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Die Schlangen werden dich holen Eine literarische Repoortage aus Kolumbien

Aus der Reihe welt bewegt
8

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2024

Abbildungen

2, Karten von Kolumbien

Herausgeber

Astrid Bührle-Gallet

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

132

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/1,7 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Originaltitel

Les serpents viendront pour toi

Übersetzt von

Astrid Bührle-Gallet

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-59-7

Beschreibung

Rezension

»Malfattos Schreibstil ist von großer Schönheit. Aus einer journalistischen Recherche […] macht sie eine tiefgründige und bewegende Geschichte, deren tragische Handlung mit atemberaubender Feinfühligkeit entwickelt wird.« #Sando

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2024

Abbildungen

2, Karten von Kolumbien

Herausgeber

Astrid Bührle-Gallet

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

132

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/1,7 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Originaltitel

Les serpents viendront pour toi

Übersetzt von

Astrid Bührle-Gallet

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-59-7

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    28.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Abbild der kolumbianischen…

    Ein Abbild der kolumbianischen Gesellschaft. Ein sehr lesenswerter Berichtsroman. Warum musste Maritza sterben? Dieser Frage geht die Autorin und Journalistin Emilienne Malfatto mit detektivischem Gespür nach. War Maritza zur falschen Zeit am falschen Ort? Wie so oft in Kolumbien, wenn man zwischen die Fronten des Drogenkrieges gerät? Oder war sie als Sozial-Aktivistin ein Dorn im Auge der Regierung? War es ein Mord aus Habgier und Neid, obwohl Maritza kaum etwas besaß außer einer Parzelle Land? Malfatto führt uns tief in den Dschungel Kolumbiens – ein Dschungel aus Korruption und unterschiedlichen Machtinteressen. Das Land ist reich an fruchtbarem Boden, hat eine üppige Vegetation. Kaffeesträucher, die dort so gut gedeihen, werden ausgerissen, um Platz zu machen für den Anbau von Marihuana und Kokain. Die Gegenden sind fest in einem mafiosen Clan. Daran reiben sich Paramilitärs, und auch die Regierung. Immer wieder werden von den Guerillas die Berghänge durchstreift, die Opfer unter den Zivilisten sind zahlreich. 200000. Die Autorin beleuchtet das Umfeld von Maritza. Sie forscht nach, spricht mit Zeitzeugen, Bekannten und den Kindern der Getöteten. Nach und nach offenbart sie uns das Leben der Frau, von der Kindheit an bis zum Tag ihres Todes am 5. Januar 2019 in ihrem zweiundsechzigsten Lebensjahr. Mutter von sechs Kindern. Es war der fünfte Mord an einer sozialen Aktivistin binnen fünf Tagen. Das Motiv scheint vorerst klar, denn der Regierung und Polizei ist es einerlei. Es scheint sie nicht zu interessieren. Die Familie, total verängstigt, kümmert sich um das Nötigste und um ein Begräbnis. Steckt dennoch mehr dahinter? Was auf den ersten Blick wie eine Tatsachenrecherche anmutet, ist in Wahrheit ein überzeugender Berichts-Roman, der den ganzen Sumpf der Korruption beleuchtet. Ein Thriller wäre nicht spannender. Oder schockierender. Denn hier werden tagtägliche Begebenheiten erzählt, bar jeder Fiktion. Die Sprache ist eindrücklich, fließend, ein richtiger Genuss. Trotz der Schwere des Inhalts bewahrt sich der Text seine eigene Leichtigkeit, um die Kost einigermaßen gut verdauen zu können. Maritzas ganzes Leben war ein Kampf. Ein Wechsel zwischen bitterster Armut, einer trostlosen Kindheit, und auch wieder Lichtblicke, wenn sie ihre eigene Finca bewirtschaften konnte. Zusammen mit ihrem Ehemann Alvaro war das Leben erträglicher. Aber ihm ereilte schon früh dasselbe Schicksal, als die Guerillas an deren Türe klopften, ein wenig die Gastfreundschaft auskosteten, besonnen miteinander redeten. Nur um dann Alvaro höflich aus dem eigenen Haus zu bitten. Die Schüsse prägten sich in den Ohrenzeugen ein. Malfatto beschreibt eine Gesellschaft zwischen armer Landbevölkerung, reichen Patriarchen, korrupter Regierung und touristenverseuchten Stränden, die wir uns nicht annähernd vorstellen können. Kampf und Leid der Bevölkerung. Opfer zwischen den Mühlsteinen, ausgebeutet wie eh und je. Lest das Buch! Schaut über den eigenen Tellerrand und denkt an die unzähligen armen Seelen, wenn ihre ein Tasse kolumbianischen Kaffee trinkt. Ganz große Leseempfehlung für diesen preisgekrönten Roman. PS: Der Titel des Buches erklärt sich im Roman! Kann hier nicht verraten werden.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    28.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Abbild der kolumbianischen Gesellschaft. Ein sehr lesenswerter Berichtsroman.

