Produktbild: Der Aschenmensch von Buchenwald

Der Aschenmensch von Buchenwald Roman

3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Picus

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/1,9 cm

Gewicht

331 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2145-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Picus

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/1,9 cm

Gewicht

331 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2145-7

EU-Ansprechpartner

Alexander Potyka
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7
1080 Wien
AT
info@picus.at

Herstelleradresse

Picus Verlag
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7
1080 Wien
AT
E-Mail-Adresse: info@picus.at

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    10.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geniale Aufarbeitung gegen das Vergessen

    Ein Dachdecker fand 1997 bei Renovierungsarbeiten der Gedenkstätte Buchenwald 701 Urnen, gefüllt mit der Asche von unbekannten Häftlingen des ehemaligen Konzentrationslagers. Nachdem Weimar 1999 Kulturhauptstadt Europas werden sollte, bereitete sich die ganze Umgebung darauf vor, und dieser Fund wirkte befremdlich bei den Verantwortlichen. Die Ratlosigkeit, was damit zu tun sei, war groß. Es wurde schließlich beschlossen, die Asche in einem Gemeinschaftsgrab beizusetzen, unter der Leitung von Würdenträgern von vier großen Religionen Der Autor, geboren 1929, war selbst Inhaftierter in Buchenwald, und hat aus diesen schrecklichen Erfahrungen einen eindrücklichen Roman erschaffen, der viele der Schrecken der Shoa zur Sprache bringt. Aus der zusammengeworfenen Asche formte sich ein Wesen, einer ätherischen Wolke gleich, kaum sichtbar für Menschenaugen, dennoch als Beklemmung wahrnehmbar (denn auch die Vögel verstummten), die fortan über dem ehemaligen KZ, und jetzt Gedenkstätte, schwebte. Es entstand der Aschenmensch, mit ihm erwachten alle seine 701 Seelen. Sie unterhielten sich untereinander, erzählten von ihren Leben. Und vor allem von ihrem Sterben und den Grausamkeiten im KZ. Sie suchten untereinander nach Gemeinsamkeiten, kamen aber sehr rasch zum Schluss, dass dies kaum möglich war. Ihr einziger Nenner sind und waren die Gräuel der Naziherrschaft. Ivanji blickt zurück, sucht während des Schreibens seinerseits für Erklärungen, und lässt diesen fiktiven Aschemenschen stellvertretend denken und sprechen, und präsentiert der Leserschaft die grausamen Tatsachen. Er macht dies ohne Hass und Verurteilungen, bindet auch die Rolle des Ettersberg und der nahegelegenen Stadt Weimar (samt ihrem Goethe) ein, und schafft somit ein eindrückliches literarisches Mahnmal gegen das Vergessen. Gerne gebe ich hier eine absolute Leseempfehlung – das Buch kann ich wirklich nur jedem ans Herzen legen. Auch wenn manche Inhalte nichts für empfindliche Mägen sind, das Buch, zum ersten Mal 1999 veröffentlicht und jetzt neu aufgelegt ist, ist aktueller denn je.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    10.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geniale Aufarbeitung gegen…

    Geniale Aufarbeitung gegen das Vergessen Ein Dachdecker fand 1997 bei Renovierungsarbeiten der Gedenkstätte Buchenwald 701 Urnen, gefüllt mit der Asche von unbekannten Häftlingen des ehemaligen Konzentrationslagers. Nachdem Weimar 1999 Kulturhauptstadt Europas werden sollte, bereitete sich die ganze Umgebung darauf vor, und dieser Fund wirkte befremdlich bei den Verantwortlichen. Die Ratlosigkeit, was damit zu tun sei, war groß. Es wurde schließlich beschlossen, die Asche in einem Gemeinschaftsgrab beizusetzen, unter der Leitung von Würdenträgern von vier großen Religionen Der Autor, geboren 1929, war selbst Inhaftierter in Buchenwald, und hat aus diesen schrecklichen Erfahrungen einen eindrücklichen Roman erschaffen, der viele der Schrecken der Shoa zur Sprache bringt. Aus der zusammengeworfenen Asche formte sich ein Wesen, einer ätherischen Wolke gleich, kaum sichtbar für Menschenaugen, dennoch als Beklemmung wahrnehmbar (denn auch die Vögel verstummten), die fortan über dem ehemaligen KZ, und jetzt Gedenkstätte, schwebte. Es entstand der Aschenmensch, mit ihm erwachten alle seine 701 Seelen. Sie unterhielten sich untereinander, erzählten von ihren Leben. Und vor allem von ihrem Sterben und den Grausamkeiten im KZ. Sie suchten untereinander nach Gemeinsamkeiten, kamen aber sehr rasch zum Schluss, dass dies kaum möglich war. Ihr einziger Nenner sind und waren die Gräuel der Naziherrschaft. Ivanji blickt zurück, sucht während des Schreibens seinerseits für Erklärungen, und lässt diesen fiktiven Aschemenschen stellvertretend denken und sprechen, und präsentiert der Leserschaft die grausamen Tatsachen. Er macht dies ohne Hass und Verurteilungen, bindet auch die Rolle des Ettersberg und der nahegelegenen Stadt Weimar (samt ihrem Goethe) ein, und schafft somit ein eindrückliches literarisches Mahnmal gegen das Vergessen. Gerne gebe ich hier eine absolute Leseempfehlung – das Buch kann ich wirklich nur jedem ans Herzen legen. Auch wenn manche Inhalte nichts für empfindliche Mägen sind, das Buch, zum ersten Mal 1999 veröffentlicht und jetzt neu aufgelegt ist, ist aktueller denn je.

  • Bewertung

    aus Buchen

    5/5

    25.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Fund der Urnen

    Der 1929 geborene Ivan Ivanji ist Zeitzeuge. 1944 war er in Buchenwald, überlebte und hat viele Romane geschrieben. Der Aschenmensch ist ein Roman, der 1999 bereits erschienen war und jetzt wiederveröffentlicht wurde. 1997 wurden über 700 Urnen mit der Asche ermordeter Menschen gefunden. Ivanji lässt sie als Stimmen auferstehen, die ihre Geschichten erzählen. Man erfährt viel über das Leben in Buchenwald, aber insbesondere über das Sterben. Zwischendurch lässt Ivanji auch Menschen unserer Zeit zu Worte kommen, z.B. der Dachdecker, der die Urnen fand oder Schüler, die die Gedenkstätte besuchen. Einiges an leichtfertigen Reden ist unter ihnen, auch Unkenntnis. Die Erinnerung, wie es wirklich war, können nur die vermitteln, die da waren. Aus der Asche der Urnen entsteht ein Aschenmensch. Das Kollektiv der Erinnerungen. Ivan Ivanjis literarische Leichtigkeit beim Umgang mit dem Stoff ist bewundernswert.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Der Aschenmensch von Buchenwald