Produktbild: Furchen und Dellen

Furchen und Dellen

16

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2024

Verlag

GOYA

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

21,2/13,5/2,2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4813-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2024

Verlag

GOYA

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

21,2/13,5/2,2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4813-4

Herstelleradresse

Jumbo Neue Medien + Verla
Henriettenstraße 42a
20259 Hamburg
DE

Email: customer.service@edel.com

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  • Bewertung

    5/5

    10.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Tolles zweites Buch von Ela Meyer

    Mir hat schon das erste Buch von Ela Meyer ‚Es war schon immer ziemlich kalt‘ sehr gut gefallen. Und auch in diesem Buch liebe ich die Beschreibungen der Charaktere. Das Buch macht Mut und nachdenklich und wirkt noch lange nach.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    17.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefgründiger Roman. Schatten…

    Tiefgründiger Roman. Schatten der Vergangenheit, kindliche Prägungen uns Selbstbestimmung der Frau. Chris kehrt nach sechs Jahren in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Großvater liegt im Sterben. Gemeinsam mit Mutter und Bruder wacht sie am Krankenbett, ihre Vergangenheit holt sie ein. Zum einen ist es ihr Opa, der ihr Denken und Leben maßgeblich bestimmte. Er war ein frauenfeindlicher Patriarchat durch und durch. Sie wuchs mit ihrem Bruder und ihre Mutter zusammen in dem kleinen Miethäuschen auf, in welchem der Großvater über alles herrschte, und vor allem anherrschte, während ihre Mutter für den Lebensunterhalt sorgte. S.107: „Weiber waren nervig, so ließ er es durchklingen, waren zweitklassig, waren weniger wert. Er stellte sich darüber, weil er meinte, das Recht dazu zu haben, weil so das Patriarchat funktionierte.“ Zum anderen war es die WG, in der Chris dann lebte. Ihre beste Freundin Doro wollte unbedingt ein Kind, und der Plan war, dass die WG-Bewohner:Innen sich dann alle gemeinsam um das Kind kümmern sollen. Damit war Chris heillos überfordert, sie wollte das nicht, und schon gar keine Verantwortung über fremdes Leben übernehmen. Es gab Unverständnis auf beiden Seiten. Hals über Kopf zog sie aus. Nun, sechs Jahre später, kommt sie zurück, Begegnungen sind unausweichlich. Es kommt zu Annäherungen, einem ersten, heftigen Schlagaustausch zwischen ihr und Doro. Die Fronten klären sich, die Sichtweisen beider Frauen, und auch die der WG-Mitglieder, werden uns preisgegeben. Ela Meyer packt in diesen Roman sehr viele Themen hinein, die sie sehr geschickt in eine kleine Rahmenhandlung verwebt. Was ist Heimat, oder wo ist sie? Oder wie bestimmt unsere Kindheit/Vergangenheit unser weiteres Leben? Was machen frühkindliche Prägungen mit uns (sehr spannend)? Viele Fragen suchen nach Antworten. Selbstbestimmung der Frauen über ihren eigenen Körper, die Freiheiten, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Chris wollte einfach keine Kinder bekommen, und die Gesellschaft verlangt nach wie vor von den Frauen, die sich so entscheiden, eine Rechtfertigung. S.38: „Je breiter mein Becken in den Jahren meiner Pubertät wurde, desto sicherer war ich mir, niemals ein Kind hindurchpressen zu wollen […] Die ganzen Zuschreibungen, die mein Körper erfuhr, reduzierten ihn auf Funktionen, Ausscheidungen und Organe: Becken, Brüste, Gebärmutter, Eierstöcke […]“ S.192: „Ich bereue vor allem, dass es all diese unverhältnismäßigen Erwartungen an Personen mit Uterus gibt und es mir nie möglich war, mich davon unabhängig zu machen. Und ich bereue, mein Leben lang an die Zuschreibungen meines Opas geglaubt zu haben […]“ Während ihres Aufenthaltes in ihrer alten Heimat schafft es Chris so allmählich, sich von den Gespenstern der Vergangenheit zu lösen, und endgültig zu akzeptieren, dass jeder Mensch allein für sich, sein Tun, seine Wünsche, Sehnsüchte, das ganze Leben, verantwortlich ist. Auch die Passagen, wem ein Kind wohl ähnlicher sehe, all das Geschwafel der Leute über dieses Thema, das wirklich niemanden etwas angeht (und wir uns dabei wohl auch selber an der Nase nehmen müssen), fand ich sehr gut. Das ganze Buch ist eine gut durchdachte Aufarbeitung von so manchen „Mängeln“ unserer Gesellschaft, vor allem aus der Sicht einer Frau. Manchmal wünschte ich mir beim Lesen zwar, dass es weniger thematische Wiederholungen gegeben hätte, aber in Summe fügt sich alles zusammen zu einem Aufschrei, was alles so falsch läuft. Gerne gebe ich in eine Leseempfehlung , und wünsche Ela Meyer von Herzen, dass sehr viele diesen tiefgründenden Roman lesen, vor allem auch Personen mit Y-Chromosomensatz.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    17.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefgründiger Roman. Schatten der Vergangenheit, kindliche Prägungen uns Selbstbestimmung der Frau

