Die Entwicklung von Todeskonzepten bei Kindern. Einflussfaktoren und pädagogische Konsequenzen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.11.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
35 (Printausgabe)
Dateigröße
586 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346976895
Der Tod eines Haustieres, ein totes Tier am Straßenrand, die permanente Darstellung des Todes in den Medien oder der Tod eines Familienmitgliedes beschäftigt Kinder und gehört zu ihren grundlegenden Bedürfnissen die Welt zu verstehen. Der Tod stellt uns viele Fragen und gehört zu den großen Geheimnissen, denn bis heute ist es keiner Wissenschaft gelungen, dieses Geheimnis zu lüften. Dennoch hat jede Religion eine feste Vorstellung davon, was den Menschen nach dem Erdenleben erwartet und was mit der Seele geschieht, wenn unser Körper gestorben ist. Vielleicht ist eben diese Ungewissheit der Grund, warum Erwachsene mit Gesprächen über Sterben und Tod überfordert sind und ihnen deshalb allzu gern ausweichen. Auch ihre eigenen Ängste und Fantasien spielen dabei sicherlich eine Rolle, vor allem aber die Tatsache, dass sie auf die von Kindern gestellten Fragen keine befriedigenden Antworten haben. "Dafür bist du noch zu klein. Das erklären wir dir, wenn du größer bist." ist eine der gängigen Formeln, mit denen Erwachsene sich Fragen zu Sterben und Tod gern entziehen, was jedoch Unsicherheit, Angst, falsche Vorstellungen und das Gefühl der Ausgeschlossenheit bei Kindern hervorrufen kann. Sterben und Tod sind aus dem alltäglichen Leben weitestgehend verbannt. Zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung sterben Menschen nur noch selten. Das Sterbegeschehen, so Stephanie Witt-Loers, wird ausgelagert in Altenheime, Krankenhäuser oder Pflegeinstitutionen. Traditionelle Bräuche wie die Aufbahrung oder die Totenwache sind verloren gegangen. "Der Tod ist zu einem gesellschaftlichen Tabu geworden, das durch die hohe Lebenserwartung, die hohen Ansprüche an Gesundheit und Medizin und durch das in den Medien dargestellte und idealisierte Menschenbild nur verstärkt wird."
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