Märchenbilder Robert Schumann, op. 39 und op. 113 nach Texten von Josef von Eichendorff und Louis du Rieux
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19,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
19.09.2024
Abbildungen
mit 16 Abbildungen
Verlag
WestkreuzSeitenzahl
48
Maße (L/B/H)
30,4/21,5/1,2 cm
Gewicht
538 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-944836-61-4
Der Liederkreis, eine Sammlung kleiner märchenhafter Geschichten, ist zum Teil auch eine biografische Abbildung der Lebenssituation von Robert und Clara Schumann zu jener Zeit: Dem zwar schon relativ bekannten, aber wirtschaftlich nicht besonders gut situierten Robert verweigerte nämlich zunächst Friedrich Wieck die Hand seiner Tochter Clara. Wieck, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Klavierpädagogik, hatte zunächst Robert unterrichtet, bis dieser durch eine selbst beigebrachte Verletzung der Hand nicht mehr spielen konnte. Außerdem hatte er mit großem Erfolg seine Tochter Clara zur international gefeierten Pianistin ausgebildet.
Clara, neun Jahre jünger als Robert, sollte in ihrer Karriere nicht durch einen »brotlosen Künstler« gestört werden.
So hatte Robert Schumann zunächst das Gedicht »Auf einer Burg« mit dem versteinerten alten Ritter als Abschluss von Liederkreis op. 39 gedacht - ein musikalisches Portrait des störrischen, alten Schwiegervaters.
Als aber am 1. August 1840 durch einen Gerichtsbeschluss festgestellt wurde, dass das Paar auch gegen die Einwilligung von Claras Vater heiraten durfte, änderte Schumann die Reihenfolge. Nun steht der alte Ritter in der Mitte des Zyklus’, am Ende aber die jubelnde »Frühlingsnacht « - »sie ist deine, sie ist dein!«.
Die namensgebenden Märchenbilder op. 113 wurden nach einem langen, vierteiligen Gedicht des jungen Weltenbummlers Louis du Rieux vertont, der dem von ihm sehr verehrten Schumann das Gedicht 1851 zusandte.
Du Rieux wandelte unter anderem auf Alexander von Humboldts Spuren, bereiste und beschrieb neben Südamerika die ganze Welt, bis sich seine Lebenslinien aus heutiger Sicht nach 1862 verlieren.
In vier Sätzen spiegelt sein Gedicht die ganz und gar märchenhaften Irrungen und Wirrungen der Liebe wider, vom langsamen Erwachen der Gefühle des Jünglings, von der bereits den Verzicht vorwegnehmenden, innigen Verliebtheit, von der Leidenschaft und vom Verlassen.
Schumann war ganz begeistert davon und vertonte es in der ungewöhnlichen Instrumentierung Bratsche – Klavier innerhalb weniger Tage.
Dem Cover hat das Deckblatt der ersten Märchenbilder- Ausgabe von 1852 Pate gestanden, ebenso wie der ersten der vier Märchenbilder-Illustrationen.
Auf dem Rückumschlag ist Schloss Lubowitz abgebildet, der Stammsitz Joseph von Eichendorffs, nach einem Kupferstich aus der Zeit seiner Kindheit um 1795.
Das mittlerweile fast vollkommen zerstörte Anwesen ging 1818 nach dem Tod des Vaters durch dessen vorherige Misswirtschaft verloren. Eichendorff verwand diesen Heimatverlust nie, und so finden wir in seinem Werk zahlreiche Anspielungen und Verarbeitungsversuche, so z. B. Lied No 1, »In der Fremde«.
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