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Liebewesen Roman

104

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21863

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/12,3/2,1 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

4. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0181-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21863

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/12,3/2,1 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

4. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0181-5

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • Lana

    aus Wien

    5/5

    13.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Von toxischer Liebe, Trauma und schwarzem Humor

    Liebewesen hat mich auf eine stille, unangenehm ehrliche Art erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, leicht zugänglich und gleichzeitig messerscharf. Caroline Schmitt schafft es, Figuren zu zeichnen, die man nicht nur versteht, sondern kennt – mit all ihren Ecken, Brüchen und Widersprüchen. Lio fühlt sich nicht wie eine literarische Figur an, sondern wie jemand, den man aus dem echten Leben kennt. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut. Besonders eindrücklich fand ich die Darstellung der dysfunktionalen Elterbeziehung und wie sich diese Dynamiken bis ins Erwachsenenalter ziehen: emotionale Distanz, Unsichtbarwerden, das stille Hoffen, dass man nur „leise genug“ sein müsste, um nicht verletzt zu werden. Diese Grundspannung zieht sich durch das ganze Buch – und macht Lios Handeln oft schmerzhaft nachvollziehbar. Die Beziehung zu Max war für mich erschreckend authentisch. Ich wollte lange an ein Happy End glauben, daran, dass diese Beziehung Lio hilft, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Gerade deshalb tat es weh zu sehen, wie schnell aus ungezwungener Nähe ernste Probleme werden – und wie konsequent beide daran scheitern. Dass Max erst in der letzten Szene von der Schwangerschaft erfährt, war ein empowernder, aber gleichzeitig bitterer Moment: kein großes Drama, kein rettendes Geständnis, sondern die leise Erkenntnis, dass sie einfach nicht zueinander passen. Eine toxische Beziehung, ohne sie weichzuzeichnen – beide unreif, beide überfordert, beide glaubwürdig. Was das Buch für mich besonders macht, ist dieser eigenartige Ton zwischen Tragik und Humor. Manche Szenen sind so ernüchternd tragisch, dass man fast lachen muss – nicht aus Leichtigkeit, sondern weil es anders kaum auszuhalten wäre. Lios Gedanken sind oft witzig, manchmal mit Popkultur-Referenzen, manchmal bitterironisch. Figuren wie Mariam bringen echtes Aufatmen, sind diese Art Freundin, die einen zum Lachen bringt, obwohl einem eigentlich zum Weinen ist. Gleichzeitig gibt es Szenen, die schwer auszuhalten sind: die Gewalt in Lios Kindheit, der Papierkorb im Zimmer, in den sie pinkeln musste, um die knarzenden Dielen zu vermeiden; der Gedanke, dass sie vielleicht weniger gelitten hätte, wenn sie nur unsichtbar genug gewesen wäre. Oder die Szene nach ihrer Vergewaltigung – wie sie sich weniger um sich selbst sorgt als darum, ob die Mutter aufwacht und sie wieder verprügelt. Diese Mischung aus Skurrilität, Tragik und bitterem Humor zeigt ein enormes erzählerisches Gespür. Nach dem Zuschlagen brauchte ich kurz Stille. Dieses leise, nachdenkliche Gefühl, das bleibt – ähnlich wie nach Blue Sisters oder Cleopatra & Frankenstein von Coco Mellors. Kein Buch, das einen tröstet. Aber eines, das ehrlich ist. Sehr geeignet für Leser:innen, die schwere Themen, psychologische Tiefe und komplexe Charaktere mögen. Weniger geeignet für alle, die eine ungezwungene oder klassische Liebesgeschichte suchen. Viele Trigger – also definitiv mit Vorsicht genießen.

