Homosexualität in der modernen arabischen Literatur. "Imarat Ya¿qubiyan" von Ala al-Aswani
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.01.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
679 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346991157
Gemäß westlich-europäischer Wahrnehmung war Homosexualität in der arabischislamischen Welt schon immer ein weitverbreitetes Phänomen. Ob in der homoerotischen Dichtung von Abu Nuwas, oder in europäischen Reiseberichten. Es scheint als wäre die damalige islamische Gesellschaft eine sehr liberale Gesellschaft gewesen, was den Umgang mit Homosexualität betraf. Prominente Dichter schrieben über ihre leidenschaftlichen Gefühle für Jünglinge (mu¿akkarat). Dagegen reagierte man in europäischen Reiseberichten mit Empörung auf derartige Literatur. So beschreibt Rifäa al-¿ah¿awi zum Beispiel, dass bei der Übersetzung von arabischen Gedichten ins Französische, die angesprochene männliche Person (ghulam) durch eine Frau (ghulamah) ersetzt wurde. Man kann also sagen, dass vor dem neunzehnten Jahrhundert in der arabisch-islamischen Welt eine weitverbreitete Toleranz existierte, während im mittelalterlichen Europa ein eher homophobes Kulturklima herrschte.
Doch muss man Vorsicht walten lassen was den Begriff "Homosexualität" in der arabisch-islamischen Welt angeht. Laut Khaled Rouayheb gab es das Konzept "Homosexualität" vor dem 19. Jahrhundert im Mittleren Osten nicht. Der Begriff wurde durch den Schriftsteller Karl Maria Kertbeny um 1860 geprägt und das englische Äquivalent "homosexuality" wurde erst circa zwanzig Jahre später definiert. Auch Joseph Massad stimmt mit Rouayheb überein, wenn es darum geht unser heutiges westlich-europäisches Verständnis von Homosexualität mit dem in der arabisch-islamischen Welt zu vergleichen. Beide sind der Ansicht, dass das Motiv "Homosexualität" eine moderne Projektion der westlichen Orientalistik ist.
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