Naturwissenschaften und Dichtung bei Goethe. Eine Untersuchung des Experimentalparadigmas im Roman "Die Wahlverwandtschaften"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.01.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
590 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346999900
Goethe gilt als einer der letzten Universalgelehrten, der bestrebt war, Dichtung und Naturforschung in seinem Schaffen zu verbinden. Dies ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass sich im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert ein tiefgreifender Paradigmenwechsel vollzog, in dessen Folge sich die seit der Antike bestehende Einheit von Naturwissenschaft und Dichtung allmählich auflöste. Diese Trennung festige sich im Laufe des 19. Jahrhunderts und mündete in dem bis heute bestehenden Dualismus von Natur- und Geisteswissenschaften.
Die Relation von Literatur und Wissenschaft rückte Mitte des 20. Jahrhunderts ins Interesse der Forschung und ist seitdem Gegenstand verschiedenster kultur- wissenschaftlicher sowie wissenschaftshistorischer Forschungsrichtungen.
Das Forschungsinteresse galt dabei auch immer wieder Goethes Roman "Die Wahlverwandtschaften", der "wie kein anderer Text auf der Grenze zwischen wissenschaftlichen und poetischen Argumentationsfeldern steht".
Da "Die Wahlverwandtschaften" ein breites Spektrum zeitgenössischer Naturwissenschaft verhandeln, ist es erforderlich, sich auf einen Aspekt zu beschränken. Das Experiment eignet sich, wie gezeigt werden wird, dafür in besonderem Maße, weil es als tertium comparationis von Wissenschaft und Literatur sowohl deren Einheit als auch Differenz offenlegt.
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