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    31.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ganz großes Lesevergnügen

    Die bösartigen Erziehungsmethoden ihrer Mutter sind in Lio tief eingegraben. Der alkoholkranke Vater ist für Lio nur ein schwacher Lichtblick. Ihre Freundin Mariam lernt sie auf einer Uni-Rollschuhparty kennen. Sie ziehen zusammen. Während Mariam mit sich gut zurecht kommt und sich ganz ok findet, hat Lio überhaupt keine Beziehung zu sich und ihrem Körper. Und schon gar nicht würde sie jemand an sich heranlassen. Als Lio Max kennenlernt, verlieben sie sich. Obwohl die Gefühle groß sind, ist die Beziehung schwierig. Und dann wird Lio schwanger.

  • nessabo

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ungeschönt, zynisch, ehrlich und verletzlich - ein etwas anderer Beziehungsroman

    Meine Erwartungen an „Liebewesen“ wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Dieser Roman hat mich von Seite 1 an gefesselt, obwohl es ein eher leiser Roman ist, der viel mit Beobachtungen arbeitet. Doch das macht ihn überraschenderweise nicht weniger mitreißend. Irgendwie ist das hier ein Liebesroman, ohne ein solcher zu sein. Er setzt eine romantische Beziehung zwar in den Mittelpunkt der Handlung, doch klassische Romantik sucht mensch beim Lesen vergeblich. Die Beziehung von Lio und Max ist besonders. Sie ist nicht laut, sondern leise, von Zärtlichkeit geprägt und trotzdem von Verletzungen begleitet. Beide bringen ihre eigenen Traumata mit in die Beziehung ein und versuchen, sich von ihnen zu lösen. Ganz besonders steht Lio als Erzählerin im Fokus. Ihre Vergangenheit offenbart sich den Lesenden im Laufe der Handlung und ist schlicht herzzerreißend. Beginnend mit einer gewaltvollen und emotional abwesenden Mutter sowie einem sanften und doch überforderten Vater, endend mit einer Vergew@ltigung - all das trägt Lio in sich. Als sie von Max schwanger wird, folgen wir ihr im Gleichtakt der Schwangerschaftswochen - bis zur Entscheidung in SSW 12. Ich finde diesen Roman wirklich absolut rund. Er geht unter die Haut, thematisiert unbegreiflich schlimme Dinge und wird immer wieder gesellschaftskritisch, ohne dabei zu schwer zu sein. Er legt mit seinem leichten Zynismus und Lios trockenen Beobachtungen den Finger in die Wunde - oft habe ich zustimmend genickt. Außerdem weigert sich Caroline Schmitt, ihre Figuren klar einzuordnen. Max ist sanft und trotzdem manchmal mindestens unsensibel, Lio ist offen und verschlossen gleichermaßen. Ich wollte sowohl Max als auch Lio an mehreren Stellen gerne schütteln und konnte sie dann doch wieder verstehen. Die beiden zusammen funktionieren auf eine schwer zu beschreibende Weise, eine klassische Romance bekommen wir hier aber trotzdem keinesfalls. Und dann ist das auch nicht das einzige Duo des Romans, denn die Freundinnenschaft zu Mariam bildet ein ausgleichendes und so wichtiges Element in einer von romantischer Liebe geprägten Welt. Ein schonungslos ehrliches Buch mit unglaublich viel Tiefgang, das mich emotional sehr berührt hat. Es zeugt von großer Authentizität in Bezug auf Beziehungen, den eigenen Körper und die Auswirkungen von Traumata. Und am Ende ist es eine Geschichte über Befreiung in einem sehr greifbaren, menschlichen Sinne. . . . TW: Gewalt gegen Kinder, Vergew@ltigung, Abtreibung, Tod, Komplikationen nach einer OP

  • nessabo

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ungeschönt, zynisch, ehrlich…

