Produktbild: Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld
Band 1

Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld Kriminalroman

Aus der Reihe Paul Kramer
36

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45400

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2024

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,1/2,2 cm

Gewicht

319 g

Farbe

Ozeanblau / Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-2123-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45400

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2024

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,1/2,2 cm

Gewicht

319 g

Farbe

Ozeanblau / Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-2123-4

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    14.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    256 Seiten voller Schrecken und Erinnerungen

    Paul Kramer steht vor einer neuen Herausforderung: den Aufbau der Kriminalpolizei in Stuttgart, die im berüchtigten Hotel Silber untergebracht ist. Dieses einstige Symbol des Schreckens und der Folterlager aus der Zeit des Nationalsozialismus wird zum Schauplatz seiner Ermittlungen. Doch die Erinnerungen an seine eigenen Leiden sind noch frisch, und die Gespenster der Vergangenheit greifen nach ihm. Als er den Fall einer vermissten Frau übernimmt, die einst in diesen Mauern festgehalten wurde, wird die Situation zunehmend brenzlig. Kramers Kollegen scheinen von den Idealen der Vergangenheit nicht loszukommen und stehen ihm eher feindlich gegenüber. Wem kann er noch vertrauen, wenn die Schatten der Geschichte noch immer über Stuttgart liegen? Der Roman bietet einen eindringlichen Blick auf die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte und beleuchtet die Schwierigkeiten, eine neue Ordnung zu schaffen, während alte Gespenster in Machtpositionen verweilen. Die Beschreibungen der Gräueltaten im Hotel Silber lassen einem das Blut in den Adern gefrieren; sie sind so realistisch, dass man beim Lesen Gänsehaut verspürt. Die Charaktere sind facettenreich, vom Opfer bis zum Täter, und zeigen die Abgründe der menschlichen Seele in jener Zeit. Die gekonnte Mischung aus packender Erzählweise und tiefgründiger Recherche macht diesen Kriminalroman nicht nur zu einem spannenden Lesevergnügen, sondern regt auch zum Nachdenken über Schuld und Verantwortung an. Ein absolutes Muss für alle, die sich für die dunkle Vergangenheit Deutschlands interessieren!

  • Bewertung

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Haus mit Geschichte

    Jeder in Stuttgart wusste das: wer ins Hotel Silber kam, konnte froh sein, wenn er überhaupt wieder gehen durfte. Lebend gelangte man oft nur hinein. Das Hotel Silber in Stuttgart war während der NS-Zeit das Gestapo Hauptquartier. Der Roman beginnt in der Endphase der Diktatur. Noch im März 1945 wurden dort Menschen gefoltert und gequält unter ihnen Paul Kramer und die Familie Wallner. Wenige Wochen später beginnt hier der Aufbau der neuen Polizei. Die Alliierten trauen den Deutschen nicht und entlassen alle Mitarbeiter. Paul Kramer ist einer der wenigen, die dort Arbeit bekommen. Nun muss er also dort arbeiten, wo er in den letzten Kriegstagen noch gefoltert wurde. Doch es kommt noch schlimmer, denn natürlich sind nicht alle Nationalsozialisten plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Eine schwierige Zeit beginnt und keiner kann dem anderen trauen. Hass und Ideologien sind mit der Kapitulation nicht verschwunden. Als die ersten Verbrechen aufgeklärt werden müssen, zeigt sich schnell, wer auf welcher Seite steht und auch Paul Kramer gerät selbst in Lebensgefahr. Das Hotel Silber war lange Zeit Hotel, dann Polizeihauptquartier und in der NS-Zeit Gestapo Hauptquartier. Heute ist es ein Erinnerungsort mit Gedenkstätte und Ausstellung.

  • Isabel

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Von der Gestapo Hauptzentrale zur Gedenkstätte ... so geht Geschichte!

