Produktbild: Abrechnung in Sagres

Abrechnung in Sagres

11

5,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.11.2023

Verlag

Kulturmaschinen Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1819 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783967632613

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.11.2023

Verlag

Kulturmaschinen Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1819 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783967632613

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  • Jakob Krajewsky

    aus Hamburg

    4/5

    15.06.2025

    eBook (ePUB)

    Reiseroman und aufrüttelnder Politkrimi

    Es erinnert hier ein wenig beim Lesen an den Duktus englischer Reiseromane, oder Maigretkrimis des Belgiers Georges Simenon. Doch dieses Narrativ spielt in Portugal und wurde auf Deutsch aus weiblicher Sicht geschrieben. Die Autorin beschreibt als Ich-Erzählerin die Geschichte einer deutschen verheirateten Anwältin, die in einer Erbschaftsangelegenheit für ihre Klienten nach Sagres reist. Sie bleibt dort eine gewisse Zeit, um sich um ein geerbtes Grundstück samt Haus zu kümmern, das noch bewohnt ist. Das Anwesen und die Leute dort erscheinen ziemlich verwahrlost. Gida, so die portugiesische Koseform von Margarete, taucht über ihre Vermieterin und zwei Freunde aus der Studienzeit langsam ein in die iberischen Lebenswelten – in die Armut und die herbe Schönheit der Landschaft – ja, sie gerät förmlich in die unerzählte(n) Geschichte(n) ihres Domizils auf Zeit hinein. Es ist eine Vergangenheit, die nicht vergehen will und auf die Ära von vor der Nelkenrevolution von 1974 zurückgeht. Plötzlich geschieht ein Mord an einem ominösen und ewig gestrigen Deutschen, der in seinem Auto haust und des Nachts an einer Landzunge getötet wird. Was aber steckt dahinter? Wer waren die Täter und Hintermänner? Welche verborgenen Wahrheiten lauern in der Historie des Ortes Sagres, in dunklen Kellern und dem kollektiven Bewusstsein der Menschen dort? Welche persönlichen Verbindungen gibt es da heute zu entdecken? Zusammen mit dem Kommissar Rui Gonçalo vor Ort ermittelt die scharf kombinierende Gida plötzlich unfreiwillig in einem Mordfall, während sie zugleich das Haus für ihre Auftraggeber durch attraktive finanzielle Angebote von den lästigen Mietern freikriegen will. Auch Gida wird bedroht, eine Katze stirbt und es geschieht schließlich ein weiterer Mord. Alles scheint hier mit allem verbunden und die Vergangenheit der Salazarzeit samt der Obristenjunta taucht aus dem Untergrund wieder auf. Die Protagonistin bekocht sich selbst mit Fischsuppe oder wird auch mal eingeladen. Wein und Bier und lukullische Genüsse aus dem Reiche Neptuns im Lokalkolorit von Gastronomie, verlassenen Industriebrachen an den Küsten der Südspitze Portugals um Sagres, Lagos und Faro, spielen hier eine große Rolle. Es ist ein Gesellschaftsporträt mit wunderschönen Reisebeschreibungen, eine mega-spannend erzählte Geschichte mit romantischen Episoden, dem Wechsel der Geschlechter eines glücklosen alten Sängers in der Jugend und abgetauchten, faschistischen Großgrundbesitzern, die anhand von Fotos eines Chronisten und durch Erzählungen von ehemaligen Dienstmädchen aus dem Nebel der Geschichte auftauchen, lebendig werden. Somit legt der Text aus der Zeit vor der Jahrtausendwende, um 1999 spielt der Plot, alte Strukturen und verborgene Seilschaften offen. „Je weiter die Touristensaison ihrem Ende zuging, desto mehr verdrängte der alte Ort den neuen. Während viele der modernen Restaurants und Bars eine geisterhafte Erscheinung annahmen, schien die Vergangenheit an Vitalität zu gewinnen. Personen, Gebäude, Plätze, die den Sommer hindurch unsichtbar gewesen waren, kehrten an die Oberfläche zurück. Wie ein versunkenes Reich, dachte ich, und schüttete in meinen Gedanken Zucker in den Kaffee, obwohl ich das nicht mochte. Ich wollte ihn nur versinken sehen. Dabei kam mir ein Gedanke. Ich ließ die halbvolle Tasse stehen und machte mich eilig auf den Weg zum Haus meiner Klienten.“ (S. 109) Dieser stimmig konzipierte Reisekrimi kommt eben auch engagiert daher und warnt mit leiser, eindringlicher Stimme, wie ein Menetekel, vor der Renaissance des Schrecklichen in den Gesellschaften eines post- bzw. präfaschistischen Europa. Wie sagte Hannah Arendt einst: „Alles ist politisch!“ Hinter der Fassade des morbiden und scheinbar harmlosen Touristenortes liegt das Grauen. Der Bodensatz ist noch vorhanden – dort, hierzulande und anderswo in Europa und der Welt. Aktuell, packend, und erschreckend nah! Droht uns die Rückverwandlung – man denke an Ionescos ‚Rhinocéros‘ ! Wie viele werden es noch, die zu Nashörnern werden? Nicht auszudenken das und dieser Politthriller ist nicht nur für Fans der Algarve ein absolutes Must have!

