Veränderung liegt in der Luft. Ein aufziehender Krieg zwingt die junge Nirvy, ihr angestammtes Heim zu verlassen und ihre Ausbildung zur Kriegerin auf der renommierten Schule Nordgard fortzusetzen. Doch Nirvy ist kein Mädchen, wie jedes andere, und ihre Besonderheiten rufen schnell Widersacher auf den Plan, gegen die sie sich behaupten muss. Währenddessen haben jedoch auch die Handlanger des Feindes ihre Augen auf Nirvy geworfen und zögern nicht, zur Tat zu schreiten. Nur mithilfe ihrer Freunde kann es gelingen, sie abzuwehren und die Hoffnung auf eine bessere Welt zu bewahren.
Die Reihe »Vanas Erbe« ist in ihrer Gesamtheit eine Coming-of-Age Geschichte in einem Fantasy-Setting, allerdings richtet sie sich an erwachsenes Publikum. Sie begleitet die Protagonisten mit großer emotionaler Nähe, sodass die fantasytypische Themen wie Gewalt, Sex, Trauma oder Diskriminierung ihre Wirkung auch entsprechend intensiv entfalten.
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Mich hat der Klappentext überzeugt und die Geschichte gleich mitgenommen. Im Gegensatz zu anderen Fantasygeschichten scheint hier mehr Wert auf die Hauptperson gelegt zu werden, was ich sehr gut finde. So konnte ich erst einmal bei Nirvy ankommen und mich gut in sie und ihre Situation hineinversetzen. Außerdem konnte ich so gut die Hintergründe und Regeln dieser Welt verstehen.
Hin und wieder finde ich es schwer, wenn sich ein Autor eine Welt erdenkt mit eigenen Regeln und diese ihm, aber dem Leser nicht bekannt sind. Dies ist hier besser gelöst.
Obwohl Nirvy zunächst allein zu sein scheint in der Academy, findet sie schnell eine Freundin und später sogar noch weitere Freunde. Gerade, wenn viele junge Menschen aus unterschiedlichen Gegenden auf engsten Raum zusammenkommen und dann noch in Wettbewerb treten, ist viel Konfliktpotential gegeben. Dies zeigt der Autor sehr schön auf und transportiert damit Probleme der realen Welt in die Fantasywelt oder eben genau anders herum. Diese Szenen sensibilisieren für den Umgang mit anderen Menschen und auch, wie man Mobbing und ähnliches erkennt und was es auslösen kann.
Als das Abenteuer richtig los geht, ist die Geschichte sehr spannend geschrieben und hat mich nicht mehr losgelassen. Ich bin schon auf den nächsten Band gespannt.
Neben allem hat mir auch sehr gut die Übersichtskarte gefallen, auf die ich immer wieder geschaut habe, um mich zu orientieren. Eine schöne Idee, die gut umgesetzt wurde.
Bewertung
5/5
21.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend…
Ich habe bisher noch kein Genre gelesen und war deshalb neugierig, aber auch etwas unsicher, was mich erwartet. Umso positiver war ich überrascht: die Geschichte hat mich schnell abgeholt und ich konnte mich gut in die Welt und die Figur hineinfinden. Besonders gut gefallen hat, wie flüssig sich das Buch lesen lässt. Die Handlungen sind spannend aufgebaut, ohne überladen zu wirken. Ich hatte nie das Gefühl den Überblick zu verlieren. Stattdessen wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Der Einstieg des Buches fiel mir leicht, da die Handlung klar strukturiert ist und die Figuren verständlich eingeführt werden. Die in dem Buch erhaltenen QR-Codes mit den Landkarten und Skizen der Burgen runden das Gelesen ab.
Für mich war es ein sehr gelungener Einstieg in dieses Genre. Das Buch hat mir gezeigt, wie viel Spaß Fantasy machen kann und ich kann mir gut vorstellen weitere Geschichten in dieser Richtung zu lesen.
