Seit Jahren versteckt sich Tighan O'Brannick hinter einer falschen Identität. Nur sein langjähriger Freund Ira O'Mally weiß, wer er wirklich ist. Nachdem die beiden während der Jagd auf ein gefräßiges Schattenwesen in Schwierigkeiten geraten sind, beginnt O'Brannicks Tarnung zu bröckeln. Eingeholt von den dunklen Pfaden seiner Vergangenheit erkennt er, dass er keine andere Wahl hat. Er muss dem alten Ruf folgen und seine Aufgabe endlich zu Ende bringen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Booknerds by Kerstin
5/5
14.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein Auftakt, der keine Wünsche offen lässt
Meine Meinung:
Gerade habe ich „Der letzte Sonnenfunke“ von Tanja Hammer beendet und frage mich ernsthaft, wie ich diese Autorin bisher nicht bemerken konnte. Ich bin absolut begeistert von ihrer Fantasie und ihrer Ausdrucksweise. Falls ihr sie bisher auch noch nicht kennt, solltet ihr das schleunigst ändern. Euch entgehen da sicherlich einige tolle Geschichten. Bei „Der letzte Sonnenfunke“ kann ich sagen, dass euch ganz sicher eine geniale Geschichte entgeht.
Ich habe das Buch verschlungen. Bereits auf der ersten Seite war ich in die Charaktere Ira und Tighan verliebt. Ihr humorvolle sympathische Art haben sie sofort in mein Herz katapultiert. Und zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch gar nicht, was mich da eigentlich erwartet.
Zur Geschichte selbst erzähle ich euch einfach nichts, das müsst ihr erleben. Mir hat es an rein gar nichts gefehlt und Fans der Fantasy kommen hier sicher voll auf ihre Kosten. „Der letzte Sonnenfunke“ ist für mich eine Geschichte, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe, sei es von der Grundidee wie auch von der Umsetzung. Die Geschichte selbst besticht durch Magie, Licht und Schatten, Spannung, Bestien und humorvollen kämpferischen Charakteren zum Niederknien.
Der Schreibstil von Tanja Hammer hierzu ist allerdings der Wahnsinn. Sie hat mir von Beginn an das Gefühl gegeben, in der Vergangenheit der Geschichte zu leben. Ihre Ausdrucksweise lässt auf eine längst vergangene Zeit schließen, deren Abenteuer wir erleben dürfen. Und sie macht das so perfekt, dass ich mich sofort heimelig gefühlt habe, auch wenn das vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Aber da ich eh ein großer Fan des Mittelalters bin, hatte ich mit der Ausdrucksweise keinerlei Probleme.
Das einzige, das mich wirklich manchmal störte, waren die ellenlangen verschachtelten Sätze in einigen Beschreibungen, die es mir etwas schwerer machten, das Geschriebenen auf Anhieb zu verstehen. Aber auch das wurde mit der Zeit besser und ist auch nur in einigen Abschnitten zu finden. Also, jammern auf hohem Niveau. Ansonsten habe ich keinerlei Kritik zu üben und bin einfach nur begeistert von dieser Geschichte über das Leben und den Tod. Eine Geschichte voller Geheimnisse, Intrigen, Magie und Spannung, die mich einfach nicht mehr losgelassen hat. Was freue ich mich jetzt schon auf Band 2.
Mein Fazit:
„Der letzte Sonnenfunke“ von Tanja Hammer entführt uns sprachlich und geschichtlich in eine Vergangenheit, in der das Leben und der Tod eine große Rolle spielt. In eine Welt, die von Dunkelheit und schattigen Bestien dominiert wird. In der das Böse gegen den letzten Rest des Guten kämpft. Ich bin absolut beeindruckt von der Fantasie, die hinter dieser Geschichte steckt und auch von der Umsetzung derselben. Für mich bleiben hier keinerlei Wünsche offen, ich habe alles bekommen was ich mir von Fantasygeschichten erhoffe: Spannung, Geheimnisse, Enthüllungen, Intrigen, Gräueltaten, starke sympathische Charaktere und auch einige Abartigkeiten. Gespickt ist alles mit einem genialen passenden Wortwitz, der immer wieder für Auflockerung sorgt. Ich kann euch diesen Auftakt der neuen Trilogie von Tanja Hammer nur wahnsinnig ans Herz legen. Ich bin begeistert!
Die Buchlilie
5/5
20.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Poetische Wortwahl trifft auf außergewöhnliche High-Fantasy ...
Meine Meinung:
Was habe ich mich in den Zeilen dieses Romans aufs Herrlichste verloren! Im Angesicht der Geschichte, die Tanja Hammer niedergeschrieben hat, kam ich bis zum Schluss nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ihr Ideenreichtum ist wahrhaftig bewundernswert! Auf jenen 400 Seiten habe ich mich immer mehr in die Charaktere und die Welt verliebt. Transportiert wird die Erzählung außerdem von einer malerischen Ausdrucksweise, die zwar nicht jedermanns Geschmack zu treffen vermag, mich aber überaus faszinieren konnte. Der Satzbau mag hier und da verschachtelt sein, er verleiht der Geschichte jedoch auch zweifelsohne ein eigenes poetisches Flair.
