Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe: Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie. Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen - und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder...
Mila versucht ihre Vergangenheit in Slowenien und Tschechin zu vergessen und startet mit einem Stipendium in Deutschland ihr vorletztes Schuljahr zum Abitur. Hier findet sie eine Freundin in Jasmin und sogar der begehteste Junge an der Schule Tristan ist in sie verliebt. Aber als Lucas auftaucht gerät ihr Glück ins Wanken, denn Tristan wird eifersüchtig und als jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht, kommt ein Teil ihres Geheimnisses heraus, das alles zerstört oder ist es ein Start wirklich neu anzufangen?
Die Geschichte startet ein Jahr nach der Ankunft von Mila in Deutschland. Und hier erfahren wir, dass Tristan einen Unfall hatte. Diese „Zukunfts-Sequenzen“ von Tristan tauchen im Buch immer wieder auf, aber an sich folgen wir Mila und Lucas und so bekommt man ein rundes Bild der Ereignisse aus drei Perspektiven.
Mila ist sehr verschüchtert wegen ihrer bisherigen Erlebnisse, aber sie ist nicht schwach. Sie ist sogar sehr stark, aber auch von ihrer „mythischen“ Erziehung sehr beeinflusst. Tristan ist der attraktive Junge aus reichem Hause, dem alle zu Füßen liegen und das nutzt er dann doch auch aus. Lucas ist die tragische Figur in dieser Geschichte, getrieben von Trauer und Wut, hat er sein Leben Stück für Stück versaut und hofft nun auf einen Neustart, aber der Vergangenheit kann man nicht entfliehen. Alle drei und auch die Nebenfiguren sind sehr gut gezeichnet und ihres Alters entsprechend.
Und ich würde so gern tiefer in die Charaktere eingehen, aber das geht nicht, ohne noch mehr zu spoilern. Aber es geht um tote, drogenabhängigen, abwesenden Eltern, Verluste, Gewalt, Intrigen, Manipulationen und eine Menge kranke Ereignisse, tödliche Unfälle, Mord und Vorurteile.
Das ist das erste Buch, dass ich von der Autorin lese und daher weiß ich nicht, ob alle ihre Bücher so sind, aber was ich ehrlich gesagt sehr beeindruckend fand, war der emotionslose Schreibstil, der passte unglaublich gut zur Geschichte, eher ein Protokoll der Ereignisse und dabei so spannend, ich hab fast die ganze Nacht durchgelesen, 4 Stunden geschlafen und die letzten Kapitel verschlungen. Was ich auch sehr gut fand, war der Umgang mit Milas Glaube, was es alles etwas düsterer gemacht, als ohnehin schon und natürlich die Geschichten um die Raben. Geniales Buch.
Wer mehr über „toxische Beziehung“ lesen möchte, sollte „Mit dir falle ich“ von Inka Lindberg oder „Fang jetzt bloß nicht an zu lieben“ von Mhairi McFarlane lesen, aber wie es hier ist, gehe ich nicht weiter darauf ein, aber ich warne vor und wenn deine Beziehung so ähnlich verläuft, wenn auch nur teilweise – bitte wende dich an jemanden.
Bewertung
5/5
26.10.2017
Buch (Taschenbuch)
"Manche Dinge, die vergehen nicht....
"Manche Dinge, die vergehen nicht. Im Gegenteil, sie werden immer schlimmer."
Ein spannender und mystischer Jugendthriller mit einem Hauch Romantik.
I. Schneider
aus Mannheim
5/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Ein Jugendroman ganz im Stile...
Ein Jugendroman ganz im Stile von Antje Babendererde: mystisch, geheimnisvoll, romantisch, interessant und spannend. Die Geschichte der jungen Mila, die für ihr Glück kämpft!
Bewertung
5/5
04.09.2016
Buch (Taschenbuch)
Mila stammt aus einer Sinti-Familie...
Mila stammt aus einer Sinti-Familie und darf als Gastschülerin auf ein deutsches Gymnasium gehen. Dort verliebt sie sich in den geheimnisvollen Tristan, doch kann sie ihm trauen?
Mrs.Moriarty
Thalia Book Circle Community
4/5
09.08.2016
eBook (ePUB)
Gut geschrieben aber Isegrim war besser
Nach dem ich von ihrem Roman “Isegrim” sehr begeistert war, habe ich mich auf “Der Kuss des Raben” gefreut. . Schon bei Isegrim mochte ich die Handlung auch deshalb, weil Wölfe darin eine wichtige Rolle bekommen haben. Mich hat daher, die Verbindung des Raben mit der Geschichte am meisten interessiert.
