Produktbild: Intelligenz

Intelligenz Eine Geschichte des Unterscheidens in Deutschland und Großbritannien (1880–1990)

49,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.12.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

22,8/15,1/3,5 cm

Gewicht

828 g

Farbe

Weiß / Magenta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51872-5

Beschreibung

Rezension

»Ein ziemlich schlauer Brocken [...] Susanne Schregel gibt einen historischen Blick auf ein psychologisches Phänomen und zeichnet erstmals die Auseinandersetzung um die Intelligenz von Menschen nach« Felix Kunz, Psychologie Heute, 04 (2026)
»Vor der KI kamen die Messverfahren, um kognitive Fähigkeiten von Menschen zu bewerten: Susanne Schregel schreibt eine Geschichte von ›Intelligenz‹ [...] Schregels Schlussplädoyer ist [...] bedenkenswert. Ausgehend von den Befunden, dass Intelligenzdefinitionen kaum je einmütig geteilt wurden und dass Intelligenz komplexe Verbindungen mit anderen Differenzkategorien einging, spricht sie sich für eine Erforschung des ›historisch Sozialen‹ aus.« David Kuchenbuch, FAZ, 09.05.2026

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.12.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

22,8/15,1/3,5 cm

Gewicht

828 g

Farbe

Weiß / Magenta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51872-5

Herstelleradresse

Campus Verlag GmbH
Werderstraße 10
69469 Weinheim
DE

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  • Produktbild: Intelligenz
  • 1. Einleitung .......................................................15
    1.1. Breitenwirksame Debatten um Intelligenz als Untersuchungsgegenstand ...................................17
    1.2. Warum Unterscheidungen zählen ............................19
    1.3. Zur Analyseperspektive: Unterscheidungspraktiken, -regeln und -lehren .................................................21
    1.4. Zur Anlage der Untersuchung ................................23
    1.5. Forschungsliteratur zur Intelligenz ...........................25
    1.6. Wissens- und Sozialgeschichte in der Verbindung ..............30
    1.7. Verwendete Quellen und ihre Auswertung .....................32
    1.8. Kapitelübersicht ............................................37
    2. Quantitativ, nicht qualitativ verschieden: Tierintelligenz und die Mensch/Tier-Unterscheidung im späten 19. Jahrhundert .............43
    2.1. Gott, Engel, Mensch und Tier: Variable Unterscheidungen in der längeren Perspektive ........................................44
    2.2. Kontroversen um die Tierintelligenz: Großbritannien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ...........................47
    Plädoyers für die Tierintelligenz: Im Schnittfeld von Wissenschaft und breitenwirksamer Debatte ...............................48
    Tierintelligenz auf dem Prüfstand: Gegenreden und Kämpfe um Wissensansprüche ..........................................57
    2.3. Tierintelligenz im Kaiserreich (1880–1914) .....................61
    Forschende Schmetterlinge und intelligente Vögel: Die Intelligenz der Tiere im späten 19. Jahrhundert ...........................62
    »Blühender Unsinn«? Sprechende Tiere als Kulminationspunkt ..70
    2.4. Die Produktivität von Tierintelligenz-Debatten für Unterscheidungspraktiken (GB und D) ........................75
    2.5. Folgen für tradierte Praktiken, Regeln und Lehren der Unterscheidung (GB und D) ..................................81
    Zwischenfazit ....................................................87
    3. Die Psychologisierung der Intelligenz(en) und die Unterscheidung von Menschen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ......................93
    3.1. Vielfalt und Einheit des Denkerischen: Großbritannien im 19. und frühen 20. Jahrhundert ...............................94
    Menschliches Denkvermögen und »intelligence« bis 1900 .......94
    Von »Kinds of Intelligence« zur »General Intelligence«? Wissenschaftliche Perspektiven im frühen 20. Jahrhundert .....98
    3.2. Das Denkerische und menschliche »Intelligenz«: Deutschland zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert ........................100
    »[E]ine reiche Auswahl von Prädicaten«: Perspektiven und Begriffe im 19. Jahrhundert ..................................100
    Menschliche »Intelligenz« in Psychologie und Jugendforschung (1890–1918) .................................105
    3.3. Der Binet-Simon-Test in Großbritannien ......................108
    Ziel, Durchführung und Resultatberechnung: Einige Grundlagen 108
    Die britische Rezeption des Binet-Simon-Tests ................111
    3.4. Intelligenzprüfungen und Begabtenauslesen in Deutschland bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ..............................115
    3.5. »Intelligenzalter« und »Intelligenzquotient«: Neue Unterscheidungsmöglichkeiten (GB und D) ....................119
    3.6. Verknüpfungen der Intelligenz mit anderen Unterscheidungskategorien (GB und D) .......................128
    Zwischenfazit ....................................................135
    4. »Embarrassingly popular«: Verbreitung und Kritik der Intelligenz(messung) (ca. 1920–1933/40) ............................137
    4.1. »[A] cult and a quest and a watchword«? Humanintelligenz in Großbritannien (1920–1940) ..................................139