Zum Inhalt möchte ich gar nicht allzu viel verraten, geht der Klappentext für einen ersten Eindruck zur Genüge ins Detail. Angesiedelt ist die Geschichte auf dem Kontinent Rokhanos, der seit dem Splittern der Sonne zu jeder Tageszeit in frostiger Finsternis liegt. Mit der ewigen Schwärze kamen auch dämonische Wesen, Scáth genannt, die seither eine fortwährende Bedrohung für die Bewohner darstellen. Das mag zunächst an Sophie Jordans "Königreich der Schatten" erinnern, doch die Ähnlichkeiten finden hier jäh ein Ende. Dennoch bin ich überzeugt, dass Leser ihrer Dilogie auch an der Sonnenfunken-Reihe ihre Freude haben werden – mir ist es wenigstens so ergangen.
Die Autorin führt den Leser schrittweise in das Setting ein, sodass anfänglich mühsam zu lesende Bezeichnungen bald leichter von den Lippen gehen. Auch in die Ereignisse kurz nach dem Sonnenfall erhält man mittels Auszügen aus offiziellen Dokumenten, Briefen und Geschichtswerken einen Eindruck, wovon ich sehr angetan war. Besonders beeindruckt bin ich allerdings von der Sonne, denn sie nimmt in der Geschichte eine weitaus größere Rolle als die eines lichtspendenden Himmelskörpers ein. Sie ist eine Gottheit, Gwylain, das Leben höchstselbst. Doch was vermag eine Göttin derart zu zerstören? Und was bedeutet ihr Verschwinden für den Lebenskreislauf der Menschen? Ebenso wenig lassen die Charaktere an Authentizität vermissen. Sie stecken voller Geheimnisse und ungeahnten Fähigkeiten. Grade die Hauptprotagonisten Tighan O’Brannick und Ira O‘Mally gleichen sich in ihrer Art angenehm aus: während Tighan eher verschlossen ist, entweicht Ira dagegen so manch ungehaltener, frecher Spruch.
Die Handlung selbst überzeugt mittels zunehmender Spannung, interessanten Perspektivenwechsel und einer ordentlichen Portion Witz. Ich wurde insgesamt gut unterhalten! In Kombination mit all den fantasievollen Details, auch der partiell irisch anmutenden Namensgebung und den verschiedenen Formen der Zauberkunst, ergibt sich so ein empfehlenswerter Roman für Liebhaber hochphantastischer Literatur.
Fazit:
"Der letzte Sonnenfunke – Enttarnt" stellt einen gelungenen Einstieg in die Reihe dar. Sowohl der Weltenbau als auch die Helden sorgen für pures Lektürevergnügen. Aufgrund des dichterischen Ausdrucksstils sollte man allerdings sorgfältig lesen. Ich bewerte Band 1 mit vier Sterne.
Die Buchlilie
4/5
10.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine gelungene Fortsetzung voller Spannung, Humor und Magie!
Meine Meinung:
Wer von Rokhanos und seinen Helden schon im ersten Band nicht genug kriegen konnte, darf sich in „Der letzte Sonnenfunke. Entflohen“ auf eine nicht minder famose Fortsetzung freuen. Die Geschichte setzt nahtlos dort an, wo sie den Leser zappelnd zurückgelassen hat, und treibt die Spannung durch die sich überschlagenden Ereignisse sogleich in die Höhe. Fesselnd ist die Story aber nicht nur zu Beginn. Auch im weiteren Verlauf macht es Spaß zu erfahren, wie Handlungsstränge ineinander übergehen und neue eröffnet werden. Vom Cliffhanger am Ende des Romans fange ich besser gar nicht erst an, der vermag einen mehr als nur zu überraschen – im positiven Sinne.
Doch auch die ruhigeren Momente nehmen der Erzählung nichts von ihrer Wirkung, sorgen sie doch dafür, dass neue Erkenntnisse Welt und Bewohner umso authentischer erscheinen lassen. Die Vorgehensweise der Autorin, weiterhin mittels historischer Dokumente die Vergangenheit des Kontinents näherzubringen, ist einfach genial! Man bekommt sogar einen Eindruck davon, wie andere Länder seit dem Sonnenfall ihr Dasein fristen. Da wagt man glatt zu hoffen, auch dort irgendwann Abenteuer erleben zu dürfen.
Bei den Charakteren gefielen mir vor allem die geschilderten Passagen aus Ada Wilklows Perspektive, denn die Konsequenzen ihres gespaltenen Daseins sind faszinierend wie verstörend zugleich. Selbiges gilt für den vom Leben stark gezeichneten Neal Morton. Dieser Mann ist derart verbissen; man hasst ihn für seine Taten, kann aber auch nicht umhin, ihn dafür zu bewundern. Und Iras Vater? Ach, der ist mit seiner temperamentvollen, direkten Art genauso sympathisch wie sein Sohn. Generell sorgt Ira O’Mally gemeinsam mit Tighan O’Brannick dafür, dass einem trotz des Ernstes das Lachen nicht vergeht. Deren humorvolle Schlagabtausche sind einfach göttlich.
Wenn Handlung, Worldbuilding und Charaktere stimmen, gibt es dann überhaupt etwas zu bemängeln? Höchstens die Länge mancher Sätze, die mit ihren poetischen Worten für manch einen sicher ohnehin schwer zu lesen sind. Mir persönlich gefällt der Schreibstil der Autorin ja sehr. Aber auch ich ertappe mich dabei, dass ich manche Sätze für ein besseres Verständnis zweimal lesen muss. Das ist aber auch Kritik auf hohem Niveau.
Fazit:
Das Abenteuer des letzten Sonnenfunken und seiner Begleiter geht rasant weiter! Und sorgt dank Spannung, Humor und Magie für gute Unterhaltung. Nur bei der Syntax wäre weniger manchmal mehr. Ich vergebe vier Sterne.
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