Der elfjährige Evered und seine zwei Jahre jüngere Schwester Ada wachsen unter kargen Bedingungen auf. Sie sind die Kinder von Fischern, die allein inmitten der kanadischen Wildnis leben.
Als ihre Eltern sterben, sind die Geschwister auf sich allein gestellt, sie wissen nur das von der Welt, was sie von Mutter und Vater gelernt haben. Also führen sie deren hartes Leben nach Kräften weiter. Bis die Loyalität der Geschwister auf die Probe gestellt wird und sie für ihre Zukunft kämpfen müssen.
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Ein Buch, das nachhallt
Astrid Wergen am 19.09.2020
Bewertungsnummer: 1378889
Bewertet: eBook (ePUB)
Mitten in der kanadischen Wildnis lebt ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern Evered und Ada. Geprägt von Wechsel der Jahreszeiten, passt sich die Familie der Natur an. Was sie nicht selbst an Nahrung fangen oder anpflanzen können, wird einmal im Jahr gegen gefangen Fisch eingetauscht. Ansonsten ist das Leben autark und fern von anderer Zivilisation.
Als beide Elternteile innerhalb kurzer Zeit sterben, sind die beiden Geschwister auf sich allein gestellt. Mit dem kläglichen Wissen, dass ihre Eltern ihnen vermittelt haben, bzw. mit dem, was sie aufgeschnappt haben, müssen sie Tag für Tag ums Überleben kämpfen. Zwar wäre es ein Einfaches, mit dem Versorgungsschiff in das nächstgelegene Dorf zu kommen, um dort zur Schule zu gehen, oder eine eigene Familie zu gründen. Doch das lehnen die Geschwister ab. Erst als Ada schwanger ist, ändert sich die Situation grundlegend.
Dieses Buch hat mich durchaus fasziniert. Wie schafft es eine Familie, die einerseits Schulden abbezahlen muss, gleichermaßen mit dem nötigsten, was die Natur bietet, das eigene Überleben zu sichern und zusätzlich die Schulden abzubezahlen? Es ist ein Weg, der sehr start mit der Natur verknüpft ist. Die Gezeiten ändern sich, jede Jahreszeit bietet Vor- und Nachteile, und kann ganz besondere Schätze freilegen. Für manchen Schatz bedarf es viel Mut, über das Eis zu gehen, um ein gestrandetes Schiff zu plündern.
So schwebt über dieser Geschichte immer wieder die Frage, ob dieser Lebensweg der richtige ist. Denn die Einsamkeit ist ein gewichtiger Faktor, der nicht ausser acht zu lassen ist. Zwar freuen sich die Geschwister über den Besuch verschiedener Seefahrer, und doch ist ihnen klar, dass dies auch den Frieden in der Bucht zerstören kann.
Beide Geschwister müssen aufgrund ihres Wissensstandes ihre eigenen Erfahrungen machen. Bis zum eigenen Tod konnten die Eltern trotz des einfachen Lebens ein gewisses Maß an behütetem Schutz aufrecht erhalten. Und doch hat es die Geschwister in Gefahr gebracht: der Winter ist streng, und wer nicht weiß, wie damit umzugehen, stößt schnell an die Grenzen der Witterung.
Aber beide Geschwister gehen ihren eigenen Weg, arbeiten mal mehr, mal weniger gut zusammen. Es sind die Erfahrungen, die sie trotz der eigenen Gefühle und Widerstände teilen müssen. Grenzen müssen überwunden werden, neue Wege entdeckt, und Gewohnheiten geändert werden.
„Die Unschuldigen“ ist ein düsteres Buch, aber auch ein Buch, das nachdenklich stimmt. Zwischendurch habe ich mich schon gefragt, ob man so naiv sein kann, dass man manche Situationen nicht so kombinieren kann, dass man gewisse Zusammenhänge nicht erkennt. Und doch musste ich mich genauso fragen, ob es mir in der im Buch beschriebenen Situation so viel anders gegangen wäre?
Das Cover spiegelt die Stimmung im Buch übrigens sehr gut wieder. Es gefällt mir sehr gut.
Es ist eins dieser Bücher, die man zur Seite legt, wenn sie fertig sind, und noch lange nachwirken.
Empfehlenswerte Geschichte
J. Kaiser am 09.09.2020
Bewertungsnummer: 1374943
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Evered und seine Schwester Ada wachsen in einer Bucht auf. Als ihre Eltern sterben, sind sie beide auf sich gestellt. Da sie bereits unter diesen Bedingungen aufgewachsen sind, kommen sie einigermassen zurecht. Doch es sind Kinder, die da ums Überleben kämpfen müssen. Bald müssen die beiden um ihre Zukunft bangen. Sieben Jahre wurden die beiden Geschwister in dieser unbarmherzigen Natur begleitet. Die verschiedenen Jahreszeiten bestimmen den Lebensrhythmus. Es beginnt mit den Robben im Frühling. Dan mit dem Laichen der Kapelans im Sommer. Das Holzschlagen und Beerensammeln im Herbst. Nur im Winter ruht die Arbeit ein wenig. Das Buch basiert auf einem alten Zeitungsartikel. Der Geistliche fand einen Bruder und seine schwangere Schwester in einer einsamen Bucht. Das Buch ist einfach nur fantastisch geschrieben. Man kann es nicht einfach weglegen. Das Schicksal beschäftigt sehr.
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