Tabus und Tabubrüche als Symptome gesellschaftlicher Verhältnisse
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- eBook
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Sprache:Deutsch
74,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.02.2025
Abbildungen
VI, mit 10 Abbildungen in Farbe., farbige Illustrationen
Herausgeber
Kristin Kuck + weitereVerlag
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbHSeitenzahl
203
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,2 cm
Gewicht
281 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-658-43883-8
Der Sammelband behandelt aus den Perspektiven der Kultur- und Gesellschaftswissenschaften das Phänomen Tabu und seine vielseitigen Ausprägungen schwerpunktmäßig in der zeitgenössischen europäischen Gesellschaft. Zwar entstammt das Konzept selbst den polynesischen Gesellschaften, die durch Seefahrer im 18. Jahrhundert entdeckt wurden, aber durch Missionsbewegungen in der Ferne, Romantisierungen in der Heimat und die europäische Aufklärung entwickelte sich ein ganz eigenes Tabukonzept in Europa, das bis heute starke sozial ordnende Effekte hat. Tabus legen fest, was von Mitgliedern einer Gruppe an Gedanken, Handlungen, Gefühlen und Themen zugelassen wird und was nicht, und gleichzeitig sind Tabubehauptungen und Tabubrüche auch Thematisierungsstrategien. Der Band folgt daher der These, dass Tabugrenzen nicht nur stetig ausgehandelt werden, sondern auch als soziale Konstrukte gesellschaftliche Verhältnisse wiederspiegeln. Enttabuisierungsbestrebungen, beispielsweise in Bezug auf psychische Krankheiten oder auf die Kommunikation von Gewalterfahrungen werden heutzutage oft mit Hochwertkonzepten wie Selbstbestimmung, Diversität und Gleichberechtigung legitimiert. Gleichzeitig verschärfen sich auch Tabugrenzen, wenn es z. B. um die Stigmatisierung von Diskriminierung geht. Veränderungen in den Tabugrenzen sind also nicht zufällig, sondern Ausdruck von gesellschaftlichen Verhältnissen und Entwicklungen. Die Beiträge werfen aus den verschiedenen Perspektiven verschiedener kultur- und gesellschaftswissenschaftlicher Fächer Schlaglichter auf Forschungen, die mit Tabus umgehen und umgehen müssen. Sie geben so einen Einblick in aktuelle Aushandlungen zwischen dem Tabuisierten und dem Nicht-(Mehr)-Tabuisierten.
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