    Warum musste Maritza sterben? Dieser Frage geht die Autorin und Journalistin Emilienne Malfatto mit detektivischem Gespür nach. War Maritza zur falschen Zeit am falschen Ort? Wie so oft in Kolumbien, wenn man zwischen die Fronten des Drogenkrieges gerät? Oder war sie als Sozial-Aktivistin ein Dorn im Auge der Regierung? War es ein Mord aus Habgier und Neid, obwohl Maritza kaum etwas besaß außer einer Parzelle Land? Malfatto führt uns tief in den Dschungel Kolumbiens – ein Dschungel aus Korruption und unterschiedlichen Machtinteressen. Das Land ist reich an fruchtbarem Boden, hat eine üppige Vegetation. Kaffeesträucher, die dort so gut gedeihen, werden ausgerissen, um Platz zu machen für den Anbau von Marihuana und Kokain. Die Gegenden sind fest in einem mafiosen Clan. Daran reiben sich Paramilitärs, und auch die Regierung. Immer wieder werden von den Guerillas die Berghänge durchstreift, die Opfer unter den Zivilisten sind zahlreich. 200000. Die Autorin beleuchtet das Umfeld von Maritza. Sie forscht nach, spricht mit Zeitzeugen, Bekannten und den Kindern der Getöteten. Nach und nach offenbart sie uns das Leben der Frau, von der Kindheit an bis zum Tag ihres Todes am 5. Januar 2019 in ihrem zweiundsechzigsten Lebensjahr. Mutter von sechs Kindern. Es war der fünfte Mord an einer sozialen Aktivistin binnen fünf Tagen. Das Motiv scheint vorerst klar, denn der Regierung und Polizei ist es einerlei. Es scheint sie nicht zu interessieren. Die Familie, total verängstigt, kümmert sich um das Nötigste und um ein Begräbnis. Steckt dennoch mehr dahinter? Was auf den ersten Blick wie eine Tatsachenrecherche anmutet, ist in Wahrheit ein überzeugender Berichts-Roman, der den ganzen Sumpf der Korruption beleuchtet. Ein Thriller wäre nicht spannender. Oder schockierender. Denn hier werden tagtägliche Begebenheiten erzählt, bar jeder Fiktion. Die Sprache ist eindrücklich, fließend, ein richtiger Genuss. Trotz der Schwere des Inhalts bewahrt sich der Text seine eigene Leichtigkeit, um die Kost einigermaßen gut verdauen zu können. Maritzas ganzes Leben war ein Kampf. Ein Wechsel zwischen bitterster Armut, einer trostlosen Kindheit, und auch wieder Lichtblicke, wenn sie ihre eigene Finca bewirtschaften konnte. Zusammen mit ihrem Ehemann Alvaro war das Leben erträglicher. Aber ihm ereilte schon früh dasselbe Schicksal, als die Guerillas an deren Türe klopften, ein wenig die Gastfreundschaft auskosteten, besonnen miteinander redeten. Nur um dann Alvaro höflich aus dem eigenen Haus zu bitten. Die Schüsse prägten sich in den Ohrenzeugen ein. Malfatto beschreibt eine Gesellschaft zwischen armer Landbevölkerung, reichen Patriarchen, korrupter Regierung und touristenverseuchten Stränden, die wir uns nicht annähernd vorstellen können. Kampf und Leid der Bevölkerung. Opfer zwischen den Mühlsteinen, ausgebeutet wie eh und je. Lest das Buch! Schaut über den eigenen Tellerrand und denkt an die unzähligen armen Seelen, wenn ihre ein Tasse kolumbianischen Kaffee trinkt. Ganz große Leseempfehlung für diesen preisgekrönten Roman. PS: Der Titel des Buches erklärt sich im Roman! Kann hier nicht verraten werden.