    Ungeschönt, zynisch, ehrlich und verletzlich - ein etwas anderer Beziehungsroman Meine Erwartungen an „Liebewesen“ wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Dieser Roman hat mich von Seite 1 an gefesselt, obwohl es ein eher leiser Roman ist, der viel mit Beobachtungen arbeitet. Doch das macht ihn überraschenderweise nicht weniger mitreißend. Irgendwie ist das hier ein Liebesroman, ohne ein solcher zu sein. Er setzt eine romantische Beziehung zwar in den Mittelpunkt der Handlung, doch klassische Romantik sucht mensch beim Lesen vergeblich. Die Beziehung von Lio und Max ist besonders. Sie ist nicht laut, sondern leise, von Zärtlichkeit geprägt und trotzdem von Verletzungen begleitet. Beide bringen ihre eigenen Traumata mit in die Beziehung ein und versuchen, sich von ihnen zu lösen. Ganz besonders steht Lio als Erzählerin im Fokus. Ihre Vergangenheit offenbart sich den Lesenden im Laufe der Handlung und ist schlicht herzzerreißend. Beginnend mit einer gewaltvollen und emotional abwesenden Mutter sowie einem sanften und doch überforderten Vater, endend mit einer Vergew@ltigung - all das trägt Lio in sich. Als sie von Max schwanger wird, folgen wir ihr im Gleichtakt der Schwangerschaftswochen - bis zur Entscheidung in SSW 12. Ich finde diesen Roman wirklich absolut rund. Er geht unter die Haut, thematisiert unbegreiflich schlimme Dinge und wird immer wieder gesellschaftskritisch, ohne dabei zu schwer zu sein. Er legt mit seinem leichten Zynismus und Lios trockenen Beobachtungen den Finger in die Wunde - oft habe ich zustimmend genickt. Außerdem weigert sich Caroline Schmitt, ihre Figuren klar einzuordnen. Max ist sanft und trotzdem manchmal mindestens unsensibel, Lio ist offen und verschlossen gleichermaßen. Ich wollte sowohl Max als auch Lio an mehreren Stellen gerne schütteln und konnte sie dann doch wieder verstehen. Die beiden zusammen funktionieren auf eine schwer zu beschreibende Weise, eine klassische Romance bekommen wir hier aber trotzdem keinesfalls. Und dann ist das auch nicht das einzige Duo des Romans, denn die Freundinnenschaft zu Mariam bildet ein ausgleichendes und so wichtiges Element in einer von romantischer Liebe geprägten Welt. Ein schonungslos ehrliches Buch mit unglaublich viel Tiefgang, das mich emotional sehr berührt hat. Es zeugt von großer Authentizität in Bezug auf Beziehungen, den eigenen Körper und die Auswirkungen von Traumata. Und am Ende ist es eine Geschichte über Befreiung in einem sehr greifbaren, menschlichen Sinne. . . . TW: Gewalt gegen Kinder, Vergew@ltigung, Abtreibung, Tod, Komplikationen nach einer OP

  • libriamooore

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    03.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Gute Ansätze, aber für mich emotional zu distanziert umgesetzt.

    Liebewesen von Caroline Schmitt habe ich vor allem wegen des Covers und der Thematik begonnen. Die Geschichte beschäftigt sich mit wichtigen psychischen und emotionalen Themen und bringt dafür grundsätzlich eine gute Grundlage mit. Der Schreibstil wirkte auf mich jedoch sehr nüchtern und distanziert. Viele Szenen haben mich emotional nicht erreicht, sodass ich nur schwer eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Dadurch blieb für mich ein großer Teil der Wirkung aus. Stellenweise zog sich die Handlung und ich hatte das Gefühl, dass der Fokus nicht immer optimal gesetzt war. Das Ende kam für mich recht plötzlich und hätte mehr Raum verdient. Insgesamt ist Liebewesen ein Buch mit guten Ansätzen, das mich persönlich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (104)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von N. Fröhlich

    N. Fröhlich

    Thalia Stralsund

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Nah an der Protagonistin, klar in der Wirkung

