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Band 3

Gesetz des Midas – Wiener Abgründe Historischer Kriminalroman | Packender Wien-Krimi um einen Ermittler mit ungewöhnlichen Methoden am Kaiserhof

Aus der Reihe Leopold Kern
41

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

18,6/11,9/3,2 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Schwarz / Messing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50800-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Peter Loraths neuer Leopold-Kern- Krimi ›Gesetz des Midas‹ sticht wieder durch den hervorragend recherchierten historischen und gesellschaftlichen Hintergrund hervor.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

18,6/11,9/3,2 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Schwarz / Messing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50800-1

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • PMelittaM

    aus Köln

    5/5

    31.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Highlight

    1881: Ein Attentat auf den russischen Zaren macht dem Wiener Polizeipräsidenten Wilhelm Marx echte Sorgen, denn so etwas könnte schließlich auch in Wien passieren. Bald heiratet Thronfolger Rudolf, und das böte einen guten Anlass für Bombenleger. Als dann auch noch im Wienerberger Ziegelwerk ein Mord geschieht, und die Autopsie etwas anderes ergibt als der geständige Täter aussagt, macht das Marx‘ Sorgen noch größer. Denn so ein großes Werk bietet einen Nährboden für Sozialdemokraten und Anarchisten. Er beauftragt seinen Sonderermittler, Leopold Kern, zu ermitteln, natürlich undercover. Kern hat in seiner Jugend selbst in dem Ziegelwerk gearbeitet, weiß um die Arbeitsumstände dort, und ist gar nicht glücklich über seinen Auftrag. Als ihn dann auch noch Johann Artner, der ehemalige Kammerdiener des vor kurzem verstorbenen Grafen Modritzky, der Kern schon einmal bei einem Fall geholfen hatte, aufsucht und ihn über dessen Testament unterrichtet, macht ihn das auch nicht fröhlicher, denn er hat Artner sozusagen geerbt, dieser soll ihn fortan bei seinen Ermittlungen unterstützen. Es handelt sich hier um den dritten Band einer Reihe um Leopold Kern. Für mich ist es der erste, den ich lese, ich habe mir die anderen aber bereits besorgt, denn, das kann ich schon einmal sagen, ich war schnell begeistert. Schnell wurde mir auch klar, dass der Roman ernste soziale Themen jener Zeit aufnimmt, die Zustände, unter denen Arbeiter:innen lebten, waren alles andere als menschenwürdig, und wenn man liest, wie es in diesem Ziegelwerk zugeht, und das ist ja letztlich auch nur ein Beispiel, wird einem übel. Gut gefällt mir auch, dass historische Persönlichkeiten miteinbezogen werden, nicht nur den Polizeipräsidenten gab es wirklich. Ein besonders interessanter Charakter ist der Arzt Viktor Adler, der Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei war, und tatsächlich auch in diesem Ziegelwerk tätig war. Auch die Stadt selbst spielt eine recht große Rolle. Die Geschichte ist sehr spannend. Der Autor erzählt aus mehreren Perspektiven sehr bildhaft und atmosphärisch, man fühlt sich wirklich, als sei man mittendrin im historischen Wien. Dazu trägt auch bei, dass der Dialekt durchscheint, und viele österreichische Ausdrücke verwandt werden. Manche werden direkt erklärt, für andere hätte ich mir ein Glossar im Anhang gewünscht. Allerdings kann man in der Regel aus dem Kontext schließen, was gemeint ist. Peter Lorath hat ausführlich recherchiert, das kann man auch seinem Nachwort entnehmen. Leopold Kern war mir sofort sympathisch. Er hat schon einiges hinter sich, und vieles davon war nicht einfach. So hat er Frau und Tochter an die Cholera verloren. Wir nehmen teil an seinen Gedanken und Emotionen, so dass er einem wirklich nahe kommt. Er ist loyal, für Menschen, die ihm nahestehen und die er mag, tut er, was er kann. Mir gefiel besonders seine Beziehung zur Nachbarsfamilie. Ich bin gespannt darauf, ihn in den beiden Vorgängerbänden noch näher kennenzulernen. Auch andere Charaktere gefallen mir gut, ich konnte zum Beispiel sehr mit Johann Artner mitfühlen, der sich beweisen will, und das gar nicht schlecht macht, er ist aber eben sehr unerfahren, und so unterlaufen ihm auch Fehler, einer davon sehr schwerwiegend. Der Roman ist einer meiner Highlights in diesem Jahr. Atmosphärisch und sehr spannend, mit gelungenen Charakteren, sozialkritisch und mit viel Lokal- und Zeitkolorit, werden Historie und Fiktion perfekt verknüpft. Absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    07.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Frühere Zeiten