  • Ruthild Maria Görschen

    aus Potsdam

    5/5

    10.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd und sehr berührend

    Da ich gestehen muss, den Verlag „orlanda“ bisher nicht gekannt zu haben, wurde es Zeit. Beim Lovelybooks-Award 2024 war dieser Roman: „Die Schlangen werden dich holen“ aufgelistet in der Sparte „Literatur“. Da ich längere Zeit in Kolumbien verbracht habe – wenn es auch schon länger her ist – war ich sehr neugierig, was es wohl mit dieser literarischen Reportage auf sich hätte. Und ja, vieles kam mir sehr bekannt vor und scheint leider immer noch aktuell zu sein. Allem voran die Korruption (auch bei der Polizei) und die Armut. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, dass in Bogota die Geschäfte bei Ladenschluss Gitter herunterließen, dass man keinen Schmuck auf der Straße tragen sollte, dass es einen Riesengürtel an Slums um die Hauptstadt herum gab und immer noch gibt und auch Obdachlose ohne Ende. Denn die Reichen wohnten in eingezäunten Vierteln mit Personal und Security. Die Autorin Emilienne Malfatto hat sich hereingewagt in diesen undurchdringlichen Dschungel – auch der Verlogenheit. Und der Angst. Angst vor Repressalien und natürlich vor Folter oder Mord. Verständlich, dass die Kinder der getöteten Maritza ihre Namen geändert haben und ihre Wohnorte geheim halten. Etliche Jahre zuvor wurden auch Maritzas Mann und ein Onkel ermordet und somit musste die Familie schleunigst diese Finca verlassen. Und damit auch die sichere Selbstversorgung. Seit der Ermordung des Partners und des Vaters fast aller Kinder, ging es Maritza zunächst sehr schlecht. Sie nahm später dann an einem merkwürdigen Projekt teil mit Landzuordnung. Führte das schon zu ihrer Ermordung? Auch auf dieser Finca konnte der Rest der Familie nicht mehr bleiben und suchte zwangsweise Kontakt zur Verwandtschaft. Die aufnehmende Verwandtschaft war allerdings wenig begeistert und die Kinder mussten teilweise weit verstreut aufgeteilt werden. Möglicherweise verständlich bei der Anzahl. An mehreren Stellen hat die Autorin ein Riesenglück gehabt, mit dem Leben davongekommen zu sein. „Letztlich lässt sich die Problematik folgendermaßen zusammenfassen: Jeder, der sich den Mächtigen oder ihren wirtschaftlichen Interessen – Drogenhandel, großen Energie-, Bergbau-, Landwirtschafts- oder sonstigen Projekten – in den Weg stellt, wird beseitigt. Es geht um zu viel Geld, als dass Menschenleben dabei ins Gewicht fallen könnten. Man könnte sogar noch weiter gehen und von einem Massaker sprechen, das die Behörden beharrlich verharmlosen – oder sogar glattweg leugnen. Die politischen und wirtschaftlichen Eliten, die das Land seit Generationen, seit Jahrhunderten fest im Griff haben, haben keinerlei Interesse daran, dass sich etwas ändert. Das Chaos kommt ihnen zugute.“ (S. 18) Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn es lohnt sich auf jeden Fall, diesen (kurzen) Roman selbst zu lesen. Fazit: Ich bin immer noch erschüttert, auch über die Hartherzigkeit der Menschen und ihre immerwährende Gier nach Profit um jeden Preis. Ein kleines, feines Büchlein, sehr schön gestaltet und sehr, sehr lesenswert. 5 verdiente Sterne.