    Der Roman „Hotel Silber“ von dem mir bis dato unbekannten Autor Kai Bliesener konnte mich wirklich restlos überzeugen. Er behandelt ein delikates Thema: wie lief es in Deutschland, nachdem der Zweite Weltkrieg verloren war? Um einen kleinen Einblick zu bekommen, begebe ich mich lesender Weise nach Stuttgart. Hier lerne ich den jungen Polizeibeamten Paul Kramer kennen, der selbst in den letzten Kriegstagen, als sich viele schon längst ergeben hatten, noch in die Mühlen der Gestapo gelangt und in den heiligen Hallen deren Hauptquartiers „Hotel Silber“ gequält und gefoltert wird. Er hat Glück, überlebt die Tortur und findet sich schließlich Wochen später bei der neu gegründeten deutschen Polizeigruppe wieder. Während die Polizeilandschaft noch überwiegend von den Alliierten Streitkräften geprägt ist, versucht man auch mit deutschen Polizisten wieder für Recht und Ordnung zu sorgen. Schnell kristallisiert sich heraus, wer aus dem schrecklichen Krieg gelernt hat und wer am liebsten weitermachen würde wie zuvor. Während Paul an der ehrlichen Aufklärung vorliegender Verbrechen interessiert ist, gibt es genug Kollegen, denen das gar nicht schmeckt. Schnell gerät Paul selbst wieder in das Visier der Unverbesserlichen und muss um sein aber auch um das Leben seiner Freundin Hilde fürchten … Kai Bliesener schildert das Leben im Jahr 1945 auf sehr anschauliche Weise. Er schafft es eine lebendige Atmosphäre zu kreieren, die den Leser mitreißt und mehr als einmal mit dem Kopf schütteln lässt. Hier würde ich mir wünschen, dass ich mit Paul Kramer noch viele weitere Fälle lösen darf. Wird es wohl eine Fortsetzung geben? Ich vergebe für den vorliegenden Band sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl und spreche auch eine uneingeschränkte Empfehlung aus. Toll, dass ich auf diesem Ausflug nach Stuttgart mit von der Partie sein durfte.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    23.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine klare Leseempfehlung

    Dass ausgerechnet im berüchtigten „Hotel Silber“, dem ehemaligen Sitz der Stuttgarter Gestapo, die neue Kriminalpolizei ihre Heimstatt haben soll, ist wohl ein Treppenwitz der Geschichte, denn noch wenige Tage vor dem Kriegsende haben die Schergen des NS-Regime Dutzende Menschen dort gefangen gehalten, gefoltert und ermordet. Einer davon ist Paul Kramer, ehemaliger Polizist und Sozialist, der gerade noch mit dem Leben davon gekommen ist und daher von der US-Army prädestiniert ist, hier mitzuwirken. Natürlich sind Ideologie und Indoktrination nicht über Nacht verschwunden und die Entnazifizierungsverfahren sind mehr Schein als Sein. So trifft Paul Kramer wieder auf seine Widersacher und Peiniger, die alles daran setzen, sowohl ihn einzuschüchtern als auch ihre Verbrechen zu vertuschen. So wird die Aufklärung des Mordes an Vera Wallner, die gemeinsam mit ihrer Familie fliehen wollte und verraten worden ist, die erste Bewährungsprobe für Paul Kramer. Hilfe bei seiner Arbeit erhält Paul Kramer von Hilde, der Tochter eines eingefleischten Nazis, die sich von ihrer Familie lossagt, und als Schreibkraft bei der US-Army arbeitet. Meine Meinung: Autor Kai Bliesener lässt uns Leser in eine Zeit eintauchen, in der das Alte noch nicht wirklich weg ist und das Neue noch nicht Fuß gefasst hat. Doch wenn ich mit die aktuellen Nachrichten Nachrichten ansehe, scheint es, als hätte das ewig Gestrige nur einen Winterschlaf gehalten, um nun wieder sein böses Haupt zu erheben. Sowie in Stuttgart das „Hotel Silber“ als Hauptquartier der Gestapo diente, war es in Wien das „Hotel Metropol“, das von 1938 bis 1945 als Haus des Schreckens bekannt war, mit dem Unterschied, dass es nach zahlreichen Beschädigungen durch alliierte Bombenangriffe im Jahr 1948 abgerissen worden ist. Die von Kai Bliesener penibel recherchierten und erschreckend realistisch beschriebenen Szenen haben sich so oder so ähnlich in allen anderen Städten des Deutschen Reiches abgespielt. Das dunkle Cover mit dem imposanten Gebäude vermittelt schon ein beängstigendes Gefühl. Fazit: Diesem sauber aufgelösten, historischen Krimi gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • claudi-1963

    aus Schwaben

    5/5

    29.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Hotel Silber und seine Geschichte

