Produktbild: Atlas der KI

Atlas der KI Die materielle Wahrheit hinter den neuen Datenimperien

1

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2025

Abbildungen

mit 31 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,3 cm

Gewicht

502 g

Farbe

Altweiß / Royalblau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Atlas of AI. Power, Politics, and the Planetary Costs of Artificial Intelligence

Übersetzt von

Frank Lachmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82333-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2025

Abbildungen

mit 31 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,3 cm

Gewicht

502 g

Farbe

Altweiß / Royalblau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Atlas of AI. Power, Politics, and the Planetary Costs of Artificial Intelligence

Übersetzt von

Frank Lachmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82333-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Künstliche Intelligenz ist…

VolkerM am 27.09.2024

Bewertungsnummer: 3011401

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Künstliche Intelligenz ist das Trendthema der letzten Jahre. Kaum ein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht über KI mit ihren Chancen und Risiken berichtet wird. Dabei ist das Thema nicht neu, aber erst jetzt in der Breite der Gesellschaft angekommen. Der „Atlas der KI“ erzählt keine Geschichte über Codes und Algorithmen oder die neuesten Entwicklungen im Bereich der KI, sondern beschreibt die sozialen und materiellen Folgen, die die Entwicklung heutiger KI-Systeme mit sich bringt: die Ausbeutung der Energie- und Rohstoffressourcen unseres Planeten, sowie billiger Arbeitskräfte (Stichwort „Crowdworker“), um Daten im großen Stil zu kategorisieren. Der „Atlas der KI“ basiert auf der englischen Originalausgabe von 2021 und bezieht sich fast ausschließlich auf die Entwicklungen in den USA. Crawford übt in ihrem Buch grundsätzliche Kritik zu verschiedenen Aspekten, allerdings bleibt für mich an vielen Stellen die Vereinbarkeit mit dem Datenschutz in den USA nebulös und die Bestimmungen in Europa (DSGVO oder das neue KI-Gesetz) bleiben sogar völlig unberücksichtigt. Beides ist aber von so ausschlaggebender Bedeutung, dass es viele Aussagen im Buch von vorneherein in Frage stellt. Crawford hat einen breiteren Blick auf die künstliche Intelligenz als die meisten anderen Autoren. Genauso wie die schmutzige Arbeit in Bergwerken weit entfernt von der städtischen Bevölkerung stattfindet, die am meisten davon profitierten, befinden sich viele Rechenzentren weit entfernt von den großen Ballungszentren. Die Cloud ist eine ressourcenintensive Technologie, die Wasser und Strom in Rechenleistung umwandelt und dabei erhebliche Umweltschäden verursacht. Diese Sichtweise wird von den großen Technologieunternehmen oft als unvermeidliche Notwendigkeit abgetan. Die Autorin kritisiert ebenfalls die hohe Zahl der unterbezahlten Arbeitskräfte, die benötigt werden, um KI-Systeme zu bauen, zu warten und zu testen. Diese unsichtbare Arbeit nimmt viele Formen an, wie zum Beispiel erzwungene Tätigkeiten entlang von Lieferketten. Ausbeuterische Arbeitsformen gibt es dabei auf allen Stufen der KI-Pipeline. Ein weiterer Schwerpunkt der Autorin ist die Erfassung und Klassifizierung von digitalem Datenmaterial für die KI-Produktion, die mittlerweile so wesentlich geworden ist, dass sie nicht mehr in Frage gestellt wird: Aber woher stammen die Daten? Sind sie überhaupt repräsentativ? Kann es unter diesen Umständen „gerechte“ KI-Systeme geben oder ist Diskriminierung welcher Art auch immer unvermeidlich? Die Wissenschaftlerin untersucht weitere interessante Themen, wie die Automatisierung von Gesichts- und Emotionserkennung, die Umwandlung von polizeilicher in geheimdienstliche Tätigkeit durch Big Data (Stichwort: Snowden) oder Haftungsfragen bei Fehlentscheidungen. Crawfords Sprache erschien mir an vielen Stellen etwas akademisch verkopft, was mir das Lesen mühsamer machte als nötig. Nichtsdestotrotz hat mir ihre umfassende Sichtweise sehr gut gefallen und auch viele neue Denkanstöße gegeben. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Geist, den wir aus der Flasche gelassen haben, in der Praxis kontrollieren lässt, wie sich z. B. die EU das vorstellt. Nirgendwo klaffen bekanntlich Anspruch und Wirklichkeit weiter auseinander als bei EU-Regeln. Ich bin jedenfalls eher skeptisch, wenn ich mir anschaue, wie wir derzeit mit gesellschaftlichen Bedrohungen insgesamt umgehen. Wegschauen und moralisch überlegene Gesetze schreiben wird auch bei der KI nicht funktionieren. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