Kampfkatze
Thalia Book Circle Community
4/5
21.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Nirvy und die Kriegerschule
Sehr spannende Story über ein sehr selbstbewusstes 13-jähriges Mädchen. Sie geht in Nordgard zur Schule um als Kriegerin sich ausbilden zu lassen. Dort angekommen, geht es die ersten Tage sehr unschön für sie los. Nirvy wird gemobbt und gehänselt wo es nur geht. Und das allein wegen ihrem Aussehen. In ihrer Mitbewohnerin Ylvie findet sie eine sehr gute Freundin. Nirvy hat ganz schön zu kämpfen. Es werden auch Feinde auf den Plan gerufen. Und so nimmt es auch paar unschöne Wendungen. Die Story ist sehr gut geschrieben und man kann sich perfekt in Nirvy reinversetzen und mit ihr mitfühlen.
An sich auf jeden Fall eine lesenswerte Story über die Entwicklung eines 13-jährigen Mädchens.
Ramona Schroller
aus Klein Rönnau
4/5
16.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Back to School
Nirvy ist neu in Nordgard, der Schule für angehende Krieger - neben einigen anderen Berufen, die die Schule anbietet. Bisher hat sie zurückgezogen mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf gelebt. Dies ist das erste Mal, dass sie auf Gleichaltrige trifft - und sie verscherzt es sich bereits am zweiten Tag mit der "Queen der Beliebten", was zu einer kaum zu ertragenen Mobbingsituation führt, in der sie sich wiederfindet. Nur ihre Bettgenossin Ylvie hält zu ihr.
Doch Nirvy ist etwas besonderes. So besonders, dass es sie in Gefahr bringt ...
Schulsettings in Fantasy ist spätestens seit Harry Potter zu einem Standard in der Fantasy geworden, so sehr, dass sich mittlerweile mit "Dark Academia" ein eigenes Genre um dieses Setting gebildet hat und es auch immer wieder gern von Romantasy-Autorinnen aufgegriffen wird. Dieses Setting allerdings in einer Art Wikingerzivilisation zu setzen, das war mir neu.
Nirvy als Charakter kommt zuerst sehr unsicher, aber auch stark rüber. Das ändert sich im Verlauf des Romans auch nicht sonderlich - bis auf eines der letzten Kapitel, aber da ist es nachvollziehbar, dass sie sich fügt und die Hoffnung allmählich fahren lässt. Ein wenig verwirrt war ich über die Tatsache, dass Nirvy irgendwie in Verbindung mit den Elementen zu stehen scheint, zumindest dem Wind und dem Wasser. Dem habe ich anfangs wenig Beachtung geschenkt, bis es dann offensichtlich wichtig wurde.
Die Welt in diesem Buch beschränkt sich in der ersten Hälfte auf Nordgard und das Umland. In der späteren Hälfte kommt dann noch ein weiterer Abschnitt der Welt dazu. Hier allerdings wird mit Beschreibungen ein wenig gegeizt vom Autor. Es ist eine Heidelandschaft, weil irgendwann vor Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten(?) sämtliche Bäume gerodet wurden. Andererseits gibt es offensichtlich zumindest noch Gehölze, denn Nirvy flieht in ein solches.
Die Charaktere sind stimmig ihrer jeweiligen Rolle und glaubhaft in ihrer Umgebung. Die Lehrer bleiben dagegen überwiegend etwas blass, was aber in einem Schul-Setting in der Regel normal ist. Es ist die Dynamik der Schüler, die den Leser fesseln, nicht die der Lehrer. Da darf es vielleicht den einen gehassten und verabscheuten Lehrer geben oder den, zu dem man immer kommen kann und der sich sorgt. Von letzteren scheint es in Nordgard geradezu zu wimmeln. Unbeliebte Lehrer dagegen gibt es nicht, höchstens Unterrichtsfächer, die nicht so hoch im Kurs stehen.
