbarliche Vogelnest" keinen Hehl daraus, dass er seiner Leserschaft etwas "beybringen" möchte; dass es ihm lieb sei, wenn der Leser "demselben was ich ihn hierinn zu lehren bedacht / nachzukommen sich befleist". Was das für Lehren sind, liegt dabei auf der Hand: In einem satirischen Spiel mit den soziokulturellen Umständen der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg verleiht der fiktive Erzähler wieder und wieder dem Postulat ,christlichen' Handelns Nachdruck. Dass bei den erwähnten "sozikulturellen Umständen" im 17. Jahrhundert ein profunder Aberglaube und volksmagische Überzeugungen eine prominente Rolle spielen; dass mit dem unsichtbar machenden Vogelnest gar ein "magischer" Gegenstand zum zentralen Handlungselement wird, führt zu einem interessanten Wechselspiel zwischen Religion und Magie in Grimmelshausens Vogelnest-Roman. Während der Erzähler sich bereits eingangs eindeutig positioniert - er verunglimpft magische Gegenstände, die "extraordinari Glüks Stüke", als Unglücksbringer - "spielt" der Vogelnest-Roman in der Folge doch auch mit dem Verhältnis von Glauben und Aberglauben.
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