    Liebewesen habe ich an einem Tag gelesen. Die Geschichte bleibt konsequent nah an der Protagonistin und entwickelt schnell eine emotionale Dichte. Besonders überzeugt hat mich die sensible Darstellung einer ungewollten Schwangerschaft als persönlicher und gesellschaftlicher Konflikt. Die inneren Spannungen der Protagonistin treffen auf die unterschiedlichen Meinungen und Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Im Mittelpunkt steht dabei der emotionale Druck, der aus dieser Situation entsteht und wie stark äußere Stimmen in eine zutiefst persönliche Entscheidung hineinwirken. Auch das Ende hat für mich hervorragend funktioniert. Es wirkte stimmig, emotional und hat die Geschichte auf eine Weise abgeschlossen, die noch lange nachhallt. Liebewesen ist ein bewegender Roman, der zum Nachdenken anregt und zeigt, wie Literatur schwierige Themen einfühlsam und differenziert erzählen kann.
  • Zum Bewerterprofil von Y. Ick

    Y. Ick

    Thalia Stralsund

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Liebewesen geht unter die Haut

    Caroline Schmidt hat mit Liebewesen ein Buch geschaffen, das mich wirklich überrascht hat. Die Geschichte ist unfassbar tiefgründig und facettenreich, deshalb war ich von Anfang an total gefesselt. Besonders stark fand ich, wie schonungslos ehrlich die Themen dargestellt werden: Traumata, toxische Beziehungen und Lios geringes Selbstwertgefühl als auch Körpergefühl gehen echt unter die Haut. Gleichzeitig schafft es die Autorin trotzdem, immer mal wieder kleine humorvolle Momente einzubauen, was die Geschichte sehr angenehm lesbar macht. Man sollte aber wissen, dass die hier enthaltenen Thematiken durchaus triggernd sein können. Ich habe definitiv eine Content Note vermisst, die wäre meines Empfindens nach sinnvoll gewesen. Ansonsten war ich vom Ausgang des Buches leider ein wenig enttäuscht, obwohl ich mir selbst konkret auch kein anderes passendes Ende hätte vorstellen können. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte sehr berührend und die Charaktere konnte ich noch immer nicht ganz loslassen.
  • Zum Bewerterprofil von Selina S.

    Selina S.

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ganz klare Leseempfehlung

    Das erste Date findet betrunken in einer Kunstgalerie statt, das zweite in der Badewanne. Es entsteht etwas, mit dem Lio niemals gerechnet hätte: Sie findet sich mit Max in einer Beziehung wieder – trotz ihres kaputten Körpers und des komplizierten Sex. Doch bevor Normalität zur Gewohnheit wird, lassen Traumata aus der eigenen Vergangenheit dieses Konstrukt schneller bröckeln, als ihr lieb ist. Caroline Schmitt mutet diesem Paar eine Menge zu, und als Leser*in ist man von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt von Lios Zweifeln und Hoffnungen. Eine Liebesgeschichte, die herrlich echt und genauso schmerzvoll ist. Eine ganz klare Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von S. Lütgert

    S. Lütgert

    Thalia Hamburg – AEZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Schonungslos, schön und schmerzvoll...

    ...ist die Beziehung zwischen Lio und Max,  was so hoffnungsvoll und leicht beginnt, wandelt sich unmerklich ins Gegenteil. Zu tief sind die Traumata und Verletzungen der beiden. Caro Schmitt beschönigt nichts und mutet ihrem jungen Paar und ihren Leser:innen einiges zu Und doch folgt man der Geschichte atemlos und kann das Buch nicht weglegen, bis man den letzten Satz gelesen hat. So gut kann moderne deutsche Literatur sein.
  • Zum Bewerterprofil von Alexander Nagel

    Alexander Nagel

    Thalia Lübeck – LUV

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Debüt von Caroline Schmitt...

    Das Debüt von Caroline Schmitt fasst die Leser*innen wirklich nicht mit Samthandschuhen an. Die Geschichte über die Beziehung von Lio und Max ist eine emotionale Achterbahn, die den aktuellen Zeitgeist nicht besser treffen könnte. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher.

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