Wenn jeder Ort, zu dem du fliehst, zur Gefahr wird – wohin gehst du dann? Melindis hat die Silen und damit ihr eigenes Volk bestohlen. Sie flieht mit ihren neuen Freunden durch eine Pforte in die Berge. Doch bald befindet sie sich völlig allein in Gefangenschaft von feindseligen und machtgierigen Bergbewohnern. Nur wenn sie eine Aufgabe erfüllt, welche die Vernichtung der Silen bedeutet, hat sie eine Chance, ihren Peinigern zu entkommen. Zur gleichen Zeit braut sich jenseits des Randes der Welt ein magisches Ereignis zusammen, das erneut alles ins Wanken bringen wird, was Melindis jetzt noch Halt gibt. Die Prinzessin hat gelernt zu kämpfen. Jetzt muss sie lernen, dass sie es alleine nicht schafft.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Melindis war wieder bei den Bergwyk gefangen, wo sie ihnen das Lesen beibringen musste. Sie hatte aber einen Plan und lehrte Holb, derjenige, der das Lesen lernen sollte, statt den Buchstaben nur ganze Wörter, sodass er nicht wirklich lesen kann. Als sie freigekommen war, ist sie direkt vor der Wiedervereinigung mit Uson und Tio verschwunden. Nicht gefallen, nicht weggerannt, einfach nur „Puff!“ – weg. Wohin aber? Das erfährt man im wunderbaren buch namens „Der Rand der Welt; Im magischen Kreis“!
Melindis war im Leefenreich gelandet. Wie? Durch Koles, welcher irgendwie etwas mit Spiegeln gemacht hatte, zwei Sonnen, welche an einem Tag im Jahr die Sonnenstrahlen so werfen, dass durch die Spiegel irgendwas Magisches passiert und am ende Melindis dorthin teleportiert hatte. Sie war Koles Bruder und sie hatte noch sieben mehr Brüder. Dass das Silenreich Kinder vom Leefenreich kaufte, war von dem ersten Band bekannt. Nur wüsste Melindis noch nicht, wo oder wer ihre echte Familie war. Alle sahen ihr ähnlich aus und sie hat sich dort halbwegs eingelebt. Sie hat auch Krötel wieder getroffen und fand über den Rand der Welt heraus, bzw. über den kaputten, denn dort ging man nicht durch den Rand der Welt, sondern in ihn rein, wo nichts Bedeutung hatte und wo viele verloren gegangen sind⬜️. Melindis konnte Lynel, einer der im Rand der Welt verschwundenen, aus dem Rand der Welt rausholen, Melindis wurde aber später von dem Rand der Welt gefangen, bis dieser…verschwand? Die Alten, verbannten Silen konnten mithilfe von viel Tarduss ein riesiges Loch in den Rand der Welt machen, welches sich schnell ausbreitete. War doch schön, jetzt könnten Leefen und Silen miteinander leben und das Silenreich wäre nicht mehr so eine große lüge..oder? nein, denn Trine war dabei eine der neu eingeführten Wahlen im Silenreich zu gewinnen, jedoch war sie nur machtgierig. Wie konnte Melindis sie stoppen, ihre Familie wiederbesuchen und Tio und Uson finden? Das findet man im wunderbaren Buch „Der Rand der Welt; im magischen Kreis“ heraus!
In dieses Buch bin ich aufgeregt reingegangen, denn ich wollte unbedingt sehen, was aus dem Ende von dem letzten Band geworden ist, und es hat mich mitgerissen! Ich mag es, wie das Buch geschrieben ist, wie Krötel wieder Teilweise den Humor wiedereinführte und wie sowohl Neue Charaktere als auch Charaktere aus dem Letzten Band, über dessen Situation nicht mehr vieles bekannt war, wiedergenutzt und wiedereingeführt wurden. Das Buch ist echt großartig und es wird euch sicherlich auch überzeugen! Jedoch ist es viel verständlicher, wenn man den letzten Band schon kennt und gelesen hat!
Ute Weu
5/5
12.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Zauberhaft, berührend und ausdrucksstark
Wie schon im ersten Band schaffte Linda Beller es mit ihrer bildhaften Sprache mich mit wenigen Sätzen wieder vollends in ihre Welt zu ziehen. Der zweite Band schließt nahtlos an Band eins an und wir begeben uns mit Melindis und ihren Freunden in das Heimatdorf von Uson das nun, nachdem die Bewohner an der mysteriösen Krankheit gestorben oder weggezogen sind, verlassen ist. Dort verstecken sie den Großteil des Zauberkrauts Tarduss und machen sich dann auf den Weg zu den Wyk um Tios Familie zu befreien. Diese wird dort gefangen gehalten um den Wyk, die des Lesens unkundig sind, Bücher vorzulesen. Außerdem wollen sie Enna, die Melindis Freundin ist und schwer verletzt wurde mit dem Tarduss heilen. Ob ihnen das gelingt – das solltet ihr auf jeden Fall selber lesen...
