Produktbild: Ida Paulin

Ida Paulin Glaskunst made in Augsburg

1

45,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.02.2024

Abbildungen

64 schwarzweisse Abbilmit 775 FarbabbildungenFarbabb.

Herausgeber

Städtische Kunstsammlungen Augsburg + weitere

Verlag

Schnell & Steiner

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

28,8/24,6/3,8 cm

Gewicht

2640 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7954-3828-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.02.2024

Abbildungen

64 schwarzweisse Abbilmit 775 FarbabbildungenFarbabb.

Herausgeber

Verlag

Schnell & Steiner

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

28,8/24,6/3,8 cm

Gewicht

2640 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7954-3828-9

Herstelleradresse

Schnell & Steiner
Leibnizstr. 13|93055|Regensburg|DE
bestellung@schnell-und-steiner.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ida Paulin ist vor allem als…

VolkerM am 06.04.2024

Bewertungsnummer: 3008862

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ida Paulin ist vor allem als Glaskünstlerin bekannt, wobei ihr Werk insgesamt wenig erforscht ist. Neben Glas hat sie Keramik und Batiken entworfen und war auch als Malerin tätig. Sie gehört zu einer ab 1900 stetig anwachsenden Gruppe von künstlerisch aktiven Frauen, die mit ihrer Profession den Lebensunterhalt verdienten und sich auch unternehmerisch sehr erfolgreich am Markt etablierten. Ihr ist derzeit eine Ausstellung an der Kunstsammlung Augsburg gewidmet, zu der der vorliegende Katalog erschienen ist. Die Vielschichtigkeit von Ida Paulins Glasarbeiten ist bisher kaum untersucht worden, was sicher auch daran liegt, dass sie sich stilistisch kaum zuordnen lässt. Sie entwickelte ihre Dekore mit atemberaubender Geschwindigkeit, wobei sie durchaus aktuelle Zeitströmungen aufnahm und insbesondere vor dem 1. Weltkrieg sehr fortschrittliche Strömungen adaptierte. Einschränkend muss man allerdings feststellen, dass sie zwar eine sehr solide künstlerische Ausbildung besaß, das Glashandwerk aber autodidaktisch erlernte. Das erklärt ihr sicheres grafisches Gespür, bei vergleichsweise unpräziser handwerklicher Umsetzung. Anders als die zeitgleichen Produkte z. B. aus einigen Glashütten in Böhmen, waren Ida Paulins Gläser keine Luxus- und Zierobjekte, sondern als Gebrauchsglas konzipiert. Auch preislich blieben die Stücke aus eigener Produktion für eine breite Masse erschwinglich, was sicher eine Erklärung dafür ist, dass sie die Weltwirtschaftskrise, im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern, relativ unbeschadet überstand. Als Gebrauchswaren mit begrenzter Haltbarkeit sind Paulins Gläser auch vergleichsweise selten überliefert. In der Ausstellung sind vor allem Stücke aus Privatsammlungen, insbesondere der Familie Paulin zu sehen. Neben der Eigenproduktion in Glas hat Ida Paulin ganz sicher auch grafische Entwürfe für Porzellanmanufakturen geliefert, aber deren Umfang bleibt, trotz eines sehr interessanten Beitrags zum Thema im Katalog, bisher unvollständig erforscht. Die Autoren würdigen Ida Paulin als selbstbewusste und gut vernetzte Künstlerin, die schon früh damit begann, Messen und Ausstellungen als Werbemaßnahme zu nutzen. Zwar ist das Paulinsche Firmenarchiv 1944 bedauerlicherweise bei einem Bombenangriff untergegangen, aber aus Sekundärquellen und privaten Unterlagen lassen sich die wesentlichen Entwicklungsschritte nachvollziehen. Aufgrund der Motivvielfalt sind auch die zeitgenössischen künstlerischen Einflüsse gut erkennbar, wobei sich zeigt, dass Ida Paulin immer nah am Puls der Zeit blieb und den Markt stets im Blick behielt. Ein Textbeitrag untersucht auch Paulins politische Einstellung während der Nazizeit, ohne allerdings ein klares Bild zu liefern. Ihr Mann hegte Sympathien für das Regime, wenn es ihm opportun erschien, und Paulin schuf selber Entwürfe und Produkte im zeittypischen Stil, wahrscheinlich auch für offizielle Auftraggeber, eine aktive Rolle haben beide aber ganz sicher nicht gespielt. Der Katalogteil mit über 300 Positionen aus den Kategorien Glas, Porzellan, Batik und Grafik gibt einen ausgezeichneten Überblick über die Vielfalt der künstlerischen Produktion, zeigt aber auch die handwerklichen Defizite, die der Autodidaktin immer anhafteten. Das eindrucksvolle Stück auf dem Titelbild ist da eher eine Ausnahme. Ida Paulins besondere Lebensleistung besteht vor allem darin, dass sie in schwierigen Zeiten ein Unternehmen aufbaute, das nicht wenig Erfolg hatte und dass sie bis ins hohe Alter künstlerisch produktiv blieb. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