Künstliche Intelligenz ist…

VolkerM am 27.09.2024
Bewertungsnummer: 3011401
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Künstliche Intelligenz ist das Trendthema der letzten Jahre. Kaum ein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht über KI mit ihren Chancen und Risiken berichtet wird. Dabei ist das Thema nicht neu, aber erst jetzt in der Breite der Gesellschaft angekommen. Der „Atlas der KI“ erzählt keine Geschichte über Codes und Algorithmen oder die neuesten Entwicklungen im Bereich der KI, sondern beschreibt die sozialen und materiellen Folgen, die die Entwicklung heutiger KI-Systeme mit sich bringt: die Ausbeutung der Energie- und Rohstoffressourcen unseres Planeten, sowie billiger Arbeitskräfte (Stichwort „Crowdworker“), um Daten im großen Stil zu kategorisieren. Der „Atlas der KI“ basiert auf der englischen Originalausgabe von 2021 und bezieht sich fast ausschließlich auf die Entwicklungen in den USA. Crawford übt in ihrem Buch grundsätzliche Kritik zu verschiedenen Aspekten, allerdings bleibt für mich an vielen Stellen die Vereinbarkeit mit dem Datenschutz in den USA nebulös und die Bestimmungen in Europa (DSGVO oder das neue KI-Gesetz) bleiben sogar völlig unberücksichtigt. Beides ist aber von so ausschlaggebender Bedeutung, dass es viele Aussagen im Buch von vorneherein in Frage stellt. Crawford hat einen breiteren Blick auf die künstliche Intelligenz als die meisten anderen Autoren. Genauso wie die schmutzige Arbeit in Bergwerken weit entfernt von der städtischen Bevölkerung stattfindet, die am meisten davon profitierten, befinden sich viele Rechenzentren weit entfernt von den großen Ballungszentren. Die Cloud ist eine ressourcenintensive Technologie, die Wasser und Strom in Rechenleistung umwandelt und dabei erhebliche Umweltschäden verursacht. Diese Sichtweise wird von den großen Technologieunternehmen oft als unvermeidliche Notwendigkeit abgetan. Die Autorin kritisiert ebenfalls die hohe Zahl der unterbezahlten Arbeitskräfte, die benötigt werden, um KI-Systeme zu bauen, zu warten und zu testen. Diese unsichtbare Arbeit nimmt viele Formen an, wie zum Beispiel erzwungene Tätigkeiten entlang von Lieferketten. Ausbeuterische Arbeitsformen gibt es dabei auf allen Stufen der KI-Pipeline. Ein weiterer Schwerpunkt der Autorin ist die Erfassung und Klassifizierung von digitalem Datenmaterial für die KI-Produktion, die mittlerweile so wesentlich geworden ist, dass sie nicht mehr in Frage gestellt wird: Aber woher stammen die Daten? Sind sie überhaupt repräsentativ? Kann es unter diesen Umständen „gerechte“ KI-Systeme geben oder ist Diskriminierung welcher Art auch immer unvermeidlich? Die Wissenschaftlerin untersucht weitere interessante Themen, wie die Automatisierung von Gesichts- und Emotionserkennung, die Umwandlung von polizeilicher in geheimdienstliche Tätigkeit durch Big Data (Stichwort: Snowden) oder Haftungsfragen bei Fehlentscheidungen. Crawfords Sprache erschien mir an vielen Stellen etwas akademisch verkopft, was mir das Lesen mühsamer machte als nötig. Nichtsdestotrotz hat mir ihre umfassende Sichtweise sehr gut gefallen und auch viele neue Denkanstöße gegeben. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Geist, den wir aus der Flasche gelassen haben, in der Praxis kontrollieren lässt, wie sich z. B. die EU das vorstellt. Nirgendwo klaffen bekanntlich Anspruch und Wirklichkeit weiter auseinander als bei EU-Regeln. Ich bin jedenfalls eher skeptisch, wenn ich mir anschaue, wie wir derzeit mit gesellschaftlichen Bedrohungen insgesamt umgehen. Wegschauen und moralisch überlegene Gesetze schreiben wird auch bei der KI nicht funktionieren. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

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Atlas der KI

von Kate Crawford

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  • Produktbild: Atlas der KI
  • Einleitung

    1 Erde
    2 Arbeit
    3 Daten
    4 Klassifizierung
    5 Affekt
    6 Staat
    Schluss: Macht
    Coda: Weltraum

    ANHANG
    Danksagung
    Bibliografie
    Anmerkungen
    Bildnachweis
    Register