    Tauche ab in frühere Zeiten und erforsche wie es damals in der Ziegelprodultion zuging. Und ganz nebenbei löst du auch noch einen spannenden Mordfall. Unser Ermittler ist Undercover unterwegs und wird von einem Laien unterstützt. Die verschiedenen Erzählstränge sind spannend zu verfolgen. Aber besonders interessant fand ich persönlich die realen historischen Hintergründe und das Eintauchen in diese Epoche. Ich will nicht zu viel über den Fall verraten, aber der hat es wirklich in sich und zieht weite Kreise, die man erst einmal durchblicken muss, um die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen zu können. Das Finale ist wirklich spannend und man eilt atemlos über die Seiten. Alles in allem ein spannender Fall, vor allem für Freunde von alten Zeiten, die nebenbei noch etwas Wissen aufsaugen wollen. Ich hatte viel Spaß beim Lesen.

  • Ancaxy

    5/5

    28.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Spannungsgeladene und politicsche Turbulenzen

    Die vorliegende Erzählung überzeugt durch eine atmosphärisch dichte und spannungsgeladene Handlung, die in einer Phase politischer Turbulenzen angesiedelt ist – unmittelbar nach dem Mord am russischen Zaren. Polizeipräsident Marx wird mit einer Situation konfrontiert, die besondere Aufmerksamkeit erfordert: Bei der Leiche eines ermordeten Ziegelarbeiters entdeckt er Auffälligkeiten, die eine Parallele zu einem politisch motivierten Anschlag in Wien vermuten lassen. Bemerkenswert ist insbesondere die Spannung zwischen der offiziell als abgeschlossen geltenden Ermittlung der Staatsanwaltschaft und dem anhaltenden Misstrauen von Marx, der daraufhin den diskreten Einsatz des Sonderermittlers Leopold Kern veranlasst. Die Handlung gewährt tiefe Einblicke in die sozialen Verhältnisse der Ziegelwerke vor den Toren Wiens, die von wirtschaftlicher Not, Gier und Gewalt geprägt sind. Leopold Kern sieht sich dabei nicht nur äußeren Bedrohungen ausgesetzt, sondern muss auch innere, moralische Konflikte bewältigen. Die Geschichte besticht durch ihre differenzierte Charakterzeichnung und die Darstellung gesellschaftlicher Konflikte, welche die Stabilität der gesamten Monarchie infrage stellen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung Kerns, dessen Urteilskraft und Menschenkenntnis mit zunehmender Handlung versagen und dessen Leben sich zunehmend in Gefahr befindet. Diese psychologische Tiefe verleiht der Erzählung eine besondere Intensität. Insgesamt zeichnet sich der Text durch eine gelungene Verbindung von Kriminalfall, historisch-politischer Kulisse und persönlichem Drama aus, was ihn zu einer fesselnden wie auch anregenden Lektüre macht.

  • verhei

    5/5

    16.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    detailreicher, historischer Krimi in den Wiener Ziegelwerken

