Produktbild: Betrunkenes Betragen

Betrunkenes Betragen Eine ethnologische Weltreise. Wiederentdeckt und übersetzt von Jakob Hein

2

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Herausgeber

Jakob Hein

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,2 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Eisblau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Drunken Comportment. A Social Explanation

Übersetzt von

Jakob Hein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-303-8

Beschreibung

Rezension

Schmissig geschrieben und die wohl originellste anthropologische Studie, die je erstellt worden ist. Marc Reichwein Welt am Sonntag 20240211

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Herausgeber

Jakob Hein

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,2 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Eisblau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Drunken Comportment. A Social Explanation

Übersetzt von

Jakob Hein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-303-8

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Schluss mit dem Vorurteil

TontoM aus Luxemburg am 18.01.2025

Bewertungsnummer: 2389175

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schluss mit dem Vorurteil Bereits Ende der 60’er Jahre haben die amerikanischen Anthropologen McAndrew/Edgerton in ihrem Buch mit dem Vorurteil aufgeräumt, Alkohol enthemme. Der Schriftsteller und Psychiater Jakob Hein hat das Buch jetzt übersetzt - spannend lesbar und behutsam an unsere Lebenswelt angepasst. Alkohol beeinflusst unsere Reaktionszeit und beeinträchtigt unsere Feinmotorik. Wie wir uns unter dem Einfluss von Alkohol betragen, hängt jedoch davon ab, wie wir sozialisiert werden. Sorgfältig recherchiert belegen MacAndrew/Edgerton an einer Vielzahl von Beispielen indigener Völker: Das gemeinsame Trinken von Alkohol ist fester Teil von Ritualen. Das Betragen in diesem Kontext entspricht dem Anlass, für den feste Regeln gelten. Es gilt eine Begrenzungsklausel. Alkohol als Substanz und seine Wirkung auf den Menschen ändern sich nicht, jedoch verändern sich historisch die Umstände seines Konsums und damit auch das Betragen. Die Autoren belegen das mit Beispielen aus Tahiti, als bei frühen Kontakten mit Europäern um 1770 Alkohol abgelehnt wurde. Um 1800 wird von maßloser Trunksucht und Gewalttätigkeit berichtet. Schließlich wird Mitte des 20. Jhdt. weiterhin viel getrunken, aber gewaltfrei. Ein anderes Beispiel aus Südafrika berichtet vom rituellen Trinken in Dorfgemeinschaften, dem das „freie Trinken“ in Form des Feierabendbieres in der Stadt mit Aggressionen und Gewaltbereitschaft gegenübergestellt wird. Ein umfangreicher Teil des Buches beschreibt den Alkoholgenuss bei den Indianern Nordamerikas. In seinem Nachwort ordnet Andreas Heinz, Leiter der Psychiatrischen Klinik der Charité, die Untersuchungen und das kritische Unterfangen von MacAndrew/Edgerton ein, aber auch ihr Schwelgen in Beispielen und dem Blick des weißen Kolonisators darauf. Danke an Jakob Hein, dass er dieses wichtige Buch wiederentdeckt und uns erschlossen hat.

