Die „Timeslip novels“ von Ms Collins sind alle in etwa nach demselben groben Schema aufgebaut: wir haben einmal eine Heldin imhier und jetzt, in diesem Falle Hanna, und eine Heldin aus längst vergangenen Zeiten, in diesem Falle die als junges Mädchen von den Römern versklavte Iceni-Kriegerin Brea, und zwischen beiden Frauen besteht eine spezielle, magisch anmutende Verbindung. Die Protagonistin aus der Vergangenheit hat immer noch einige Dinge abzuschließen, bevor sie zur Ruhe kommen kann, und die Heldin aus der Neuzeit muss ihr dabei auf irgendeine Art helfen. Also das Rad neu erfinden tut die Autorin nur bedingt, aber fas macht nichts, heraus kommen immer wieder neue mitreißende Geschichten, und die Vergangenheit gibt schließlich genug Stoff her, sodass sich die Romane eben doch nie gleichen.
„The Daughter of the Fens“ ist für mich sogar das bislang spannendste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. The Daughter, die Tochter, ist im Titel im Singular, aber im Prinzip sind sowohl Hanna als auch Brea Töchter der Moore Norfolks. Denn hier spielt die Geschichte: Brea wuchs vor 2000 Jahren im von Rom besetzten Britannien auf, und wurde mit 13 Jahren bei einem Überfall auf ihre Sippe versklavt. Diesen Überfall erlebt Hanna im hier und heute in ihren Träumen immer wieder: seit sie ebenfalls mit 13 Jahren einen Unfall hatte, spukt ihr Brea im Kopf herum. Immer wieder hat sie in ihren Träumen eine Verbindung zu ihr; und besonders echt sind diese Träume, seit sie wieder in Norfolk lebt.
Als Leser sind wir abwechselnd bei Brea, die in einem römischen Haushalt aufwächst im heutigen Colchester, und bei Hanna, die nach mehreren Jahren im Ausland nun wieder in England ist, und vorübergehend bei ihrer Mutter und ihrem neuen Stiefvater einzieht. Wir begleiten beide Frauen, wie sie ihr Leben sortieren und n die Hand nehmen, sich verlieben und in die Zukunft sehen. Und immer wieder kommt die Vergangenheit mit der Gegenwart in Berührung….
Ich mochte beide Protagonistinnen sehr, und habe mit beiden mitgefiebert. Die Autorin schreibt so lebendig, dass man immer mitten im Geschehen drin ist.
Ich war besonders immer mit Brea live dabei: das war ein richtig cooler Erzählstrang. Von den Iceni aus der Eisenzeit und ihrer Kriegerkönigin Boudicca habe ich schon mal vage was gehört, aber hier wird einem dieser Teil der britisch-römischen Geschichte nähergebracht. Die Iceni waren nämlich ziemlich modern mit ihrer Auffassung von Gleichberechtigung: hier haben die Frauen auch zum Schwert gegriffen und gekämpft, und das fand ich super interessant. Dieser Aspekt wurde auch öfters herausgehoben, hat mir gefallen .
Also: faszinierende Settings, tolle Charaktere, und fesselnd erzählt – hier hat für mich wieder einmal alles gestimmt. Es ging um die ganz großen Gefühle, um die großen Werte im Leben. Liebe, Freiheit, Freundschaft, Familie. An dem, was uns so wichtig ist, hat sich in den letzten
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.