Ida Paulin ist vor allem als…

VolkerM am 06.04.2024
Bewertungsnummer: 3008862
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ida Paulin ist vor allem als Glaskünstlerin bekannt, wobei ihr Werk insgesamt wenig erforscht ist. Neben Glas hat sie Keramik und Batiken entworfen und war auch als Malerin tätig. Sie gehört zu einer ab 1900 stetig anwachsenden Gruppe von künstlerisch aktiven Frauen, die mit ihrer Profession den Lebensunterhalt verdienten und sich auch unternehmerisch sehr erfolgreich am Markt etablierten. Ihr ist derzeit eine Ausstellung an der Kunstsammlung Augsburg gewidmet, zu der der vorliegende Katalog erschienen ist. Die Vielschichtigkeit von Ida Paulins Glasarbeiten ist bisher kaum untersucht worden, was sicher auch daran liegt, dass sie sich stilistisch kaum zuordnen lässt. Sie entwickelte ihre Dekore mit atemberaubender Geschwindigkeit, wobei sie durchaus aktuelle Zeitströmungen aufnahm und insbesondere vor dem 1. Weltkrieg sehr fortschrittliche Strömungen adaptierte. Einschränkend muss man allerdings feststellen, dass sie zwar eine sehr solide künstlerische Ausbildung besaß, das Glashandwerk aber autodidaktisch erlernte. Das erklärt ihr sicheres grafisches Gespür, bei vergleichsweise unpräziser handwerklicher Umsetzung. Anders als die zeitgleichen Produkte z. B. aus einigen Glashütten in Böhmen, waren Ida Paulins Gläser keine Luxus- und Zierobjekte, sondern als Gebrauchsglas konzipiert. Auch preislich blieben die Stücke aus eigener Produktion für eine breite Masse erschwinglich, was sicher eine Erklärung dafür ist, dass sie die Weltwirtschaftskrise, im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern, relativ unbeschadet überstand. Als Gebrauchswaren mit begrenzter Haltbarkeit sind Paulins Gläser auch vergleichsweise selten überliefert. In der Ausstellung sind vor allem Stücke aus Privatsammlungen, insbesondere der Familie Paulin zu sehen. Neben der Eigenproduktion in Glas hat Ida Paulin ganz sicher auch grafische Entwürfe für Porzellanmanufakturen geliefert, aber deren Umfang bleibt, trotz eines sehr interessanten Beitrags zum Thema im Katalog, bisher unvollständig erforscht. Die Autoren würdigen Ida Paulin als selbstbewusste und gut vernetzte Künstlerin, die schon früh damit begann, Messen und Ausstellungen als Werbemaßnahme zu nutzen. Zwar ist das Paulinsche Firmenarchiv 1944 bedauerlicherweise bei einem Bombenangriff untergegangen, aber aus Sekundärquellen und privaten Unterlagen lassen sich die wesentlichen Entwicklungsschritte nachvollziehen. Aufgrund der Motivvielfalt sind auch die zeitgenössischen künstlerischen Einflüsse gut erkennbar, wobei sich zeigt, dass Ida Paulin immer nah am Puls der Zeit blieb und den Markt stets im Blick behielt. Ein Textbeitrag untersucht auch Paulins politische Einstellung während der Nazizeit, ohne allerdings ein klares Bild zu liefern. Ihr Mann hegte Sympathien für das Regime, wenn es ihm opportun erschien, und Paulin schuf selber Entwürfe und Produkte im zeittypischen Stil, wahrscheinlich auch für offizielle Auftraggeber, eine aktive Rolle haben beide aber ganz sicher nicht gespielt. Der Katalogteil mit über 300 Positionen aus den Kategorien Glas, Porzellan, Batik und Grafik gibt einen ausgezeichneten Überblick über die Vielfalt der künstlerischen Produktion, zeigt aber auch die handwerklichen Defizite, die der Autodidaktin immer anhafteten. Das eindrucksvolle Stück auf dem Titelbild ist da eher eine Ausnahme. Ida Paulins besondere Lebensleistung besteht vor allem darin, dass sie in schwierigen Zeiten ein Unternehmen aufbaute, das nicht wenig Erfolg hatte und dass sie bis ins hohe Alter künstlerisch produktiv blieb. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

Kundinnen und Kunden meinen

Ida Paulin

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Ida Paulin
  • https://download.schnell-und-steiner.de/ihv/9783795438289_inhaltsverzeichnis.pdf