Ein kleiner Junge verschwindet vor aller Augen. Niemand weiß, wo er ist. Niemand weiß, wer er ist. Die ganze Stadt könnte wegschauen, wie immer. Doch diesmal tut sie es nicht … Freitagmorgen, in einer Spedition klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: ein Kind namens Robbie. Irgendwo im Hasenberg, einem Brennpunktviertel, hält er sich allein und hilflos in einer Wohnung auf. Das Gespräch reißt ab, Rückruf unmöglich, Adresse unbekannt. Kriminalhauptkommissarin Floralie Buchta, berüchtigt für ihre hemdsärmeligen Ermittlungsmethoden, nimmt die Sache ernst und fahndet fieberhaft nach dem Jungen. Doch neben der Polizei und der halben Stadt machen sich auch Menschen mit ganz anderen, kriminellen Absichten auf den Weg – und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt an diesem irrsinnig heißen Sommertag.
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Dieses Buch musste ich einfach auf einmal lesen. Ich würde direkt von Anfang an in den Bann gezogen und musste mitfiebern.
Durch sehr viele unterschiedliche Perspektiven bekommt der Leser viele unterschiedliche Eindrücke wodurch die Suche nach Robbie sehr abwechslungsreich und noch spannender wird. Es ist sehr interessant zu sehen, welche Beweggründe die Protagonisten dazu bewegen, helfen zu wollen. Dabei gibt es auch einige sehr bewegende und emotionale Momente.
Margrit
aus Schriesheim
5/5
04.10.2023
Buch (Paperback)
Es war mir ein Fest! Ich lese…
Es war mir ein Fest! Ich lese sehr gerne und mittlerweile habe ich ein gutes Gespür dafür entwickelt, welche Literatur mir Lesevergnügen verschaffen wird. Doch so richtige Knaller – die gibt es selten. „Räuberleiter“ von Barbara Imgrund ist endlich mal wieder ein solcher Knaller! Es ist unglaublich spannend, intelligent und humorvoll geschrieben. Und das Beste daran ist, wie die Autorin es schafft, dem spannenden Thriller, der ohne viel Gewalt auskommt, auch noch Niveau und Anspruch mit zu geben. Zwischen den Zeilen lese ich ihren klugen Appell an die Leserschaft: Kümmert euch um eure Mitmenschen, seid warmherzig und bereit, Hilfe zu leisten, wenn sie nötig ist.
Bewertung
5/5
04.10.2023
Buch (Paperback)
Es war mir ein Fest!
Ich lese sehr gerne und mittlerweile habe ich ein gutes Gespür dafür entwickelt, welche Literatur mir Lesevergnügen verschaffen wird. Doch so richtige Knaller – die gibt es selten.
„Räuberleiter“ von Barbara Imgrund ist endlich mal wieder ein solcher Knaller!
Es ist unglaublich spannend, intelligent und humorvoll geschrieben.
Und das Beste daran ist, wie die Autorin es schafft, dem spannenden Thriller, der ohne viel Gewalt auskommt, auch noch Niveau und Anspruch mit zu geben.
Zwischen den Zeilen lese ich ihren klugen Appell an die Leserschaft: Kümmert euch um eure Mitmenschen, seid warmherzig und bereit, Hilfe zu leisten, wenn sie nötig ist.
Lia48
4/5
16.11.2023
Buch (Paperback)
Gelungene Mischung aus Sozialstudie und Spannungsroman
INHALT:
In einer Spedition erhält Mitarbeiterin Birte Bachmaier eines Morgens einen Anruf, der die ehemalige Disponentin einer Rettungsleitstelle augenblicklich in Alarmbereitschaft versetzt. Am Telefon befindet sich ein verängstigtes Kind namens Robbie, das etwas von „Mamilina“, „Hunger“ und „Räuber“ flüstert, ehe die Verbindung nach einem lauten Poltern abbricht.
Sollte sich da draußen, vermutlich im Brennpunktviertel Hasenberg, wirklich ein Kind in einer Notlage befinden?
Kriminalhauptkommissarin Floralie Buchta nimmt sich der Sache an. Sie ist zuständig für Vermisstenfälle und leitet die Ermittlungen ein.
Doch während die Polizei im Dunkeln tappt und nicht weiß, wo sie anfangen soll mit der Suche, erwachen die Menschen einer ganzen Stadt zum Leben und erkennen, dass ihre Mithilfe dringend vonnöten ist, wenn sie den Jungen wirklich retten wollen …
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MEINUNG:
Zufällig bin ich auf die Inhaltsbeschreibung des Buches aufmerksam geworden und nach einem Blick in die Leseprobe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss! Das Setting hat mich direkt neugierig gemacht.