    Chris kehrt nach sechs Jahren in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Großvater liegt im Sterben. Gemeinsam mit Mutter und Bruder wacht sie am Krankenbett, ihre Vergangenheit holt sie ein. Zum einen ist es ihr Opa, der ihr Denken und Leben maßgeblich bestimmte. Er war ein frauenfeindlicher Patriarchat durch und durch. Sie wuchs mit ihrem Bruder und ihre Mutter zusammen in dem kleinen Miethäuschen auf, in welchem der Großvater über alles herrschte, und vor allem anherrschte, während ihre Mutter für den Lebensunterhalt sorgte. S.107: „Weiber waren nervig, so ließ er es durchklingen, waren zweitklassig, waren weniger wert. Er stellte sich darüber, weil er meinte, das Recht dazu zu haben, weil so das Patriarchat funktionierte.“ Zum anderen war es die WG, in der Chris dann lebte. Ihre beste Freundin Doro wollte unbedingt ein Kind, und der Plan war, dass die WG-Bewohner:Innen sich dann alle gemeinsam um das Kind kümmern sollen. Damit war Chris heillos überfordert, sie wollte das nicht, und schon gar keine Verantwortung über fremdes Leben übernehmen. Es gab Unverständnis auf beiden Seiten. Hals über Kopf zog sie aus. Nun, sechs Jahre später, kommt sie zurück, Begegnungen sind unausweichlich. Es kommt zu Annäherungen, einem ersten, heftigen Schlagaustausch zwischen ihr und Doro. Die Fronten klären sich, die Sichtweisen beider Frauen, und auch die der WG-Mitglieder, werden uns preisgegeben. Ela Meyer packt in diesen Roman sehr viele Themen hinein, die sie sehr geschickt in eine kleine Rahmenhandlung verwebt. Was ist Heimat, oder wo ist sie? Oder wie bestimmt unsere Kindheit/Vergangenheit unser weiteres Leben? Was machen frühkindliche Prägungen mit uns (sehr spannend)? Viele Fragen suchen nach Antworten. Selbstbestimmung der Frauen über ihren eigenen Körper, die Freiheiten, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Chris wollte einfach keine Kinder bekommen, und die Gesellschaft verlangt nach wie vor von den Frauen, die sich so entscheiden, eine Rechtfertigung. S.38: „Je breiter mein Becken in den Jahren meiner Pubertät wurde, desto sicherer war ich mir, niemals ein Kind hindurchpressen zu wollen […] Die ganzen Zuschreibungen, die mein Körper erfuhr, reduzierten ihn auf Funktionen, Ausscheidungen und Organe: Becken, Brüste, Gebärmutter, Eierstöcke […]“ S.192: „Ich bereue vor allem, dass es all diese unverhältnismäßigen Erwartungen an Personen mit Uterus gibt und es mir nie möglich war, mich davon unabhängig zu machen. Und ich bereue, mein Leben lang an die Zuschreibungen meines Opas geglaubt zu haben […]“ Während ihres Aufenthaltes in ihrer alten Heimat schafft es Chris so allmählich, sich von den Gespenstern der Vergangenheit zu lösen, und endgültig zu akzeptieren, dass jeder Mensch allein für sich, sein Tun, seine Wünsche, Sehnsüchte, das ganze Leben, verantwortlich ist. Auch die Passagen, wem ein Kind wohl ähnlicher sehe, all das Geschwafel der Leute über dieses Thema, das wirklich niemanden etwas angeht (und wir uns dabei wohl auch selber an der Nase nehmen müssen), fand ich sehr gut. Das ganze Buch ist eine gut durchdachte Aufarbeitung von so manchen „Mängeln“ unserer Gesellschaft, vor allem aus der Sicht einer Frau. Manchmal wünschte ich mir beim Lesen zwar, dass es weniger thematische Wiederholungen gegeben hätte, aber in Summe fügt sich alles zusammen zu einem Aufschrei, was alles so falsch läuft. Gerne gebe ich in eine Leseempfehlung , und wünsche Ela Meyer von Herzen, dass sehr viele diesen tiefgründenden Roman lesen, vor allem auch Personen mit Y-Chromosomensatz.