Ich fand, anfangs zog sich die Geschichte, und das sehr. Man kam gut rein, keine Frage. Das erste Kapitel und auch das zweite waren spannend, weil man Nordgard kennenlernte und einige der Charaktere. Danach geriet alles ein wenig schleppend. Ich wurde selbst schwer in der Schule gemobbt und konnte Nirvy nachvollziehen und fand ihr Verhalten, sich zurückzuziehen anstatt anzukämpfen gegen die Ungerechtigkeit, mehr als schlüssig. Irgendwann gibt man einfach auf, das ist so. Man weiß ohnehin, was am nächsten Tag kommt und dass es hoffentlich "nur" das gleiche ist wie gestern und nichts schlimmeres. Und da sind wir uns hoffentlich alle einig, Kinder und gerade Heranwachsende können eine perverse Phantasie entwickeln, wenn es darum geht, einen Mitschüler zu quälen und sein Leben zur Hölle zu machen.
Frey bietet etwas, was mir noch nicht untergekommen ist: Er hat Karten für seine Geschichte, doch diese befinden sich nicht im eBook, sondern man kann sie mittels eines QR-Codes auf seinem Handy aufrufen. Auf jeden Fall eine bessere Lösung als die üblichen eingefügten Karten, die der Reader nicht zufriedenstellend anzeigen kann, weil sie entweder riesig oder winzig sind.
Was halte ich also von Nordgard? Eines auf jeden Fall. Frey hat einen zweiten Teil bereits fest eingeplant, denn es bleiben am Ende sehr viele Fragen offen. Es ist ein handwerklich guter Roman. Ich weiß nur nicht so ganz, wer seinee Zielgruppe ist nachdem, was mit Nirvy passiert. Einem 10-Jährigen würde ich das Buch nicht in die Hand drücken, dafür geht's ab einer Stelle zu sehr zur Sache. Für Erwachsene aber scheint es auch nicht so wirklich zu sein, dafür ist das Setting zu sehr auf ein jüngeres Publikum ausgelegt.
Alles in allem bleibt ein guter Roman, der allein durch sein Setting bereits überrascht. Ein solider erster Teil, der Lust auf mehr macht.
Dana09
aus Altomünster
4/5
15.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Lesenswerte Geschichte über ein selbstbewusstes Mädchen
Vanas Erbe: Nordgard ist ein lesenswerter Fantasy-Roman mit einem starken, selbstbewussten Mädchen im Mittelpunkt.
Da ihr Ziehvater Avaron auf der Grenzfestung Vátnfall das Land vor Angreifern schützen und verteidigen muss, kommt die dreizehnjährige Nirvy in einem Internat in der Stadt Norgard unter. Hier, auf der berühmtesten Meisterschule des Nordens, soll sie zur Kriegsmeisterin ausgebildet werden.
In ihrer zwei Jahre älteren Bettnachbarin Ylvie findet sie eine gute Freundin und Unterstützerin gegen die Anfeindungen einiger Mitschüler. Denn Nirvy gehört zum Volk der Inari und ihre haselnussbraune Haut und die schwarzen Haare sind ungewöhnlich und machen sie zur Außenseiterin in Norgard. Darüber hinaus entsteht das Gerücht, Nirvy sei keine Nordländerin sondern gehöre zum feindlichen Stamm der Südländer.
Die kampferprobte Nirvy wurde jahrelang von ihrem Ziehvater in verschiedenen Kampf- und Waffentechniken unterrichtet. Deshalb gewinnt sie schon bei den Orientierungskämpfen am zweiten Tag in der Schule gegen ältere und erfahrenere Mitschüler. Das erzeugt Neid und bringt ihr auch die ersten Feinde.
In zwei Jungen findet sie nach einem Mobbingvorfall Verbündete und zusammen mit Ylvie bilden die vier ein Quartett, das zusammenhält. Als Nirvy eines Tages plötzlich verschwindet, beginnt das Abenteuer für die Freunde….
Ab hier will ich nichts mehr über den Fortgang der Ereignisse verraten sondern die Spannung und das Interesse aufrecht erhalten.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Charaktere werden durch die einfühlsamen Beschreibungen zum Leben erweckt und auch die Schauplätze sind anschaulich und gut vorstellbar geschildert. Der Autor erzählt seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Das erzeugt zusätzliche Dynamik und steigert das Lesevergnügen.
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