    4.2. »[A]ngenehmes Rätselraten«: Menschliche Intelligenz und Begabung in der Weimarer Republik (1919–1933) ...............152
    4.3. »[T]ests rather of obedience […] than of intelligence«: Intelligenztestkritik in Großbritannien (1920 bis 1940) ..........164
    4.4. Gegen das »Begabungshoroskop«: Deutsche Intelligenz(test)kritik (1919–1933) .............................168
    Zwischenfazit ....................................................176
    5. Auf der »Verstandeswaage«: Intelligenzaufgaben und Selbsttests zu Unterhaltung und »Training« (1920–1933/40) ........................179
    5.1. Intelligenz-Selbsttests und Intelligenzaufgaben in der Weimarer Republik (1925–1933) .........................................180
    Intelligenz-Selbsttests in Zeitungen und Zeitschriften ..........181
    Das Selbsttest-Buch Prüfe Deine Intelligenz (1926) ................184
    Radio: »Intelligenzprüfung mit Selbstbeteiligung der Hörerschaft« (1929) ..........................................192
    5.2. Populäre Intelligenzaufgaben und Selbsttests in Großbritannien (1920–1940) ..................................195
    Intelligenzaufgaben in Zeitungen .............................195
    »Are You a Genius?« Eigenständig publizierte Selbsttests für Erwachsene .............................................197
    Ein »experiment in ›listener participation‹«: Intelligenz- Selbsttests im Radio (1938) ...................................203
    5.3. Themen und Motivationen populärer Intelligenzaufgaben und Selbsttests (GB und D) .......................................208
    5.4. »Determines your standard of intelligence, if any«: Mögliche Präsentationen der Ergebnisse (GB und D) ....................212
    Zwischenfazit ....................................................218
    6. Negationen und Transformationen von Intelligenz im Nationalsozialismus (1933–1945) ....................................221
    6.1. Die Zerstörung der Weimarer Intelligenz- und Begabungsforschung (1933/34) ................................222
    6.2. Reinterpretationen der Intelligenz im populären und politischen Diskurs (1933–1939) ..........................................226
    6.3. »Eine Allgemeinintelligenz […] gibt es nicht« – Positionierungen der Intelligenz- und Begabungsforschung (1933–1944) ..........233
    6.4. Intelligenztests als »negative Auslese« unter »völkischem Gesichtspunkt« (1933–1944) .......................238
    6.5. Die Relativierung des Denkvermögens in Auswahlverfahren (1933–1941) .................................................243
    6.6. Verfahren einer »positiven Auslese« unter rassenpolitischen Vorzeichen (1933–1944) ......................................247
    Alternativen zu formalisierten Testverfahren: Vorschläge aus der Wissenschaft ............................................248
    Die Fundierung von Auswahlen auf »Wettkampf« und »Lager« ..251
    6.7. »Ausmerze«: Intelligenzprüfungen, Zwangssterilisationen und nationalsozialistischer Krankenmord (1933–1943) ..............253
    Intelligenzfeststellungen nach Anlage 5a (1934–1937) ............256
    Gerhard Kloos’ Anleitung zur Intelligenzprüfung (1941) .............258
    Die Nutzung des Binet-Simon-Tests (1934–1943) ...............260
    Zwischenfazit ....................................................261
    7. »Nicht schwebend und nicht führend«? Intelligenz und Begabung in der DDR .......................................................265
    7.1. Die De-Individualisierung von »Intelligenz« in SBZ und früher DDR (1945–1963) ............................................266
    Reinterpretationen von »Intelligenz« und »Begabung« im veröffentlichten Sprachgebrauch .............................266
    Qualitative Besonderheiten und die natürliche Un-Unterschiedenheit der Menschen .........................269
    Intelligenztestkritik nach sowjetischem Muster ................274
    7.2. Begabung und Intelligenz: Neujustierungen nach dem Mauerbau (1963–1971) .......................................278
    Begabung(sförderung) als bildungspolitisches Ziel .............278
    Mehrerlei Gleichheiten in der sozialistischen Meritokratie ......282
    Vorsichtige Schritte zur Rehabilitierung der Intelligenzdiagnostik ....................................286
    7.3. »Breite und Spitze« – »Intelligenz« und »Begabungsförderung« zwischen Individuum und Kollektiv (1971–1989/90) .............292
    Begabungsförderung ohne Elitenbildung – Intelligenz ohne Klassendifferenz? Positionen und Begriffe (1970–1989) ..........292
    Unterscheidungspraktiken: Die Wendung auf persönliche Unterschiede ....................................299
    Intelligenzmessung zwischen Akzeptanz und Ablehnung .......304
    Zwischenfazit ....................................................311
    8. Auf der Suche nach demokratischen Unterscheidungspraktiken: Intelligenz und Begabung in der Bundesrepublik (1949–1990) .........315
    8.1. Intelligenzdistanz und die Neutralisierung von Unterscheidungen nach »Begabung« (1949–1960) ...............316
    8.2. Intelligenztests und Unterscheidungspraktiken in der frühen Bundesrepublik (1949–1960) ...........................322
    Überhang und Neuanfang: Testentwicklung in der frühen Bundesrepublik ......................................322
