Produktbild: Goethe und die Juden

Goethe und die Juden Faszination und Feindschaft

1

29,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2024

Abbildungen

mit 20 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

351

Maße (L/B/H)

21,7/14,1/3,1 cm

Gewicht

610 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81494-5

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2024

Abbildungen

mit 20 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

351

Maße (L/B/H)

21,7/14,1/3,1 cm

Gewicht

610 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81494-5

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    19.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Verhältnis Johann…

    Das Verhältnis Johann Wolfgang von Goethes zu den Juden war von Komplexität und Widersprüchen geprägt. Der britische Germanist W. Daniel greift in seinem Buch ein Thema auf, das besonders heikel ist: In seinem Vorwort gesteht er, dass er lange Zeit einen weiten Bogen um dieses Thema gemacht hat. Nun hat Wilson Goethes persönliche Begegnungen mit Juden und seine literarischen Darstellungen von ihnen näher beleuchtet. Einerseits sprach und schrieb Goethe durchaus positiv über seine Haltung zu Juden. Auch sein Dienstherr in Weimar, Herzog Carl August, war den Juden gegenüber aufgeschlossen. Da wollte Goethe nicht nachstehen. Andererseits hatte er Vorurteile, die sich nach der Französischen Revolution vergrößerten. Bei dem Verhältnis, das sehr vielschichtig und oft ambivalent war, spielt Goethes Funktion als Staatsmann und sein politischer Einfluss eine wesentliche Rolle. Wilson macht es sich mit seinem Urteil nicht leicht, er unterscheidet genau zwischen historischen und modernen Formen der Judenfeindschaft, denn Goethes Verhältnis zu den Juden kann nicht losgelöst von den historischen und kulturellen Kontexten seiner Zeit betrachtet werden. Goethe war keine singuläre Persönlichkeit, sondern tief verwurzelt in der historisierten religiösen Kultur seiner Epoche. Goethes „Feindschaft“ lagen aber nie rassistische Motive zugrunde. Fazit: Wilson hat alle Werke des Dichterfürsten durchkämmt sowie seine Beziehungen zu seinen jüdischen Zeitgenossen detektivisch geprüft und liefert eine Antwort in seiner umfassenden Darstellung.

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  • Vorwort

    1. Einleitung
    Ein heikles Thema
    ‹Antisemitismus› und Judenfeindschaft
    Die Emanzipation und ihre Gegner

    2. Zwischen Faszination und Abscheu
    Selbstzeugnisse als Öffentlichkeitsarbeit
    Assimilation und Häme: Jüdische Sprache und Aussprache
    Vorurteile und Gefühle
    Schwierige Toleranz
    Anwalt der Juden?
    Das Jahrmarktsfest der Zweideutigkeit
    Ambivalenz

    3. Juden in Weimar
    Der Geheimrat
    Goethe als Kunde und Spender
    Goethes Erfahrungen mit Juden in Sachsen-Weimar
    «die niedrigste Klaße meiner Nation»: Ein Appell an Goethe

    4. Judenemanzipation: Das Frankfurter Ghetto 1796–1817
    Die gescheiterte Emanzipation in Frankfurt
    Humanitätssalbader
    «Juden und Judengenossen»

    5. Rückschläge der Emanzipation in der postnapoleonischen Ära
    Goethe und ein «löbliches» Aufenthaltsverbot
    Der Dichter und der Brandstifter
    Die Kritiker
    «dulden wir keinen Juden unter uns»: Wanderjahre der Erlesenen
    Mordgeschichten
    Mischehen
    Juden als Rasse?

    6. Gebildete, Konvertierte, Satirisierte
    Gebildete Juden
    Karlsbad: «Brunnenfreiheit»?
    Die Konvertiten
    Späte Begegnungen: Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller
    Juden auf der Bühne
    Der Theaterdirektor

    7. Fazit

    Anhang
    Siglen
    Anmerkungen
    Bibliographie
    Bildnachweis
    Personenregister
    Register der Werke Goethes