Vom Verlag wird das Buch als „Kriminalroman“ geführt. Den Krimi-Anteil empfand ich als gering (dafür fehlten mir die eine oder andere überraschende Wendung), was mir aber nichts ausgemacht hat. Für mich war es mehr eine gelungene Mischung aus Sozialstudie und Spannungsroman, die mich dazu veranlasst hat, das Buch in einem Rutsch durchzulesen – das mache ich selten. Doch ich empfand den Roman durchgehend als spannend, was mir das Lesen einfach gemacht hat.
Das Buch besticht durch die zahlreichen Perspektiven von Personen, die wie bei einem Puzzle miteinander verbunden werden. Sie alle haben eine Sache gemeinsam: Sie wollen zu dem Jungen.
Die verschiedenen Blickwinkel und Beweggründe haben für mich gut miteinander harmoniert - sie bringen Abwechslung in die Geschichte.
Was den Roman für mich noch interessanter gemacht hat, ist die Tatsache, dass bei dem kleinen Robbie eine Entwicklungsverzögerung und eine Angststörung diagnostiziert wurden. Auf mich wirkte es, als könnte es in Richtung Autismus gehen.
Dadurch müssen sich die an der Suche Beteiligten, noch mehr in den Jungen hineinversetzen, um ihn zu finden und ein besonders sensibles Vorgehen ist ebenfalls notwendig, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen und ihn nicht zu verschrecken.
Was Kinderperspektiven in Romanen angeht, bin ich als gelernte Erzieherin recht anspruchsvoll.
Im Großen und Ganzen ist der Blickwinkel von Robbie im hiesigen Buch auch gut gelungen.
Besonders authentisch dargestellt fand ich die Merkmale seiner Entwicklungsverzögerung und Angststörung sowie die damit einhergehenden Gedankengänge und das Handeln des Kindes. Das wirkte wie aus dem Leben gegriffen!
Lediglich ein paar einzelne Stellen haben für mich nicht zum Entwicklungsstand des Kindes gepasst. Aber darüber kann ich hinwegsehen.
Passend zu meiner vorherigen Lektüre (ein Buch über Ableismus), muss ich sagen, dass ich es schade finde, dass Robbie scheinbar beigebracht wurde, dass „behindert“ ein schlimmes Wort und er selbst doch „nur ein bisschen besonders“ sei.
So wird eine Behinderung (wie leider so oft in unserer Gesellschaft) als etwas Negatives aufgefasst, obwohl es eigentlich ein neutraler Begriff sein sollte (auch wenn es leider manchmal als Schimpfwort missbraucht wird).
Viele Menschen mit Behinderung sprechen sich für die Bezeichnung behindert sein/ eine Behinderung haben als neutrale Begriffe aus. Durch fehlende Barrierefreiheit, fehlende Inklusion & Teilhabe werden manche Menschen nun mal in ihrem Leben behindert.
Ansonsten hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen und ich war etwas traurig, als ich mich nach den etwas über 250 Seiten von der Lektüre verabschieden musste - ich wäre gerne noch dort geblieben!
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FAZIT: Thematisch war dies genau mein Buch, ich hätte noch ewig weiterlesen können! Und auch die Umsetzung hat mir trotz ein paar kleinerer Kritikpunkte insgesamt gut gefallen. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4-4,5/5 Sterne!
Nina Albert
5/5
15.12.2023
eBook (ePUB)
„Räuber und Gendarm“
Der kleine, hilflose Robbie ist in Gefahr, in irgendeiner Wohnung irgendwo in der Stadt und offensichtlich ist er nicht alleine… „Räuber“ flüstert er ins Telefon, auf dem er die „Schneeflockennummer“ gewählt hat. Birte Bachmaier, Mitarbeiterin der Agentur „Import Export Junghans“ und ehemalige Disponentin in der Rettungsleitstelle, ist am anderen Ende des Apparats hinreichend alarmiert und versucht verzweifelt das Telefonat aufrechtzuerhalten bis Hilfe vor Ort ist, doch dann bricht der Kontakt plötzlich ab …und alles scheint verloren, denn diesen Sommertag erfüllt eine unfassbare Hitze und der kleine Junge könnte überall sein. Doch mit einem Mal ereilt eine ganze Stadt ein nie gekanntes Gemeinschaftsgefühl und „eins greift ins andere wie bei einer Räuberleiter.“
Eine hochspannende Geschichte, die einen den Atem anhalten lässt, ein atemloses Hangeln von Seite zu Seite in Furcht und Panik gleich einem freien Fall, eine mitreißende Handlung in fesselndem Schreibstil mit authentischen Charakteren und nicht enden wollender Hoffnung auf ein „gutes Ende“.
Ein meisterlicher, hochkarätiger Page-Turner mit Tiefgang in rasantem Tempo.
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