    »Gegen den Geist der Menschenverachtung«: Testwahrnehmungen und Testkritik ..........................331
    8.3. Die Problematisierung schulischer Unterscheidungspraktiken im Lichte der Ungleichheitsdebatte (1960–1980) ................335
    »Begabung«, »Lernen« und »Umwelt« .........................335
    Unterscheidungskritik als Zugang zu Ungleichheiten im Bildungswesen ...........................................339
    8.4. Ein »Rattenschwanz von Zweifeln«: Intelligenztests, Gleichheit und Gerechtigkeit (1960–1980) ................................343
    8.5. Für und Wider die Intelligenz(messung): Ambivalente Trends der 1970er bis 1980er Jahre .......................................354
    Professionelle Tests im Aufwind ..............................356
    Tests und Trainings: Für sich selbst und für die Kinder .........359
    Konservative Wendungen zur Intelligenz – Leistung und Hochbegabung in den 1980er Jahren ..........................362
    Zwischenfazit ....................................................366
    9. Meritokratie, Leistung und Kritik der Unterscheidung: Intelligence in Großbritannien (1945–1980) .......................................369
    9.1. Positionen zu Intelligenz(differenzen) nach 1945 ...............370
    9.2. »Meritokratie« durch gestaltete Auswahl? Problematisierungen von Unterscheidungspraktiken (bis 1960) ......................375
    9.3. »[A] very unquiet life« – Öffentliche Testkritik in den 1950er und 1960er Jahren ...............................................381
    9.4. Intelligenzmessung zwischen den 1960er und den 1980er Jahren .392
    Professionelle Tests und Testentwicklung: die British Intelligence Scale .............................................393
    Know Your Own IQ – Selbsttestangebote für Erwachsene und Kinder .................................................395
    9.5. Die Race-and-IQ-Kontroversen in Großbritannien (1969–1980) ...398
    Race und gemessene Intelligenz: Mediendebatten um Jensen, Eysenck und Burt ...........................................399
    »How the West Indian Child is Made Educationally Sub-normal«: Antirassistische Testkritik um 1970 ...........................405
    9.6. »[F]ace with clear eyes the inequality of man«: Konservative Stärkungen der Intelligenz (1969–1980) .......................414
    Zwischenfazit ....................................................418
    10. »Künstliche Intelligenz« und die Mensch/Maschine-Unterscheidung: Konflikte um die Grenzen des Sozialen (1945–1990) ..................421
    10.1. »Electronic Brains«: Die Somatisierung des maschinellen »Denkvermögens« (Großbritannien, 1945–1960) ................422
    10.2. »Elektronengehirne«: Lernende Maschinen in der Bundesrepublik (1949–1960) ..................................428
    10.3. Entkörperlichungen des Denkens: Der Auftritt der »Machine«/»Artificial Intelligence« in Großbritannien (1955–1970) ..................................433
    10.4. Die Wortzusammensetzung »künstliche Intelligenz« in der Bundesrepublik (1955–1970) ..................................440
    10.5. »[I]f a robot were to join the debate«… Faszinationen trotz »Winter« der künstlichen Intelligenz (GB, 1970–1990) ...........448
    10.6. »In den ersten fünf Minuten nach dem Urknall«? Die ambivalente Wahrnehmung »künstlicher Intelligenz« in der Bundesrepublik (1970–1990) ..................................455
    10.7. Von Tieren, Monstern und Maschinen: »Künstliche Intelligenz« und die Unterscheidungsfrage (GB und D) .....................462
    10.8. Künstliche Intelligenz und Unterscheidungen zwischen Menschen (GB und D) ........................................468
    Zwischenfazit ....................................................474
    11. Fazit .............................................................477
    11.1. Die Vielfalt und Umstrittenheit der Intelligenzen ..............477
    11.2. Konflikte um die Gestaltung von Unterscheidungspraktiken, -regeln und -lehren ..........................................480
    11.3. Horizonte der Unterschiedenheiten ...........................482
    11.4. Resümee und Ausblick: Auf dem Weg zu einer Geschichte des historisch Sozialen ..........................................485
    Dank ................................................................487
    Anhang
    Abkürzungen ........................................................493
    Abbildungen .........................................................495
    Tabellen .............................................................497
    Quellen ..............................................................499
    Systematisch durchgesehene Zeitungen und Zeitschriften ............499
    Verwendete Datenbanken und digitale Ressourcen ...................499
    Gedruckte Quellen und »graue« Literatur ...........................500
    Archive ..........................................................535
    Filme ............................................................536
    Literatur .............................................................539
    Literatur .........................................................539
    Homepages ......................................................559