Frieda, freiberuflich arbeitende Grafikerin, wünscht sich nichts mehr als einen liebevollen Partner, doch bisher hat es nie geklappt. Nun mit Mitte fünfzig macht sich eine immer lauter werdende Sehnsucht in ihr breit. Und nur an die Macht des Schicksals zu glauben, führt zu gar nichts. Als ihre pragmatische Freundin Yvonne sich und Frieda kurzerhand bei »Herzmatch« anmeldet, bringt sie damit deren Seelenfrieden gründlich in Aufruhr. Arrangierte Dates sind Frieda ein Graus. Viel lieber würde sie die Katze aufnehmen, die seit einiger Zeit regelmäßig auf ihrem Balkon auftaucht. Friedas Versuche, den Mann fürs Leben zu finden, lösen eine Reihe komischer wie tragischer Situationen aus, die sie beinahe verzweifeln lassen. Doch Frieda ist nicht so allein, wie sie zu sein glaubt, denn es gibt jemanden, der ihr den richtigen Weg weist. »Unverblümt erzählt Tessa Korber von den verschiedenen Facetten des (Allein-)Lebens. Emotional und ehrlich.« FREUNDIN
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Frieda ist Mitte fünfzig und immer noch ledig. Sie ist Graphikerin und zeichnet gerne spontan Karikaturen. Es ist ihre Art mit dem Leben klar zu kommen. Ihre langjährige Freundin Yvonne ist geschieden und wieder auf der Suche nach einem Mann. Sie meldet sich bei einer Dating Plattform an und versucht auch Frieda dazu zu überreden. Doch Frieda tut sich schwer mit Beziehungen und stößt auch ihre Freunde vor den Kopf. Und dann ist da noch die Katze, die sie manchmal auf ihrer Terrasse sitzen sieht. In Wirklichkeit hat die Katze sie ständig unauffällig im Blick und wacht über sie. Von der Katzenphilosophie könnte Frieda noch einiges lernen. Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Handlung wird teilweise aus der Gedankenwelt der Katze geschildert und wird kursiv gedruckt gekennzeichnet. Als große Tierliebhaberin, war ich schon immer der Meinung, wir können viel von ihnen lernen. So ist es auch hier.
@ivyliestalles
aus Niedersachsen
4/5
06.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein herrliches Buch über das Leben im Großen und Ganzen
Unsere Frieda ist in ihren Fünzigern und wünscht sich einen Partner fürs Leben.
Ihre beste Freundin Yvonne möchte Friedas Glück etwas auf die Sprünge helfen und meldet sie in einer Dating App an. Aber Frieda kann sich mit dieser Art der Partnersuche nicht anfreunden.
Viel lieber würde sie die streunende Katze bei sich aufnehmen, die eines Tages auf ihrem Balkon erscheint.
Der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. Total unaufdringlich und unaufgeregt wird die Geschichte um Frieda erzählt und umfasst das Leben im Großen und Ganzen.
Eigentlich lebt unsere Frieda ganz gerne allein, aber da gibt es immer wieder diese speziellen Momente, die man einfach gerne mit jemandem teilen möchte.
Dieses Buch ist gespikt mit kleinen, liebevollen Anmerkungen.
Sie machen dieses Buch so echt, so greifbar.
Es macht die Geschichte authentisch.
Und es gibt immer wieder Passagen bei denen ich laut auflachen musste. Ein herrlich erfrischender Humor.
Dann sind da Szenen im Buch, bei denen ich schlucken musste. Die dem Buch aber noch mehr Tiefe gegeben haben.
Wir bekommen es mit den Schwierigkeiten, aber auch mit der Leichtigkeit des Lebens in diesem Buch zu tun.
Und ich habe mich auch ein kleines Stück weit in Frieda wiedergefunden.
Das Leben ist ein stetes auf und ab. Manchmal treiben wir dahin, manchmal werden wir durchgerüttelt
Die Erzählweise des Buches ist toll. Wir lesen aus Friedas Sicht, aber auch die Katze vom Balkon kommt zu Wort.
Mir hat das Lesen unheimlich viel Spaß gemacht.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen zu beobachten, die so echt sind ... in manchen Situationen muss ich sagen 'leider' echt sind.
Tessa Korber hat das Leben im Großen und Ganzen zusammen gefasst und es ist ein wunderbares Buch daraus geworden.
4,5 Sterne von mir
Lese-Abenteurerin
aus Oberösterreich
3/5
13.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beschaulicher Roman im Großen und Ganzen
Meine Meinung
Die Autorin Tessa Korber erzählt in ihrem Roman „Das Leben im Großen und Ganzen“ eine teilweise berührende, teilweise melancholische Geschichte über eine alleinstehende Frau.
Frieda, die Hauptdarstellerin des Buches, ist mit Mitte fünfzig Single und erlebt sehr intensiv die Höhen und Tiefen des Alleinseins. Sie ist eher der introvertierte Typ und das ganze Gegenteil ihrer besten Freundin Yvonne, die ebenfalls Single ist und diesen Zustand mittels einer Dating-App zu ändern versucht. Gut gemeint, meldet sie auch Frieda zu dieser App an. Doch Frieda will etwas anderes als flüchtige Bekanntschaften im Netz. In ihrem Inneren sehnt sie sich augenscheinlich nach Verbundenheit und Beständigkeit.
