Eine wirklich gute Reverse Harem Story. Habe schon ein paar gelesen, aber diese ist wirklich gut.
Ich freue mich schon auf den zweiten Band, in der Hoffnung, dass er genauso gut weiter geht wie der erste begonnen hat.
Die Autorin schafft es die Srory spannend zu halten und immer wieder neue Wendungen einzubauen.
Alles in allem ein Buch, welches sich lohnt zu lesen.
Bewertung
4/5
26.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Guter Auftakt
Twilight of Embers von Tessa Hale – 4,5 von 5 Sternen
Kurze Zusammenfassung
Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern versucht Hayden, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ein Stipendium ermöglicht ihr den Beginn eines Medizinstudiums an der Evergreen University, wo sie eigentlich vor allem eines möchte: sich auf ihr Studium konzentrieren und ein neues Leben beginnen. Dann trifft sie jedoch auf fünf sehr unterschiedliche Männer, die sich vom ersten Moment an auf ungewöhnlich intensive Weise zu ihr hingezogen fühlen. Schon bald wird deutlich, dass sie einige ziemlich große Geheimnisse verbergen – und Hayden gerät in eine Welt voller Drachen, Gefahren und unerklärlicher Verbindungen.
Meine Meinung
Twilight of Embers erfindet das Rad definitiv nicht neu. Der Plot ist an vielen Stellen relativ offensichtlich und einiges lässt sich schon früh erahnen. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es innerhalb eines Tages durchgelesen. Tessa Hales Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft es, einen regelrechten Sog zu entwickeln. Man weiß zwar ungefähr, wohin die Reise geht, möchte aber trotzdem unbedingt weiterlesen.
Hayden war mir grundsätzlich sehr sympathisch und auch ihre tragische Vorgeschichte ist schlüssig aufgebaut. Trotzdem gab es mehrfach Momente, in denen ich mich gefragt habe: „Mädel, was stimmt denn nicht mit dir? Hinterfragst du das wirklich überhaupt nicht?“ Knox entwickelt beispielsweise schon nach ihrer ersten Begegnung einen geradezu wahnsinnigen Beschützerinstinkt. Bei mir persönlich hätten da vermutlich sämtliche Alarmglocken geläutet, denn aus einer realistischen Perspektive ist das schon ein wenig creepy. Hayden nimmt solche Situationen allerdings erstaunlich gelassen hin – ein Phänomen, das einem in diesem Genre durchaus häufiger begegnet.
Etwas aufgesetzt fand ich auch den Versuch, ihre Begeisterung für die Wissenschaften immer wieder durch T-Shirts mit passenden Motiven oder Logos sichtbar zu machen. Für mich wirkte das eher wie ein etwas liebloser Versuch, ihr auf diesem Weg zusätzliche Persönlichkeit zu verleihen. Dabei hätte Hayden das gar nicht nötig: Ihre Figur und ihre Vorgeschichte funktionieren auch ohne solche äußerlichen Hinweise sehr gut.
Die fünf Männer könnten unterschiedlicher kaum sein, weshalb hier wirklich für fast jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Optisch wäre Maddox ganz klar mein Favorit. In seinem Handeln ist er mir allerdings zu widersprüchlich und stellenweise überraschend zimperlich. Charakterlich finde ich momentan Easton am interessantesten – gerade weil man noch nicht besonders viel über ihn weiß und er dadurch geheimnisvoll bleibt. Knox ist der typische Sunnyboy, während Cáel wie ein gewaltiger Bär von einem Mann wirkt, hinter dessen Fassade eigentlich ein ziemlicher Teddybär steckt. Cillian wiederum ist ganz klar die Anführerfigur der Gruppe und verkörpert auch deutlich den kontrollierten, bestimmenden Geschäftsmann. Durch diese Unterschiede bringt jeder von ihnen eine eigene Dynamik in die Geschichte.
Wie bei vielen Romantasy-Büchern sind die Protagonisten zwar noch ziemlich jung, verhalten sich aber gefühlt mindestens zehn Jahre älter. Als Mittdreißigerin macht mir das das Lesen tatsächlich leichter, weil sich die Geschichte dadurch weniger jugendlich anfühlt, als das Alter der Figuren zunächst vermuten lässt.
Auch die Mischung aus Geschichte, romantischer Spannung und Spice hat meinen Geschmack getroffen. Allerdings dauert es verhältnismäßig lange, bis wirklich etwas passiert. Das Buch setzt zunächst stärker auf Anziehung, Geheimnisse und den Aufbau der Beziehungen. In seiner gesamten Atmosphäre und der Konstellation rund um Hayden und die fünf Männer hat es mich stellenweise ein wenig an die Dark Castle-Reihe von D. C. Odesza erinnert.
Fazit
Twilight of Embers ist sicherlich keine vollkommen neue oder unvorhersehbare Geschichte. Wer bereits einige Romantasy- oder Why-Choose-Romane gelesen hat, wird viele bekannte Elemente wiedererkennen. Trotzdem haben mir die Grundidee und vor allem Tessa Hales Schreibstil unheimlich gut gefallen. Das Buch liest sich schnell, macht Spaß und besitzt trotz seiner vorhersehbaren Handlung einen enormen Suchtfaktor.
Und ganz ehrlich: Drachen sind einfach immer toll.
Nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende möchte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, und freue mich bereits auf den zweiten Band. Für Fans von Drachen, Fated Mates, Why Choose, sehr unterschiedlichen männlichen Charakteren und langsam aufgebautem Spice ist das Buch definitiv einen Blick wert.
4,5 von 5 Sternen
Luisa
3/5
25.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Mehr Subtilität...
In dem Buch geht es um eine junge Frau, die nach dem tragischen Verlust ihrer Familie auf eine neue Universität geht, um zu studieren. Dort trifft sie unmittelbar nach ihrer Ankunft auf einen der männlichen Protagonisten, der jedes Klischee erfüllt, das man erwartet. Später trifft sie auch auf seine vier "Brüder" (nur mit einem verwandt), die ebenfalls alle ihre Klischees erfüllen. Aufgrund der im Buch erklärten Gegebenheiten entwickelt sich eine reverse Harem Beziehung zwischen ihnen allen und es gibt einige Spice Szenen. Diese sind auch recht gut geschrieben / lassen sich gut lesen.
Es endet mit einem Cliffhanger.
Das Buch ist recht kurz (keine 300 Seiten). Beinahe alle Begegnungen und Abläufe fühlen sich sehr gehetzt an und es gibt kaum Zeit, die Charaktere vernünftig kennenzulernen. Daher werden diese bei der ersten Begegnung auch direkt sehr ausführlich beschrieben, statt dies subtil im Laufe des Buches zu vermitteln.
Generell fehlt es in der Handlung sehr an Subtilität. Man wird mit der Nase quasi in alle Entwicklungen reingedrückt, anstatt diese langsam einfließen zu lassen. Darüber hinaus erfüllen quasi alle Charaktere wahnsinnige Klischees. Die Protagonistin, deren Charakter zu 90% aus dem Verlust ihrer Eltern besteht, die fünf männlichen Protagonisten, die zu 90% aus Sex Appeal bestehen und die böse Mitbewohnerin, die aus Neid auf die Beziehungen der Protagonistin die Allgemeinheit gegen sie aufstachelt.
Die männlichen Hauptcharaktere scheinen außerdem alle ein Aggressionsproblem zu haben.
In der deutschen Fassung sind außerdem einige Satzbaufehler und Rechtschreibfehler enthalten.
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