Produktbild: Die vulnerable Gesellschaft
Band 4608

Die vulnerable Gesellschaft Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit

Aus der Reihe Beck Paperback
4

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26917

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,5/12,5/1,7 cm

Gewicht

221 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81461-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26917

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,5/12,5/1,7 cm

Gewicht

221 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81461-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Eine ehrliche und erhellende Analyse unserer Gesellschaft

Klaus Effing aus Köln am 03.01.2026

Bewertungsnummer: 2690659

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung für die Freiheit" analysiert Frauke Rostalski – Professorin für Strafrecht an der Universität Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrates – auf rund 180 Seiten ein zentrales Phänomen unserer Gegenwart: den gesellschaftlichen Umgang mit Verletzlichkeit. Rostalski beschreibt, wie „Diskursvulnerabilität“ zunehmend den öffentlichen und politischen Raum prägt. Gemeint ist eine Haltung, die den Schutz vor möglichen Kränkungen, Risiken und Belastungen immer stärker in den Vordergrund stellt. Was zunächst empathisch und fürsorglich wirkt, führt nach ihrer Analyse langfristig zu problematischen Folgen. Denn je mehr Verantwortung an staatliche Instanzen delegiert wird, desto weniger trauen sich Individuen und gesellschaftliche Gruppen selbst zu, mit Konflikten, Unsicherheiten und Zumutungen umzugehen. Besonders überzeugend ist dabei Rostalskis Argument, dass eine überbetonte Schutzlogik nicht stärkt, sondern schwächt: Freiheit setzt Verantwortung, Urteilskraft und die Fähigkeit zur Auseinandersetzung voraus. Werden diese Kompetenzen systematisch ausgelagert, drohen Orientierungslosigkeit und eine schleichende Erosion gesellschaftlicher Resilienz. Treffend hat der ZEIT-Journalist Peter Neumann diesen Prozess als eine Form der „Selbstverzwergung“ beschrieben – ein Begriff, der das zentrale Problem dieser Entwicklung sehr anschaulich auf den Punkt bringt. Das Buch ist klar strukturiert, gut verständlich geschrieben und kommt ohne alarmistische Zuspitzungen aus. Auch Leser:innen ohne juristischen Hintergrund können den Gedankengängen gut folgen. Die vulnerable Gesellschaft ist ein kluger, streitbarer und hochaktueller Beitrag zur Debatte um Freiheit, Verantwortung und den Zustand unserer demokratischen Kultur.

Eine ehrliche und erhellende Analyse unserer Gesellschaft

Klaus Effing aus Köln am 03.01.2026
Bewertungsnummer: 2690659
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung für die Freiheit" analysiert Frauke Rostalski – Professorin für Strafrecht an der Universität Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrates – auf rund 180 Seiten ein zentrales Phänomen unserer Gegenwart: den gesellschaftlichen Umgang mit Verletzlichkeit. Rostalski beschreibt, wie „Diskursvulnerabilität“ zunehmend den öffentlichen und politischen Raum prägt. Gemeint ist eine Haltung, die den Schutz vor möglichen Kränkungen, Risiken und Belastungen immer stärker in den Vordergrund stellt. Was zunächst empathisch und fürsorglich wirkt, führt nach ihrer Analyse langfristig zu problematischen Folgen. Denn je mehr Verantwortung an staatliche Instanzen delegiert wird, desto weniger trauen sich Individuen und gesellschaftliche Gruppen selbst zu, mit Konflikten, Unsicherheiten und Zumutungen umzugehen. Besonders überzeugend ist dabei Rostalskis Argument, dass eine überbetonte Schutzlogik nicht stärkt, sondern schwächt: Freiheit setzt Verantwortung, Urteilskraft und die Fähigkeit zur Auseinandersetzung voraus. Werden diese Kompetenzen systematisch ausgelagert, drohen Orientierungslosigkeit und eine schleichende Erosion gesellschaftlicher Resilienz. Treffend hat der ZEIT-Journalist Peter Neumann diesen Prozess als eine Form der „Selbstverzwergung“ beschrieben – ein Begriff, der das zentrale Problem dieser Entwicklung sehr anschaulich auf den Punkt bringt. Das Buch ist klar strukturiert, gut verständlich geschrieben und kommt ohne alarmistische Zuspitzungen aus. Auch Leser:innen ohne juristischen Hintergrund können den Gedankengängen gut folgen. Die vulnerable Gesellschaft ist ein kluger, streitbarer und hochaktueller Beitrag zur Debatte um Freiheit, Verantwortung und den Zustand unserer demokratischen Kultur.