Die Autorin beschreibt, meiner Ansicht nach, mit viel Tiefgang Friedas Gefühlswelt und gibt einen Einblick in ein Leben als Alleinstehende, das nicht unbedingt selbst so auserkoren wurde. Die Sprache ist leicht zu lesen und ein gewisser Spannungsbogen hielt mich bei der Stange, auch wenn mir das Buch streckenweise ein wenig zu melancholisch war. Diese Melancholie war aber vom Grundtenor her stimmig mit der Figur der Frieda, die sich schnell entmutigen lässt und ein wenig larmoyant herüberkommt. Ich persönlich konnte mich mit der praktisch veranlagten und zupackenden Yvonne besser identifizieren und so gefiel mir dieser Part der Geschichte besser als jener der Hauptprotagonistin Frieda.
Was mir auch als „Nicht-Katzen-Mensch“ gefiel, war die Einbindung kurzer Kapitel aus der Sicht einer Katze, die sich Stück für Stück in Friedas Leben einschleicht. Diese Beobachtungen aus der Katzenperspektive waren recht amüsant zu lesen und gaben den anderen Kapiteln ein wenig Pep.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einer Geschichte um eine Frau in ihren Fünfzigern ist, die mit dem Alleinsein hadert und wer gerne einige nett geschriebene Kapitel aus Katzensicht lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Mein Fall war dieser Roman nicht so ganz, denn ich hatte mir aufgrund des Klappentextes eine andere Entwicklung der Personen erwartet.
Renas Wortwelt
3/5
08.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine einsame Frau mit Ansprüchen – nicht ganz überzeugender Selbstfindungsroman
So recht fand ich keinen Zugang zur Protagonistin dieses Romans, die voller Selbstmitleid ihr männerloses Dasein beklagt, andererseits aber an ihren Ansprüchen scheitert.
Der vorige Roman von Tessa Korber, in dem sie vier Frauen zusammenbringt zu einer Wohngemeinschaft, die mit Humor und Zusammenhalt ihre jeweiligen Probleme und Schicksale bewältigen, gefiel mir gut. Er machte Mut, er zeigte starke Frauen, die selbst oder gemeinsam die kleinen und größeren Steine aus ihren Wegen räumen.
Frieda jedoch, die Hauptfigur dieses neuen Romans, ist ganz anders. Als selbständige Grafikerin arbeitet sie allein und zuhause, hat allerdings einen verlässlichen und ausreichend großen Freundeskreis und auch nette Nachbarn in dem Haus, in dem sie wohnt. Dazu kommt die (unvermeidliche) beste Freundin Yvonne. Beide Frauen sind Mitte Fünfzig, Yvonne jedoch möchte lieber Initiativen ergreifen als wartend daheim zu sitzen. Also meldet sie sich und Frieda bei einer Dating-App an (kein neuer Trope in solchen Romanen) und geht bald von Date zu Date. Für Frieda ist das eher nichts.
Sie urteilt oder verurteilt oft gleich nach dem ersten Anblick, dem ersten Wort. Sie denkt dabei aber ständig an das was sie versäumt, was sich nicht nur auf Liebe, sondern vor allem auch auf Sex bezieht. Bei Männern nennt man solche Stimmung Torschlusspanik. Warum diese Hauptfigur die ganze Zeit in Selbstmitleid ertrinkt, hat sich mir bei der Lektüre nicht erschlossen. Sie sieht gut aus, ist attraktiv, ist selbstständig, wenn auch wenig selbstbewusst. Sie braucht auch keinen Ernährer, verdient selbst ausreichend. Ein wenig wirkt sie wie aus der Zeit gefallen, würde mit ihrem Verhalten, ihrem Auftreten und ihrer Kleidung besser in die fünfziger oder sechziger Jahre passen.
Bei all den Selbstreflexionen übersieht Frieda fast, dass sich ihr bereits eine Mitbewohnerin anbietet. Denn vor ihrem Fenster schleicht eine Katze herum, die Frieda ununterbrochen beobachtet. Dabei können wir das Ganze dann in mehreren Szenen aus Sicht dieser Katze lesen, erzählt uns die Autorin doch die Gedanken des Tiers.
In meinen Augen ist das gänzlich missglückt. Man versteht weder, warum die Katze sich veranlasst sieht, Frieda zu beobachten, ja durch die ganze Stadt zu verfolgen. Noch, warum sie Friedas Aktivitäten kommentiert, also ganz offensichtlich durchschaut. Für mich ist das alles nicht nachvollziehbar, dafür viele andere Szenen leider sehr vorhersehbar.
Schade, dass der Roman sein Potential so verschenkt, zumal die Autorin mit dem vorigen Buch gezeigt hat, dass sie es besser, lebendigere Charaktere erschaffen kann.
Tessa Korber - Das Leben im Großen und Ganzen
DuMont, Oktober 2023
Gebundene Ausgabe, 301 Seiten, 23,00 €
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3/5
16.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein netter, leichter Wohlfühlroman...
Ein netter, leichter Wohlfühlroman über eine alleinstehende Frau Ü50, der immer wieder auch aus der Sicht einer Katze geschrieben ist. Also für Katzenliebhaber quasi ein MUSS.Es geht um Beziehungen, Freundschaften und wie zerbrechlich sie manchmal sind.
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