Actionreich geht es von Anfang an im zweiten Teil zu. Am Anfang werden die Entscheidungen für Melindis getroffen und sie folgt den Plänen – oftmals gegen ihre Ahnungen und ihre Gefühle. Im Laufe der Geschichte ändert sie das aber und sie lernt mehr auf sich selbst zu hören. In dieser Beziehung macht sie eine enorme Entwicklung durch. Schön fand ich es auch, das Melindis ihrer richtigen Familie nicht sofort in die Arme sinkt und alles dann Friede, Freude, Eierkuchen ist. So wie Linda Beller es geschrieben hat, das sie am Anfang noch Probleme hat und erst langsam ihren Platz in der Familie findet, wirkt es wesentlich realistischer. Die großen Themen des Buches sind Toleranz, Aufgeben von Vorurteilen, Freundschaft und Familie. Das wird in diesem Buch ohne mahnenden Zeigefinger ganz persönlich und unaufgeregt thematisiert. Die bildhafte Sprache und die liebevoll gezeichneten Figuren tun ein übriges um das Buch zu einem echten Lesevergnügen zu machen. Man lebt und leidet mit Melindis, freut sich, wenn ihr in einer scheinbar aussichtslosen Situation doch noch ein Ausweg einfällt, entwickelt eine echte Abneigung gegen ihre Gegenspieler und, als sie sich schließlich einmal wirklich nicht mehr selbst helfen kann und schon aufgeben will und plötzlich von völlig unerwarteter Seite Hilfe kommt, musste ich als Leser sogar ein paar Tränen vergießen, so schön war das. Und ganz nebenbei erlebt Melindis auch noch die erste Liebe – und das ist wirklich süß und vollkommen unkitschig beschrieben. Auch das ihr Fittich Krötel (die Unke) wieder auftaucht hat mich sehr gefreut. Ich hatte ihre ruhige, etwas sarkastische Art sehr vermisst. Zudem erfährt man mehr über die Geschichte der Welt und die Teilung in die drei verschiedenen Reiche was der Story nochmals eine gewisse Tiefe gibt.
Spannend, temporeich und doch detailverliebt geschrieben ist das Buch ein echter Pagetuner und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung .
Fay Phoenix
aus Hannover
5/5
15.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Reise durch unterschiedliche Welten und erlebe spannende Abenteuer
Melindis hat etwas getan, dass ihr zum Verhängnis werden könnte. Sie hat die Silen bestohlen, ihr eigenes Volk. Doch für sie war es die richtige Entscheidung und für ein zurück ist es jetzt eh zu spät. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden flüchtet sie in die Berge, in dem sie durch eine Pforte geht. Leider sieht ihr Neuanfang alles andere als rosig aus, denn bereits nach kurzer Zeit findet sich Melindis in Gefangenschaft wieder. Sie ist nicht nur einsam und alleine, sie wird von den Bergbewohnern angefeindet. Diese sind feindselig und machtgierig und alles andere als freundlich. Dieser Zustand könnte sich allerdings ändern, wenn die ehemalige Prinzessin eine Aufgabe erfüllt. Doch ganz so einfach ist das nicht, denn diese Aufgabe würde bedeuten, dass sie dabei hilft ihr Volk zu verraten und die Silen damit vernichtet.
Was Melindis nicht weiß ist, dass zur selben Zeit etwas passiert, das alles was ihr jetzt noch Halt gibt, zu scheitern droht. Bisher hat sie immer alleine gekämpft, doch jetzt muss sie sich eingestehen, dass sie es ohne Hilfe nicht schaffen wird!
Ich mag diese Geschichte einfach so unglaublich gern und bin auch von Band 2 total begeistert. Schon nach wenigen Sätzen war ich wieder voll drin und wusste direkt alle Charaktere einzuordnen. Die Story fing schnell an spannend zu werden und der Spannungsbogen wurde immer straffer gespannt. Die Welten und Protagonisten sind wahnsinnig bildlich beschrieben und die Story ist unglaublich stimmig. Der Schreibstil ist locker und modern und auch Humor und Emotionen kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Autorin hat mich hier auf eine fantastische Reise entführt, die viele spannende Abenteuer bereit hielt. Für mich ist dieses Buch wieder absolut gelungen und aus diesem Grund gebe ich eine absolute Leseempfehlung.