  • ninchenpinchen

    aus Potsdam

    5/5

    10.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd und sehr…

    Erschütternd und sehr berührend Da ich gestehen muss, den Verlag „orlanda“ bisher nicht gekannt zu haben, wurde es Zeit. Beim Lovelybooks-Award 2024 war dieser Roman: „Die Schlangen werden dich holen“ aufgelistet in der Sparte „Literatur“. Da ich längere Zeit in Kolumbien verbracht habe – wenn es auch schon länger her ist – war ich sehr neugierig, was es wohl mit dieser literarischen Reportage auf sich hätte. Und ja, vieles kam mir sehr bekannt vor und scheint leider immer noch aktuell zu sein. Allem voran die Korruption (auch bei der Polizei) und die Armut. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, dass in Bogota die Geschäfte bei Ladenschluss Gitter herunterließen, dass man keinen Schmuck auf der Straße tragen sollte, dass es einen Riesengürtel an Slums um die Hauptstadt herum gab und immer noch gibt und auch Obdachlose ohne Ende. Denn die Reichen wohnten in eingezäunten Vierteln mit Personal und Security. Die Autorin Emilienne Malfatto hat sich hereingewagt in diesen undurchdringlichen Dschungel – auch der Verlogenheit. Und der Angst. Angst vor Repressalien und natürlich vor Folter oder Mord. Verständlich, dass die Kinder der getöteten Maritza ihre Namen geändert haben und ihre Wohnorte geheim halten. Etliche Jahre zuvor wurden auch Maritzas Mann und ein Onkel ermordet und somit musste die Familie schleunigst diese Finca verlassen. Und damit auch die sichere Selbstversorgung. Seit der Ermordung des Partners und des Vaters fast aller Kinder, ging es Maritza zunächst sehr schlecht. Sie nahm später dann an einem merkwürdigen Projekt teil mit Landzuordnung. Führte das schon zu ihrer Ermordung? Auch auf dieser Finca konnte der Rest der Familie nicht mehr bleiben und suchte zwangsweise Kontakt zur Verwandtschaft. Die aufnehmende Verwandtschaft war allerdings wenig begeistert und die Kinder mussten teilweise weit verstreut aufgeteilt werden. Möglicherweise verständlich bei der Anzahl. An mehreren Stellen hat die Autorin ein Riesenglück gehabt, mit dem Leben davongekommen zu sein. „Letztlich lässt sich die Problematik folgendermaßen zusammenfassen: Jeder, der sich den Mächtigen oder ihren wirtschaftlichen Interessen – Drogenhandel, großen Energie-, Bergbau-, Landwirtschafts- oder sonstigen Projekten – in den Weg stellt, wird beseitigt. Es geht um zu viel Geld, als dass Menschenleben dabei ins Gewicht fallen könnten. Man könnte sogar noch weiter gehen und von einem Massaker sprechen, das die Behörden beharrlich verharmlosen – oder sogar glattweg leugnen. Die politischen und wirtschaftlichen Eliten, die das Land seit Generationen, seit Jahrhunderten fest im Griff haben, haben keinerlei Interesse daran, dass sich etwas ändert. Das Chaos kommt ihnen zugute.“ (S. 18) Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn es lohnt sich auf jeden Fall, diesen (kurzen) Roman selbst zu lesen. Fazit: Ich bin immer noch erschüttert, auch über die Hartherzigkeit der Menschen und ihre immerwährende Gier nach Profit um jeden Preis. Ein kleines, feines Büchlein, sehr schön gestaltet und sehr, sehr lesenswert. 5 verdiente Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    17.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sachlich und doch emotional

    Die Autorin gibt der ermordeten Menschenrechtsaktivistin Maritza Quiroz Leiva eine unvergessliche Stimme Dieses Buch gehört zu denen, die man lesen und weiterempfehlen sollte. Es gibt so viele Menschen, die Gutes getan haben, für soziale Gerechtigkeit gekämpft haben und aufgrund dessen ermordet worden sind, ohne, dass die Welt von ihnen erfahren hat. Und dieses Buch verleiht der ermordeten Aktivistin Maritza eine Stimme, eine Stimme die so wichtig ist, nicht zuletzt auch, um auf lebende Aktivisten und Missstände aufmerksam zu machen. Die Autorin Emilienne Malfatto arbeitet das Leben Maritzas auf und richtet sich in ihrer Berichterstattung an Maritza selbst. Wir lernen ihre Familie kennen, ihre Werte, ihr Umfeld. Das Buch ist sehr informativ, nicht nur, weil man über die Misslage aufgeklärt wird, vielmehr auch, wegen der Beschreibungen und Veränderungen einer Region über die Jahrzehnte hinweg. Ferner gibt es grausame Einblicke in das angsterfüllte, unterdrückte Leben unter den feindlich gegenübergestellten Paramilitärs und Guerillas, aber auch anderen organisierten Kriminelle werden benannt. Sachlich und doch emotional: Klare fünf Sterne!

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