Vernunft und Dogma Eine Kritik der Glaubenslehre, übersetzt von L. Albert Hauff
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.06.2023
Herausgeber
Peter BürgerVerlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
216 (Printausgabe)
Dateigröße
996 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783757849146
Eine Zeitlang versucht Tolstoi, im Raum der Kirche jene Glaubensspur weiterzuverfolgen, die einen Ausweg angesichts seiner Verzweiflung an der "Sinnlosigkeit" des eigenen Lebens eröffnet. Bei der Lektüre eines weit verbreiteten Dogmenhandbuches des Moskauer Metropoliten Makaraji tritt große Ernüchterung ein: "Man denkt unwillkürlich, dass die einfachste, klarste Schlussfolgerung aus allen hervorgegangenen Streitigkeiten nur die eine sei, man solle keine Dummheiten reden, man solle vor allem nicht lehren, was niemand begreifen kann und, was noch wichtiger ist, man solle nicht darauf hin die hauptsächlichsten Grundlagen des Glaubens, die Liebe und die Nachsicht für den Nächsten, erschüttern."
Bedeutsam sind für den russischen Dichter nicht abstrakte Dispute, sondern der Schrei nach Erlösung und der Glaubenssinn der einfachen Christenmenschen: "Fragt einen Bauern, ein Weib, was die Dreifaltigkeit sei, so wird von zehn kaum einer antworten, und man kann nicht sagen, dass das von Unwissenheit herrühre. Fragt man aber, worin die Lehre Christi besteht, so antwortet jeder. Das Dogma der Dreifaltigkeit ist nicht kompliziert und nicht lang, warum also kennt es niemand? Deshalb, weil man nicht kennen kann, was keinen Sinn hat." -"Von hundert Frauen und Männern aus dem Volke verstehen nicht mehr als drei die Personen der Dreieinigkeit herzuzählen und nicht mehr als dreißig können sagen, was die Dreieinigkeit sei, verstehen aber nicht die Personen aufzuzählen und schließen Nikolai den Wundertäter und die Mutter Gottes mit ein. Der ganze Rest weiß nichts von der Dreieinigkeit."
Tolstoi-Friedensbibliothek
Reihe A, Band 2 (Signatur TFb_A002)
Herausgegeben von Peter Bürger
Editionsmitarbeit: Gottfried Orth
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