J.Richter
aus Gera
4/5
11.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Faszinierende Geschichte in einer spannenden Welt
Der Rand der Welt - Im magischen Kreis" von Linda Beller ist eine faszinierende Fortsetzung, die die spannende Erzählung des ersten Bandes noch weit übertrifft. Beller gelingt es, die Welt, die sie geschaffen hat, weiter auszubauen und gleichzeitig die Charaktere noch tiefer zu entwickeln.
Besonders beeindruckend ist die ausgefeilte Charakterisierung der Protagonistin Melindis. Jeder Charakter ist so realistisch und vielschichtig dargestellt, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen. Beller verwendet eine sorgfältige Mischung aus beschreibender und beschleunigender Sprache, um die Handlung voranzutreiben, ohne dabei die Tiefe der Charaktere zu vernachlässigen.
Die Geschichte selbst ist packend und voller unerwarteter Wendungen. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, da man immer wissen möchte, wie es mit den Figuren und bestimmten Entscheidungen weitergeht. Beller verwebt geschickt verschiedene Handlungsstränge miteinander, was dazu führt, dass man bis zum Schluss gespannt bleibt.
Leider gibt es jedoch einen Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist. Die Darstellung einer homosexuellen Beziehung wirkt etwas erzwungen und passt nicht ganz organisch in die Geschichte. Angesichts der Vielzahl von Erzählsträngen und Charakteren wirkt diese Beziehung etwas merkwürdig und hätte auch getrost weggelassen werden können.
Trotzdem ist "Der Rand der Welt - Im magischen Kreis" von Linda Beller ein fesselndes Buch, das sowohl neue Leser als auch Fans des ersten Bandes begeistern wird. Mit seiner packenden Handlung, den ausgefeilten Charakteren und der faszinierenden Welt, die Beller geschaffen hat, ist es definitiv ein Lesegenuss.
Bewertung
4/5
07.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Schöne Fortsetzung
Ich habe mich gefreut, wieder mit Melindis und ihrer Fittich-Unke Krötel auf Entdeckungsreise durch das Reich der Silen, der Leefen und ins Matland zu gehen!
Von Krötel bekommen wir diesmal nicht allzu viel zu sehen. Wenn sie auftritt, dann aber gewohnt sarkastisch und erfrischend ehrlich.
Ansonsten zieht das Tempo im Buch ganz schön an und es passiert SO viel! Teilweise wird Melindis wirklich schlimm behandelt und es ist erstaunlich, mit wie viel Willenskraft, Mut und Schläue sie sich aus den meisten Situationen wieder herauskämpft, bis sie letztendlich doch die Hilfe ihrer Freunde benötigt. Dabei bleibt sie aber immer eine nahbare Heldin, die auf Äußerlichkeiten pfeift und Menschen nur danach beurteilt, wie sie sich anderen gegenüber verhalten und nicht wie sie aussehen, wo sie herkommen oder wen sie gern haben.
Zusätzlich lernt Melindis auch die unterschiedlichsten Machtverhältnisse kennen und wie die Habgier der Menschen jedes noch so wohlwollende System aushebeln kann.
Die Sprache ist sehr kindgerecht gehalten und auch die eher brutaleren Szenen lassen sich trotzdem auch für eine jüngere Zielgruppe gut lesen.
Melindis lernt in diesem Buch unglaublich viele neue Leute kennen. Das zusammen damit, dass wahnsinnig viel passiert und auch kleine Details des ersten Buches als bekannt vorausgesetzt werden, hat bei mir, in guter GoT-Manier, manchmal für Fragezeichen gesorgt. Wenn es einen dritten Teil gibt, brauche ich wohl ein Personenregister
Nicht verstanden habe ich die neu eingeführte Figur Koles und wieso sein Gewicht und seine Essgewohnheiten so massiv in den Fokus gerückt wurden. Ich konnte da nicht so richtig einen Sinn für die Geschichte erkennen. Bei Melindis hingegen fand ich das „Gewichtsthema“, besonders im Gespräch mit Enna am Ende, sehr schön gelöst. :)
Hier und da gab es ein paar Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, die aber wohl nur sehr pingeligen Leser*innen wie mir auffallen. ;)
Alles in allem eine spannende Reihenfortsetzung, an der auch jüngere Leser*innen ihre Freude haben!
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