Das politische Konstrukt des römischen Klientelkönigtums. Am Beispiel von Herodes dem Großen
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Produktdetails
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Erscheinungsdatum
12.09.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
57 (Printausgabe)
Dateigröße
733 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346938473
Die moderne Forschung hat sich diese Metapher zu eigen gemacht, um das von Ungleichheit und Abhängigkeit geprägte Verhältnis zwischen den Klientelkönigen auf der einen und Rom auf der anderen Seite zu beschreiben. Zeitlich beschränkt sich die vorliegende Arbeit auf die späte Republik und das frühe Prinzipat, die Zeitspanne also, in die auch Herodes' Herrschaft fällt. In dieser von Umwälzungen und Unsicherheiten geprägten Periode befand sich das politische Konstrukt des Klientelkönigtums in einer Art Hochphase. Spätestens ab der Herrschaft der Flavierdynastie (69-96 n. Chr.) befand sich das Klientelkönigtum auf dem absteigenden Ast und verlor nach und nach seine Relevanz, indem direkte Herrschaft indirekte Herrschaftsformen ersetzte.
Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf den Osten des Römischen Reiches, da das politische Konstrukt des römischen Klientelkönigtums hier seine Anwendung fand. Herodes' Reich lag im Spannungsfeld zwischen Hellenismus, Romanisierung und Judentum. Im Osten hatte man mit dem Partherreich eine Weltmacht als direkten Nachbarn. Knapp 40 Jahre lang regierte Herodes sein Reich zwar nicht geräuschlos, aber dafür umso effizienter. Was Herodes von anderen Klientelkönigen unterscheidet, ist die gute Quellenlage zu seiner Person und seiner Regentschaft. Dies ist in allererster Linie dem jüdisch-römischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus, der in seinen beiden Hauptwerken "Der Jüdische Krieg" und "Jüdische Altertümer" ausführlich über ihn berichtet. Die Klientelkönige sollen durchaus als eigenständig handelnde Herrscher, mit einem begrenzten Spielraum betrachtet werden. Diesen Spielraum galt es in sich wandelnden Zeiten und dem aufkommenden Prinzipat auszuloten, was einigen Klientelkönigen besser gelang als anderen, aber alle vor Herausforderungen stellte.
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