  • Kate

    4/5

    04.09.2024

    eBook (ePUB)

    Krimi mit historischem Bezug

    Im Herbst 1999 reist die deutsche Anwältin Gida in das ruhige Sagres im Südwesten Portugals, um eine Erbschaft zu regeln. Doch als eines Morgens ein anderer Deutscher tot am Kap gefunden wird, erwacht ihr kriminalistischer Spürsinn. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine mächtige Familie und eine Mauer des Schweigens, die bis in die Zeit der Salazar-Diktatur zurückreicht. "Abrechnung in Sagres" von Christine Sterly-Paulsen ist ein Kriminalroman, der in der idyllischen Küstenstadt Sagres in Portugal spielt. Die Geschichte dreht sich um einen Mordfall, der die kleine Gemeinde erschüttert und tief verborgene Geheimnisse ans Licht bringt. Die Protagonistin, wird in einen komplexen Fall verwickelt, der sie nicht nur beruflich, sondern auch persönlich herausfordert. Die Ermittlungen führen sie durch ein Netz aus Intrigen, Eifersucht und Verrat, während sie versucht, die Wahrheit hinter dem Verbrechen aufzudecken. Dabei werden die Spannungen innerhalb der Gemeinschaft deutlich und es wird klar, dass hinter der malerischen Fassade der Stadt dunkle Abgründe lauern. Mit Spannung und Wendungen gelingt es, die Leser bis zum Schluss zu fesseln. Die Autorin versteht es, die malerische Küstenstadt Sagres als Schauplatz in Szene zu setzen. Die Atmosphäre und die detaillierten Beschreibungen lassen einen in die Handlung eintauchen. Die Handlung ist gut konstruiert und hält überraschende Wendungen bereit. Die Auflösung des Falls ist ebenso überraschend wie befriedigend. Auch die Themen, die der Roman behandelt – wie Schuld, Verrat und die dunklen Seiten menschlicher Beziehungen – sind tiefgründig. Gut recherchierte Hintergrundinformationen über die Salazar-Zeit runden die Geschichte ab. Leider war für mich der Schreibstil und manche Dialoge nicht ganz so rund. Ab und zu machten beide auf mich eher einen abgehackten Eindruck.

  • Streiflicht

    2/5

    12.01.2024

    eBook (ePUB)

    Nicht mein Fall Auf dieses…

    Nicht mein Fall Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil ich Krimis mag und Portugal auch. Die Kurzbeschreibung hatte mich neugierig gemacht. Leider wurde ich von Anfang an nicht warm mit dem Buch bzw. den Figuren. Allen voran die Hauptfigur. Gida war mir leider einfach nicht sympathisch. Ich konnte ihr Handeln und Denken nicht verstehen oder nachvollziehen. Wenn das so ist, macht natürlich auch die Lektüre nicht so richtig Spaß. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen weiß ich, dass viele die Geschichte mochten, mich hat sie leider nicht erreicht. Ich mochte die Erzählweise auch nicht so richtig, fand, dass es so kalt wirkt. Schade, aber nicht mein Fall.

  • Bewertung

    5/5

    04.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Portugal-Krimi bei dem die Spuren in die Vergangenheit führen

    Wir sind im Herbst 1999 in Sagres, ein im Südwesten Portugals gelegenes Örtchen. Eine deutsche Anwältin Gida ist vor Ort, um eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln. Doch eines Morgens wird ein anderer Deutscher auf dem Kap gefunden - tot. Gida wird in den Mordfall hineingezogen, weil Sie Deutsche ist. Ausserdem hat Sie einen guten Draht zum Ermittler, Rui Goncalo. Dieser lässt Sie gerne an den folgenden Ermittlungen teilhaben. Da ich ihr beruflicher Fall hinzieht, sieht sich Gida im Ort um und stösst auf eine große Villa auf riesigem Grundstück. Ihre natürliche Neugier lässt ihr keine Ruhe und so stößt Sie auf die Spuren einer mächtigen Familie. Gida erkennt, es geht um die Begleichung einer alten Rechnung, deren Wurzeln in der Zeit der Salazar-Diktatur liegen. Im Ort allerdings begegnet man ihr vorwiegend mit Schweigen, es gibt jedoch viele Gerüchte. Welche davon sind wahr? Mir hat die Darstellung der unterschiedlichen Familienverhältnisse gefallen. Sie Menschen im Ort kann man sich bildlich vorstellen. Und man erhält einen guten Einblick in das Leben in einem kleinen portugiesischen Dorf. Erstaunlich, wie sich manches Leben nach dem Ende der Diktatur entwickelt hat. Der portugiesische Ermittler allerdings arbeitet gut mit Gida zusammen. Beide tauschen sich wiederholt aus. Letzendlich bringt Sie sich in Gefahr und benötigt den Schutz von Rui, der nicht mehr von ihrer Seite weicht. Nach einigen überraschenden Wendungen, kann der Fall geklärt werden. Ein sehr lesenswertes Buch in dem wir die Menschen, die Landschaft und die Vergangenheit Portugals kennen lernen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und daher kann ich es nur empfehlen.

  • Stefan

    aus Lohmar

    5/5

    16.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Krimi mit geschichtlichem Hintergrund Portugals

    Die Protagonistin des Buches ist eine deutsche Anwältin, welche in Sagres die Mieter eines Hauses zum Auszug wegen Eigenbedarf der neuen Eigentümer bewegen soll. Ein deutscher Senior, welcher mit einem Wohnmobil auf einer Klippe ein paar Tage verbringt, wird eines Morgens ermordet aufgefunden. Und da startet die Geschichte in die portugiesische Geschichte, um Faschismus, Standesdünkel, geschwängerte Dienstmädchen und einiges mehr. Die Protagonistin wird so weit wie n die Geschichte verstrickt, dass nur der Schutz durch einen örtlichen Polizisten ihre Sicherheit erhält. Verschiedene, gut beschriebene Charaktere, schön beschriebene Orte und eine Story, welche sich langsam aufbaut. Ein schöner, ruhiger Schreibstil, welcher mir sehr gut gefallen hat. Und ich habe viel über die jüngere portugiesische Geschichte erfahren.

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