    "Die Leute können dir sagen, dass du den Mund halten sollst, aber das hindert dich nicht daran, deine eigene Meinung zu haben." (Anne Frank) Stuttgart 1945: Im gefürchteten Stuttgarter Hotel Silber soll die neue Kriminalpolizei aufgebaut werden. Paul Kramer bewirbt sich dafür. Doch gleichzeitig muss er an einen Ort zurückkehren, an dem er wenige Tage vor Kriegsende von der Gestapo gefoltert wurde. Selbst nach Ende des Kriegs sind der Hass und die Ideologie des Nationalsozialismus allgegenwärtig. Es zeigt sich recht schnell, wer von seinen Kollegen noch immer auf welcher Seite steht. Besonders nachdem bei einer Razzia ein Jude per Kopfschuss getötet wurde. Paul soll nicht nur in dem Fall ermitteln, sondern außerdem den Tod von Vera Wallner aufklären. Dabei werden die Ermittlungen für ihn zur größten Gefahr. Meine Meinung: Nach seinem letzten Krimi aus den Fellbacher Weinbergen war ich schon sehr gespannt auf sein neustes Buch. Diesmal geht es in die Geschichte Stuttgarts ins Jahr 1945. Nachdem nun der Krieg zu Ende ist, suchen die Alliierten Bürger, mit denen man die neue Kriminalpolizei aufbauen möchte. Was natürlich nicht so einfach ist in einem Land, wo sich fast jeder zu Hi*ler und seinen Idealen bekennen musste. Für Paul, der seiner Folter und der Gestapo gerade noch mit dem Leben davonkam, ist es die Gelegenheit. Im Hotel Silber gibt es auch ein Wiedersehen mit seiner großen Liebe Hilde, dessen Vater ihn der Gestapo ausgeliefert hat. Jedoch ist es nicht einfach für die Kripo und Polizei, die zu Beginn noch ohne Waffen Streit und Unruhen schlichten müssen. Selbst als Stuttgarterin habe ich bisher nichts über das Hotel Silber gewusst, sodass ich überaus neugierig auf dieses Buch war. Das ehemalige Hotel wurde schon kurz vor dem Krieg zum Polizeipräsidium, bis es 1936 dann an die politische Polizei, die sogenannte Gestapo, überging. In den drei Verwahrzellen im Keller wurden viele Menschen inhaftiert und gefoltert, unter anderem der Politiker Kurt Schumacher sowie die Widerstandskämpferinnen Liselotte Hermann und Lina Haag. Wie viele Menschen in dieses Hotel hineingingen und nicht mehr herauskamen, ist mir nicht ersichtlich. Außerdem geht es um den Tod des jüdischen Bürgers Jakob Beerbaum, der bei einer Schwarzmarktrazzia getötet wird. Mit viel Liebe zum Detail nimmt uns der Autor in die Machenschaften der Gestapo und ihre extremen Foltermethoden mit und natürlich mit den Vorkommnissen, die anschließend bei der Kripo geschehen. Als großer Fan von realistischen Geschichtsereignissen ist dieser Krimi genau das Richtige für mich. Ich hätte nicht vermutet, dass vieles aus dem Buch nach wahren Begebenheiten entstammt. Das ist natürlich eine ganz andere Art von Krimi, wie man ihn sonst liest, hier fließt natürlich noch zusätzlich viel deutsche Geschichte mit hinein. Ermitteln unter schwersten Bedingungen kann man da nur sagen, und interessante Charaktere machen diesen Kriminalfall zu einem ganz bemerkenswerten Buch. Bei dem ich insbesondere mit Paul mitfiebere. Sehr detailliert und gefühlvoll zeigt uns der Autor, wie es Menschen erging, die mit Hitlers Regime nicht klarkamen oder einfach anders waren, wie Homosexuelle, Juden, Kommunisten, Roma oder Widerstandskämpfer. Ich jedenfalls kann den Krimi nur weiterempfehlen, besonders wenn man mehr über die Zeit vor und nach dem Krieg erfahren will. Von mir bekommt dieser Krimi 5 Sterne.

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