  • wordfflow

    aus Hannover

    4/5

    27.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Verschiedene Bedeutungen von Familie

    “Furchen und Dellen” von Ela Meyer ist ein Roman, der sich insgesamt um viele Facetten der Thematik Familie dreht und diese gegenüberstellt, wie beispielsweise Herkunfts- und Wahlfamilie oder Familienplanung und gewollte Kinderlosigkeit. Aber auch das individuelle Erleben des Frau-Seins in einer patriarchal geprägten Gesellschaft, das Miteinander in verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen und familiäre Prägungen und Traumata werden durch die Protagonistin Chris thematisiert. Chris wird nach dem Tod ihres Großvaters mit ihrem früheren Leben konfrontiert, welches sie vor sieben Jahren hinter sich gelassen hat. Damit sie sich um die Auflösung seines Haushalts kümmern kann, kehrt sie für einige Zeit in ihr Elternhaus zurück. Gefangen zwischen den Erinnerungen an die Vergangenheit und einem hoffnungsvollen Blick, zerbrochene Verbindungen wiederherzustellen, lernt Chris, sich von ihren Wurzeln abzugrenzen und über ihre Prägungen hinauszuwachsen. Das Buch greift insgesamt viele Themen auf, die für die lesende Person möglicherweise überfordernd sein könnten, ich fand dies aber sehr authentisch. Nicht zuletzt, da ich mich auch in vielen dieser Punkte wiederfinden konnte. Die Geschichte wirkte für mich dadurch wie ein Blick auf ein reales Leben, in welchem auch verschiedene Themen aufeinanderprallen und wovon eine Person auch mal überladen sein kann. Da Chris mir als Protagonistin mit ihrer Lebensrealität und Vergangenheit häufig sehr nah war, fand ich das Buch durchaus emotional und ich musste immer wieder Pausen und Abstand vom Text nehmen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Insgesamt würde ich die Erzählweise aber eher als nüchtern, wenn auch ausführlich, bezeichnen. Der Schreibstil schwankt stellenweise zwischen poetischen Andeutungen und klaren Feststellungen, was mir sehr zugesagt und Tiefe erzeugt hat. Lediglich das Ende war mir im Gegensatz zu den feministischen Thematiken und immer wieder hochkochenden Emotionen zu harmonisch und hat mich etwas enttäuscht. Trotzdem ist “Furchen und Dellen” ein lesenswertes Werk mit vielen wichtigen Themen. Von mir eine Empfehlung.

  • wordfflow

    aus Hannover

    4/5

    27.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Verschiedene Bedeutungen von…

    Verschiedene Bedeutungen von Familie “Furchen und Dellen” von Ela Meyer ist ein Roman, der sich insgesamt um viele Facetten der Thematik Familie dreht und diese gegenüberstellt, wie beispielsweise Herkunfts- und Wahlfamilie oder Familienplanung und gewollte Kinderlosigkeit. Aber auch das individuelle Erleben des Frau-Seins in einer patriarchal geprägten Gesellschaft, das Miteinander in verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen und familiäre Prägungen und Traumata werden durch die Protagonistin Chris thematisiert. Chris wird nach dem Tod ihres Großvaters mit ihrem früheren Leben konfrontiert, welches sie vor sieben Jahren hinter sich gelassen hat. Damit sie sich um die Auflösung seines Haushalts kümmern kann, kehrt sie für einige Zeit in ihr Elternhaus zurück. Gefangen zwischen den Erinnerungen an die Vergangenheit und einem hoffnungsvollen Blick, zerbrochene Verbindungen wiederherzustellen, lernt Chris, sich von ihren Wurzeln abzugrenzen und über ihre Prägungen hinauszuwachsen. Das Buch greift insgesamt viele Themen auf, die für die lesende Person möglicherweise überfordernd sein könnten, ich fand dies aber sehr authentisch. Nicht zuletzt, da ich mich auch in vielen dieser Punkte wiederfinden konnte. Die Geschichte wirkte für mich dadurch wie ein Blick auf ein reales Leben, in welchem auch verschiedene Themen aufeinanderprallen und wovon eine Person auch mal überladen sein kann. Da Chris mir als Protagonistin mit ihrer Lebensrealität und Vergangenheit häufig sehr nah war, fand ich das Buch durchaus emotional und ich musste immer wieder Pausen und Abstand vom Text nehmen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Insgesamt würde ich die Erzählweise aber eher als nüchtern, wenn auch ausführlich, bezeichnen. Der Schreibstil schwankt stellenweise zwischen poetischen Andeutungen und klaren Feststellungen, was mir sehr zugesagt und Tiefe erzeugt hat. Lediglich das Ende war mir im Gegensatz zu den feministischen Thematiken und immer wieder hochkochenden Emotionen zu harmonisch und hat mich etwas enttäuscht. Trotzdem ist “Furchen und Dellen” ein lesenswertes Werk mit vielen wichtigen Themen. Von mir eine Empfehlung.

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