Sehr gut

Bewertung am 08.09.2025

Bewertungsnummer: 2590252

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so begeistert hat. Unabhängig von der eigenen Meinung in diversen Streitpunkten bleibt die Erkenntnis, dass wenn der Staat uns vor allem schützt, er auch unser aller Freiheit einschränkt. Das geht gerne vor lauter gut gemeinter Einzelmaßnahmen verloren, dass wir am Ende keine demokratische Gesellschaft mehr sind, weil wir nicht mehr miteinander diskutieren können.

Sehr gut

Bewertung am 08.09.2025
Bewertungsnummer: 2590252
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so begeistert hat. Unabhängig von der eigenen Meinung in diversen Streitpunkten bleibt die Erkenntnis, dass wenn der Staat uns vor allem schützt, er auch unser aller Freiheit einschränkt. Das geht gerne vor lauter gut gemeinter Einzelmaßnahmen verloren, dass wir am Ende keine demokratische Gesellschaft mehr sind, weil wir nicht mehr miteinander diskutieren können.

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Die vulnerable Gesellschaft

von Frauke Rostalski

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Jan Eikenbusch

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4/5

Analyse der Frage, inwieweit die...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Analyse der Frage, inwieweit die Kategorie Verletzlichkeit Einzug in deutsche Rechtsprechung gehalten hat. Was bedeutet eine vulnerable Gesellschaft? Nüchterne Untersuchung, mit Erinnerung daran, den freien Diskurs als Kern der Demokratie hochzuhalten!
  • Jan Eikenbusch
  • Buchhändler/-in

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4/5

Analyse der Frage, inwieweit die...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Analyse der Frage, inwieweit die Kategorie Verletzlichkeit Einzug in deutsche Rechtsprechung gehalten hat. Was bedeutet eine vulnerable Gesellschaft? Nüchterne Untersuchung, mit Erinnerung daran, den freien Diskurs als Kern der Demokratie hochzuhalten!

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Die vulnerable Gesellschaft

von Frauke Rostalski

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  • Produktbild: Die vulnerable Gesellschaft
  • Einleitung

    1. Kennzeichen einer vulnerablen Gesellschaft
    Vulnerabilität und Resilienz
    Die Ausweitung der Risikozone

    2. Der Staat der vulnerablen Gesellschaft
    Staat und Freiheit: Eine kleine Geschichte der Souveränität
    Wovor man sich mehr zu fürchten hat: Der vorsorgende Staat oder die Freiheit zum Konflikt
    Staatliche Risikovorsorge in der vulnerablen Gesellschaft

    3. Das Recht auf dem Weg in die vulnerable Gesellschaft
    Die neue Verletzlichkeit der Ehre
    Der logische Dreischritt der Vulnerabilität: Ausdehnungen des Strafrechts zum Schutz der sexuellen Selbstbestimmung
    Die rechtliche Regulierung der Suizidassistenz
    Das Selbstbestimmungsrecht und die neue Vulnerabilität der schwangeren Frau
    Pandemiepolitik der vulnerablen Gesellschaft

    4. Diskursvulnerabilität
    Was Diskursvulnerabilität ist und was aus ihr folgt
    Debattenkulturen in Zeiten von Diskursvulnerabilität
    Freiheitsverluste infolge von Diskursvulnerabilität

    5. Vulnerabilität und Freiheit

    Schluss

    Danksagung
    Anmerkungen
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