Zwischen Optimierungswahn und Selbstverwirklichungszwang. Narzisstische Schein-Identitäten in Juli Zehs "Neujahr" und Ronja von Rönnes "Wir kommen"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.07.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
496 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389046852
Zwei Texte, die ihre Hauptakteure deutlich narzisstisch akzentuieren, sind Juli Zehs Neujahr (2018) und Ronja von Rönnes Wir kommen (2016). Beide Werke eröffnen einen tiefen Blick in die Psyche des postmodernen Menschen, welcher das eigene ideale Selbstbild zum Dreh- und Angelpunkt seines Denkens und Handelns macht und sich trotz aller Freiheit und Privilegiertheit letztendlich im Kreisen um sich selbst verliert. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es nun, die Identitätsproblematik beider Protagonisten im Kontext des medial stark präsenten Narzissmus-Diskurses aufzugreifen und herauszustellen, inwiefern eigene und umgebungsbedingte Narzissmus-Strukturen die Selbstfindung der Protagonisten in Neujahr und Wir kommen sabotieren. Inwiefern sind die Akteure als narzisstische Schein-Identitäten zu begreifen? Dies Frage möchte ich diskursanalytisch unter Rekurs auf psychoanalytische und sozialpsychologische Narzissmus-Konzepte klären. Im theoretischen Teil dieser Arbeit befasse ich mich daher zunächst mit den Ansätzen Freuds und Lacans zur Genese des Narzissmus - dies ist notwendig, um die Ich-Struktur der Protagonisten in Neujahr und Wir kommen hinreichend skizzieren zu können. Da in der weiteren Analyse auch das Spannungsfeld zwischen Individuum und Umwelt eine Rolle spielt, kommen neben Heinz Kohuts Selbstpsychologie auch Erklärungen aus der Sozialpsychologie zum Tragen. Abschließend soll schließlich verdeutlicht werden, inwieweit der Zustand beider Protagonisten als narzisstische Krise gewertet werden kann und ob deren literarische Darstellung Rückschlüsse auf eine divergierende Positionierung beider Texte zum Diskurs narzisstischen Zeitgeistes zulässt.
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