    In Wien des Jahres 1881 liegen nach einem Attentat auf den Zarn die Nerven blank, da man Angst hat, dass ähnliches auch um die Hochzeit des Thronfolgers ereignen könnte. Zwar wird dem Polizeipräsidenten von allen möglichen Seiten versichert diverse Unruhestifter u.a. die Sozialisten durch Unterwanderung unter Kontrolle zu haben, jedoch glaubt dieser es nicht. Nach einem Todesfall am Wienerberg, der wohl doch rätselhafter ist, als er zunächst scheint, beauftragt Marx seinen geheimen Sonderermittler Leopold Kern. Dieser versucht mit verschiedenen Rollen den Geheimnissen der Ziegelwerke am Wienerberg auf den Grund zu gehen. Eines vorneweg - dieser Band lässt sich auch gut ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Sehr detailreich und ungeschönt werden die Probleme der Arbeiter in den Ziegelwerken, der Ziegelböhmen, geschildert. Der Ermittler taucht in diese Abgründe ein und der Autor liefert de facto damit über weite Strecken eher eine tragische Milieustudie als einen alleinigen Krimi. Die Sprache ist authentisch und der Zeit und der Situation angepasst. So manche Ausdrücke und Berufsfelder sind auch mir, einem Wiener nicht mehr geläufig. Besonders schön fand ich, dass trotz all der Fiktion diverse historische Fakten eingearbeitet wurden wie Dr. Viktor Adler. Die Geschichte hat durch die detaillierte Schilderung der Situation der Arbeiter definitiv ihre Längen, hat aber einen sukzessiven Spannungsbogen bis zur letzten Seite. Doch durch all die Schilderungen der verschiedenen Bevölkerungsschichten in Wien ist er dennoch so viel mehr als ein reiner Krimi. Ein Wien in der Ringstraßenära das glänzt und elegant aber für viele Schichten auch gefährlich und durch Not gekennzeichnet ist. Die Figuren fand ich ansprechend und sympathisch, auch wenn sie nach der klassischen Definition keine netten Personen sind. Man würde wohl eher sagen, sie sind halt Originale. Leopold Kern ist wohl eher ein Antiheld als Held, u.a. wegen seiner Handlungen und seines Schicksals. Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man historische Krimis mag die gesellschaftliche und politische Probleme aufgreifen.

  • verhei

    5/5

    16.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    detailreicher, historischer…

    detailreicher, historischer Krimi in den Wiener Ziegelwerken In Wien des Jahres 1881 liegen nach einem Attentat auf den Zarn die Nerven blank, da man Angst hat, dass ähnliches auch um die Hochzeit des Thronfolgers ereignen könnte. Zwar wird dem Polizeipräsidenten von allen möglichen Seiten versichert diverse Unruhestifter u.a. die Sozialisten durch Unterwanderung unter Kontrolle zu haben, jedoch glaubt dieser es nicht. Nach einem Todesfall am Wienerberg, der wohl doch rätselhafter ist, als er zunächst scheint, beauftragt Marx seinen geheimen Sonderermittler Leopold Kern. Dieser versucht mit verschiedenen Rollen den Geheimnissen der Ziegelwerke am Wienerberg auf den Grund zu gehen. Eines vorneweg - dieser Band lässt sich auch gut ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Sehr detailreich und ungeschönt werden die Probleme der Arbeiter in den Ziegelwerken, der Ziegelböhmen, geschildert. Der Ermittler taucht in diese Abgründe ein und der Autor liefert de facto damit über weite Strecken eher eine tragische Milieustudie als einen alleinigen Krimi. Die Sprache ist authentisch und der Zeit und der Situation angepasst. So manche Ausdrücke und Berufsfelder sind auch mir, einem Wiener nicht mehr geläufig. Besonders schön fand ich, dass trotz all der Fiktion diverse historische Fakten eingearbeitet wurden wie Dr. Viktor Adler. Die Geschichte hat durch die detaillierte Schilderung der Situation der Arbeiter definitiv ihre Längen, hat aber einen sukzessiven Spannungsbogen bis zur letzten Seite. Doch durch all die Schilderungen der verschiedenen Bevölkerungsschichten in Wien ist er dennoch so viel mehr als ein reiner Krimi. Ein Wien in der Ringstraßenära das glänzt und elegant aber für viele Schichten auch gefährlich und durch Not gekennzeichnet ist. Die Figuren fand ich ansprechend und sympathisch, auch wenn sie nach der klassischen Definition keine netten Personen sind. Man würde wohl eher sagen, sie sind halt Originale. Leopold Kern ist wohl eher ein Antiheld als Held, u.a. wegen seiner Handlungen und seines Schicksals. Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man historische Krimis mag die gesellschaftliche und politische Probleme aufgreifen.

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    Dagmar Klein

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    4/5

    14.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr interessant

    Eine tolle Alternative zu Alex Beers "Emmerich"- Reihe! Was mich vor allem für diesen recht flott geschriebenen Krimi eingenommen hat, war die hochinteressante und detailreiche Hintergrundgeschichte über Lohnsklaven in Ziegelfabriken und das Erstarken der Sozialdemokraten und Gewerkschaften. An dieser Reihe bleibe ich gerne dran!

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