Der vierte Fall für den Glasgower Polizisten Harry McCoy spielt 1974 vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Großbritannien und der IRA. McCoy wird in einem Pub von Andrew Stewart, einem Amerikaner, angesprochen, der ihn um Hilfe bei der Suche nach seinem Sohn Donny bittet, der sich von einer US-Marinebasis unerlaubt entfernt hat. Während McCoy nachforscht, wird Glasgow von einer Welle von Bombenanschlägen heimgesucht. Er und sein Partner Douglas Watson werden zu einer Wohnung gerufen, in der sich ein Attentäter beim Versuch, eine Bombe zu bauen, selbst in die Luft gesprengt hat. Bald wird McCoy klar, dass Donny Stewart möglicherweise ein Teil einer Organisation ist, die von einem gefährlichen Fanatiker angeführt wird und sich für ein neues Schottland einsetzt. Ein Schottland, für das seine Mitglieder zu töten bereit sind. Stephie Cooper, McCoys krimineller Jugendfreund, der aus dem Gefängnis entlassen wird, bittet ihn ebenfalls um seine Hilfe. Er ist überzeugt, dass er einen Verräter in seiner Mitte hat. Als sich auf den Straßen herumspricht, dass weitere Explosionen in Glasgow geplant sind, kämpft McCoy gegen die Korruption in den eigenen Reihen an und versucht, eine Stadt zu retten, in der die schottische nationalistische Bewegung, von der geheimen britischen Special Branch für ihre eigenen Zwecke ausgenutzt wird.
Shortlisted für den The McIlvanney Prize, 2021
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
23.09.2024
eBook (ePUB 3)
klasse Thriller
Harry McCoy wurde gebeten dem Amerikaner Andrew Stewart zu helfen, seinen Sohn zu finden.
Der ist vom Marinestützpunkt verschwunden
McCoy nimmt Stewart mit als er gen Norden fährt um einen Freund aus Kindertagen, Stevie Cooper, aus dem Gefängnis abzuholen.
Die Umgebung wird während des Lesens lebendig und enthüllt die Ressentiments der Glasgower kriminellen Unterwelt,
Die Protagonisten sind sympathisch, lebhaft und gut vorstellbar beschrieben
Der Spannungsbogen steigt an, und bleibt auch hoch.
Ein hervorragendes Buch das ich gern empfehle
Heidrun
aus Klingenberg
5/5
06.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Polizeikrimi
Das Buch spielt 1974 in Glasgow. In der Stadt gibt es neben den üblichen Verbrechen separatistische Bestrebungen, die in Bombenanschlägen münden. Gleich zeitig wird McCoy von einen pensionierten US-Capitain um Hilfe bei der Suche nach seinen vermissten Sohn gebeten. McCoy verbindet mit dem Gangster Cooper eine gemeinsame Kindheit, so dass er auch Gefallen einfordert.
Das Buch wird konsequent aus Sicht Harry McCoys geschrieben. Wir verfolgen seine Ermittlungen in den verschiedenen Fällen, die zum Schluss zusammenlaufen. Dabei werden Brutalitäten nicht ausgespart. Die Handlung ist komplex aber sehr spannend. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert.
Für heutige Leser sind die damaligen Ermittlungsmethoden etwas irritierend, wie z.B. die Suche nach einen Münztelefon oder das Wühlen durch Akten. Es wird auch ständig an allen möglichen Orten geraucht und getrunken. Auch ist die Sprache der damaligen Zeit gerecht, also keinesfalls politisch korrekt.
Das Buch ist ein typischer Polizeikrimi, der mich gut unterhalten hat.
Edith Berger
aus Graz
5/5
25.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr spannendes Thrillervergnügen
Es sind die 70er Jahre. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der IRA und Großbritannien sind im ganzen Land spürbar. Das scheint nun auch auf Schottland überzugreifen. Der Glasgower Polizist Harry McCoy wird mit seinem Kollegen Douglas Wattson zu einem Tatort gerufen. Dort hat sich vermutlich ein noch unbekannter Täter beim Bau einer Bombe selbst in die Luft gesprengt. Nicht nur in diesem Fall laufen die Ermittlungen zäh. McCoy geht auch dem unerklärbaren Verschwinden eines US Soldaten nach, der sich unerlaubt von seiner Marinebasis entfernt hat.
Elke
aus Vaihingen an der Enz
5/5
24.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schottischer Noir vom Feinsten
Glasgow war schon immer ein gefährliches Pflaster. Als dort und in der Umgebung zwischen 1970 und 1980 zahlreiche Kohleminen, Stahlwerke und Werften geschlossen wurden, führte dies zu Massenarbeitslosigkeit und sozialem Elend. Im Gefolge davon kam es zu einem rasanten Anstieg der Kriminalitätsrate, was dazu führte, dass die schottische Großstadt schnell den Ruf hatte, „Crime Capital of Europe“ zu sein. Soweit der Hintergrund, vor dem Alan Parks Harry McCoy-Reihe einzuordnen ist, deren Startpunkt das Jahr1973 ist.
Mit „Die April-Toten“ sind wir im Jahr 1974 angekommen, und wie bereits der Titel verrät, konzentriert sich die Handlung auf den Zeitraum zwischen dem 12. und 22. April. Und natürlich sind alle wieder mit an Bord, die wir bereits aus den Vorgängern kennen: Harry, der durch ein Magengeschwür gesundheitlich angeschlagen ist. Wattie, mittlerweile stolzer Vater, der mit Schlafmangel kämpft. Murray, ihr Boss, der Wattie genau auf die Finger schaut, hat er ihm doch die Leitung in seinem ersten Fall, dem Mord an Jamsie Dixon übertragen. Dieser ein Handlanger von Harrys frisch aus dem Gefängnis entlassenen Freund und Unterweltgröße Stephie Cooper, was letzteren zum Auftraggeber gemacht haben könnte. Harry wäre hier als Leitender fehl am Platz, ist er doch Stephie gegenüber (meist) loyal. Auch wenn sie auf verschiedenen Seiten stehen.
Die Handlung ist komplex, wie von Parks gewohnt, und deckt wieder verschiedene Bereiche ab, zwischen denen es Zusammenhänge gibt. Ein amerikanischer Ex-Militär bittet Harry um Hilfe bei der Suche nach seinem Sohn, der spurlos von der US-Marinebasis am Holy Loch verschwunden ist. Ein junger Mann wird bei seinem Versuch, eine Bombe zu bauen, getötet, aber die Special Branch schließt die IRA aus. Ein dubioser Ex-Colonel, der junge Männer um sich schart, die ihm helfen sollen, seine Vision von einem besseren Schottland in die Tat umzusetzen. Ein Landhaus, in dem während einer Durchsuchung schockierendes Bildmaterial gefunden wird. Nicht zu vergessen Stephies Rachefeldzug gegenüber den illoyalen Mitgliedern seiner kriminellen Organisation.
Hochspannend, intelligent, mit sympathischen Charakteren und einer ausgeklügelten Story. Hart, stellenweise brutal und blutig, direkt in der Sprache (wie immer hervorragend übersetzt von Conny Lösch) und mit jeder Menge schwarzem Humor.
„Die April-Toten“ ist der vierte Band mit Harry McCoy und Co., und, wie die Vorgänger, astreiner schottischer Noir vom Feinsten. Damit man die Personen, ihre Entwicklung und ihre Beziehungen zueinander einordnen kann, empfiehlt es sich, die Reihe chronologisch zu lesen. Es lohnt sich. Unbedingt!
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