Schluss mit dem Vorurteil

TontoM aus Luxemburg am 18.01.2025
Bewertungsnummer: 2389175
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schluss mit dem Vorurteil Bereits Ende der 60’er Jahre haben die amerikanischen Anthropologen McAndrew/Edgerton in ihrem Buch mit dem Vorurteil aufgeräumt, Alkohol enthemme. Der Schriftsteller und Psychiater Jakob Hein hat das Buch jetzt übersetzt - spannend lesbar und behutsam an unsere Lebenswelt angepasst. Alkohol beeinflusst unsere Reaktionszeit und beeinträchtigt unsere Feinmotorik. Wie wir uns unter dem Einfluss von Alkohol betragen, hängt jedoch davon ab, wie wir sozialisiert werden. Sorgfältig recherchiert belegen MacAndrew/Edgerton an einer Vielzahl von Beispielen indigener Völker: Das gemeinsame Trinken von Alkohol ist fester Teil von Ritualen. Das Betragen in diesem Kontext entspricht dem Anlass, für den feste Regeln gelten. Es gilt eine Begrenzungsklausel. Alkohol als Substanz und seine Wirkung auf den Menschen ändern sich nicht, jedoch verändern sich historisch die Umstände seines Konsums und damit auch das Betragen. Die Autoren belegen das mit Beispielen aus Tahiti, als bei frühen Kontakten mit Europäern um 1770 Alkohol abgelehnt wurde. Um 1800 wird von maßloser Trunksucht und Gewalttätigkeit berichtet. Schließlich wird Mitte des 20. Jhdt. weiterhin viel getrunken, aber gewaltfrei. Ein anderes Beispiel aus Südafrika berichtet vom rituellen Trinken in Dorfgemeinschaften, dem das „freie Trinken“ in Form des Feierabendbieres in der Stadt mit Aggressionen und Gewaltbereitschaft gegenübergestellt wird. Ein umfangreicher Teil des Buches beschreibt den Alkoholgenuss bei den Indianern Nordamerikas. In seinem Nachwort ordnet Andreas Heinz, Leiter der Psychiatrischen Klinik der Charité, die Untersuchungen und das kritische Unterfangen von MacAndrew/Edgerton ein, aber auch ihr Schwelgen in Beispielen und dem Blick des weißen Kolonisators darauf. Danke an Jakob Hein, dass er dieses wichtige Buch wiederentdeckt und uns erschlossen hat.

Eindrücklich, real, authentisch

Jürg K. am 16.02.2024

Bewertungsnummer: 2132347

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Den wer ist in seinem Leben nicht schon einmal betrunken gewesen. Jeder Mensch glaubt zu wissen, dass Alkohol enthemmt. Ist das so, oder steckt noch mehr dahinter? Viele wollen nur für ein paar Stunden alles vergessen. Manchmal gelingt dies doch in vielen Fällen eher nicht. Auf der Tanzfläche kommt man sich näher, oder es wird hässlich. In diesem Buch liest man sehr ausführlich und ohne etwas zu beschönigen, was Alkohol mit den Menschen macht. Ethnologen MacAndrew und Edgerton zeigen ausführlich auf, wie sich Menschen verhalten. Die Menschen verhalten sich auf der Welt sehr unterschiedlich, wie man liest. Die einen sind aggressiv, friedlich, schweigsam oder, redselig, sangeslustig oder gewalttätig. Die Facetten sind weitreichen. In diesem Buch liest man so einige schöne, aber auch unschöne Geschichten was der Alkohol anrichten kann. Es ist ein Buch, welches nach meiner Meinung einige Leute lesen sollten. Ich empfehle es gerne weiter.

Eindrücklich, real, authentisch

Jürg K. am 16.02.2024
Bewertungsnummer: 2132347
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Den wer ist in seinem Leben nicht schon einmal betrunken gewesen. Jeder Mensch glaubt zu wissen, dass Alkohol enthemmt. Ist das so, oder steckt noch mehr dahinter? Viele wollen nur für ein paar Stunden alles vergessen. Manchmal gelingt dies doch in vielen Fällen eher nicht. Auf der Tanzfläche kommt man sich näher, oder es wird hässlich. In diesem Buch liest man sehr ausführlich und ohne etwas zu beschönigen, was Alkohol mit den Menschen macht. Ethnologen MacAndrew und Edgerton zeigen ausführlich auf, wie sich Menschen verhalten. Die Menschen verhalten sich auf der Welt sehr unterschiedlich, wie man liest. Die einen sind aggressiv, friedlich, schweigsam oder, redselig, sangeslustig oder gewalttätig. Die Facetten sind weitreichen. In diesem Buch liest man so einige schöne, aber auch unschöne Geschichten was der Alkohol anrichten kann. Es ist ein Buch, welches nach meiner Meinung einige Leute lesen sollten. Ich empfehle es gerne weiter.

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Betrunkenes Betragen

von Craig MacAndrew, Robert B. Edgerton

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