Doch zunächst hatte ich ein paar Anlaufschwierigkeiten. Der Roman beginnt mit einer Art Kurzrevue und spult im Schnelldurchlauf, die Geschichte um Mila und Tristan ab. Das hat mir nicht besonders gefallen, zu Mal ich die Beziehung zu diesem Zeitpunkt, dann auch nicht besonders glaubwürdig fand. Das ist vielleicht auch beabsichtigt, aber an dieser Stelle gefiel es mir jedenfalls nicht. Für mich wäre es stimmiger gewesen, wenn die Beziehung eben schon dagewesen wäre, da die eigentliche Handlung, für mein Empfinden, so oder so später einsetzt.
Mila wird als etwas naiv, aber mit düsterer Vergangenheit beschrieben. Ich gebe zu, das ich sie nicht immer glaubwürdig fand. Sie war manchmal doch sehr leichtgläubig. Vermutlich soll damit deutlich werden, das sie endlich mal wieder jemandem vertrauen will - mit aller kraft. Ich fand das zum Teil etwas ermüdend.
Andererseits waren gerade ihre Gefühle gegenüber Tristan durchaus Teenagertypisch. Gerade auch, weil sie ihm alles glaubt, egal was er zu ihr sagt. Tristan bleibt dabei eher blass, obwohl er so wichtig für die Handlung ist. Gerade im Hinblick auf Lucas, von dem ich gerne etwas mehr gelesen hätte. Ich fand es aber gelungen, das man ihn und auch Mila kennenlernt. Aber auf Tristan bezogen fand ich, das genau hier alles dafür gesorgt hat, das mir schnell klar wurde, in welche Richtung es mit ihm weitergehen könnte. Er ist natürlich der geheimnisvolle, düstere Charakter. Auf den ersten Blick auch der interessantere, aber je mehr man über Lucas liest, desto vielschichtiger wird er. Mir gefiel, das die Autorin aus ihm keinen strahlenden Ritter gemacht hat. Er darf ein echter Mensch bleiben. Daher wurde er schnell zu meiner Lieblingsfigur.
Ich gebe zu, das Milas Geschichte mich eher wenig interessiert hat. Auch wenn ich die Thematik um sie herum an sich wichtig finde. Hier hat mich einfach viel mehr angesprochen, wie Lucas sich mit seinem bisherigen Leben auseinander setzt.
Hi und da fand ich es auch etwas über-konstruiert. So hat mal wieder jede Figur eine dramatische Vergangenheit. Dafür hat die Stimmung des Romans wirklich wunderbar gepasst. Antje Babendererde kann einfach so schreiben, das man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Vor allem wie Lucas und Tristan mit einander verbunden sind und was die Raben damit zu tun haben, das war für mich richtig gut beschrieben. Immerhin waren ja die Raben der Grund für meine Neugier auf den Roman. Wenn mich das also nicht überzeugt hätte… Das allein, ohne die zusätzliche Geschichte um Mila hätte für mich tatsächlich schon gereicht. Im Vergleich zu Isegrim, dem ich die volle Punktzahl ebe, fällt “Der Kuss des Raben” für mich deutlich ab. Deshalb von mir nur eine eher mittlere Bewertung.
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4/5
07.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein wirklich tolles und sehr intensives...
Ein wirklich tolles und sehr intensives Jugendbuch! Antje Babendererde weiß wie man den Leser fast 500 Seiten in einem Zug durchlesen lässt. Wirklich gut!
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4/5
06.06.2018
Buch (Taschenbuch)
In dieser Lovestory müssen erst...
In dieser Lovestory müssen erst einige Hürden und Vorurteile überwunden werden. Wie meist bei Büchern von Antje Babendererde, erfährt man auch einiges über fremde Kulturen.
Mila kommt als Austauschschülerin nach Moorstein. Sie verheimlicht ihre Herkunft, weil sie weiß, dass viele damit ein Problem haben werden. Und so kommt es auch. Steht ihre große Liebe zu ihr? Und wer ist Lucas, der eigentlich Ludwig heißt? Ein sehr nervenaufreibenden Roman über Vorurteile und Liebe.
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