Produktbild: Protokoll einer Annäherung

Protokoll einer Annäherung

2

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.09.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/1,7 cm

Gewicht

264 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1324-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.09.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/1,7 cm

Gewicht

264 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1324-2

Herstelleradresse

Otto Müller Verlagsges.
Ernest-Thunn-Str 11
5021 Salzburg
AT

Email: info@omvs.at

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • MarieOn

    4/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Aufarbeitung eines sexistischen Gewalterlebnisses

    Ende des Semesters. Der See, Birken mit weißer Rinde, Geruch von modrigem, die Fahrräder, Sara vor ihr Wind im Haar und dann der See, Erlösung von der klebrigen Hitze. Zuvor die Bibliothek mit der Empore, alte Steintreppen hinauf, das Bild mit den Frauen, die eine im goldfarbenem seidenem Rock geht vorbei. Eine andere im roten Kleid beugt sich über den Brunnen, hält den Stiel einer Blume hinein, vorsichtig. Dann ein Fremder, den sie zuvor auf der Empore gesehen hat, mit dem sie keine Blicke tauscht, weil sie zu Boden schaut. In ihren Erinnerungen an die Stadt H. geraten die Ereignisse durcheinander. Die Bibliothek zum Beispiel liegt direkt neben dem See, wenn ich nicht aufpasse, führt die Schwingtür des Lesesaals aus dem Sommer 2018 direkt in das Schlafzimmer von 2016. Der Raum, der mich zu sich zieht und von dem die größte Gefahr ausgeht, der Raum, der sich vor mich stellt und alles andere zum Verschwinden bringt. Ich muss die Ordnung der Dinge halten. S. 15 Sie trifft sich mit dem Fremden aus der Bibliothek auf einer Bank. Sie sprechen, tasten sich ab, lachen. Robert und Marie. Je näher Robert ihr kommt, desto länger werden die Schatten, die sie zu verfolgen scheinen. Marie beginnt zu schreiben, was ihr in den Sinn kommt, findet Wörter, die ihren Körper verlieren, nebulöses Entsetzen einfangen, verwandeln. Freischreiben in einen weiten Raum, in dem etwas anderes möglich wird, zum Beispiel eine Liebesgeschichte. Fazit: Anne Korth entwickelt in ihrem Debüt eine junge Frau, die Gewalterfahrung erlebt hat. Sie zeigt ihre Protagonistin in der dritten Person. Die Geschichte lebt hauptsächlich von Umgebungsbeschreibungen, was die Charaktere blass erscheinen lässt und Marie von mir distanziert. Nur am Rande lässt die Autorin durchblicken, dass etwas Einschneidendes passiert sein könnte. Als besonderes Stilmittel hat Anne Korth ihrer Protagonistin ihr eigentliches Ich an die Seite gestellt, das sie beobachtet und ihr wie ein Schatten folgt. Die Eindrücke dieses Ichs werden im Präsens erzählt. Während Marie versucht, Vertrauen zu Robert zu finden, arbeitet ihr abgespaltetes Ich das erniedrigende Erlebnis ab. Das Ende ist versöhnlich und heilsam. Nichts an der Geschichte ist konkret oder greifbar. Die Autorin lässt Raum für Interpretationen. Nicht ganz so befriedigend, aber sicher ein besonderes literarisches Bonbon.

  • Bewertung

    aus Bamberg

    4/5

    11.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gelungenes Debüt

    »Manchmal, sagt er, ist mir die Welt um mich herum wie ein Bild, das ich mir anschaue, oder wie ein Film, von dem ich fasziniert bin, und ich wünsche mir dann, auch Teil davon zu sein, doch ich weiß nicht wie?« Maries Leben ändert sich plötzlich. Als ein junger Mann namens Robert und sie in der Bibliothek Blicke tauschen und sie ihm einen Zettel mit ihrer Nummer in den Gepäckträger seines Fahrrads wirft, folgen erste Treffen und ein gegenseitiges, langsames Kennenlernen. Eigentlich die perfekte Liebesgeschichte, würden sich nicht ständig belastende Erinnerungen an ihren Ex-Freund K., welcher nach einem erneuten Treffen bereits nach der Beziehung, ihr gegenüber übergriffig wurde. Jetzt hat Marie Schwierigkeiten sich auf Nähe einzulassen und fühlt sich verfolgt, schließlich kann sie nicht vergessen. Als zudem ihre beste Freundin Sara die Stadt verlässt, belastet sie das noch mehr. Eine besondere Rolle kommt der Ich-Erzählerin zu, die eine teils außenstehende Perspektive einnimmt und sich überraschend mitten im Geschehen wiederfindet. Leise, sanft und einfühlsam wird der Text von Anne Korth skizzenhaft erzählt. Oftmals werden Eindeutigkeiten bewusst ausgelassen, um sie der Fantasie der Lesenden anzuvertrauen. Dabei beschäftigt sich das Buch in erster Linie mit der Bewältigung von Maries Erlebnissen mit K. und wie sie damit umzugehen versucht, bis diese sie wieder unerwartet einholen. Leider fehlt diesem Roman eine gewisse Tiefe, welche den oberflächlichen Schilderungen der Figuren Leben eingehaucht hätte. Zwar sind die zahlreichen Dialoge brilliant geschrieben, aber bis auf einige Charakterisierung bleiben die Protagonisten, geschweige denn die wenigen Randfiguren, nur Skizzen ihrer selbst. Doch wahrscheinlich war das genauso gewollt. Schade, schließlich hätte ich gern mehr über die Figuren, ihr Vorleben und besonders ihre Gedanken erfahren. Nichtsdestotrotz ist der Debütroman von Anne Korth ein gelungenes Buch, auch wenn er mich persönlich nicht über die Maßen begeistern konnte.

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

2

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Protokoll einer Annäherung