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Auflösungen. New York.

4

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,8 cm

Gewicht

453 g

Farbe

Camel

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397199-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Marlene Streeruwitz [...] schreibt weiterhin die lässigsten, individuellsten Romane weit und breit. ("Frankfurter Rundschau")
[...] wie immer fragt man sich, wie [Streeruwitz] es schafft, exakt da zu sein, wo die Welt gerade ist. ("Der Kurier")
[...] dieser wahrnehmungssatte und rasante New-York-Roman [ist] das beste Beispiel dafür, dass der Widerspruchsgeist der Marlene Streeruwitz die melancholischen Einsichten im ungebremsten Darstellungsfuror überlebt. ("Die Zeit")
Mit “Auflösungen” ist Streeruwitz ein Roman gelungen, der politische Sachlagen mit den persönlichen Gegebenheiten ihrer Heldin geschickt miteinander verwebt. ("Münchner Merkur")
Nach jeder Unterbrechung der Romanlektüre [...] ist es wie ein Nachhausekommen, wenn man »Auflösungen« wieder zur Hand nimmt. ("Tagesspiegel")
[...] Streeruwitz [ist] ein Roman gelungen, der politische Sachlagen mit den persönlichen Gegebenheiten ihrer Heldin geschickt zusammenführt und miteinander verwebt. ("Österreichischer Rundfunk, Ö1 (Ex libris)")
[...] soghaft ("Kleine Zeitung")
Streeruwitz’ Buch ist kein Trostbuch, aber ein aufrichtiges. Und darin liegt seine Schönheit. ("Vorarlberger Nachrichten")
Wie schafft es Marlene Streeruwitz bloß, immer exakt da zu sein, wo die Welt gerade ist? ("Kurier")
Es ist ein Buch, wie es aktueller nicht sein könnte ("Südkurier")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,8 cm

Gewicht

453 g

Farbe

Camel

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397199-6

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Clara

    5/5

    23.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reisende

    Nina Wagner verläßt Wien und landet in New York, um sich neu zu ordnen, sich möglicherweise zu ändern. Sie kennt Amerika bzw. die Stadt von vorherigen Aufenthalten. Schon bei der Einreise wird sie mit einer bizarren, befremdlichen und unheimlich anmutenden Situation konfrontiert. Sie kann und darf in diesem Moment keine Hilfe leisten. Humanitäre und politische Themen sind inhaltliche Teile des Buches. Weiters geht es um die Bereiche Frau-sein, Mutter-sein, Partnerin-sein, Elternschaft, Liebe, Sexualität, Nähe und Distanz, Vertrauen, Geborgenheit, die Suche nach Beziehungen und emotionaler und sozialer Unterstützung. Die Loslösung bzw. Trennung führt beinahe zur Auflösung der gesamten Persönlichkeit von Nina Wagner. Doch im Wort Auflösung ist u.a. auch "Lösung" enthalten, also die Bewältigung von Problemen. Der zweite Teil des Buches erschien mir eine logische Folge des ersten Teils. Nun widerfährt der Protagonistin ein Unglück. Während sie versucht - vielleicht naiv versucht - menschlich und hilfsbereit zu sein, wird ihr Gewalt angetan. Sie muß aus dieser Situation entkommen, bevor es für sie kein Entkommen mehr gibt. Schafft sie es, wird ihr geholfen? Dies wird hier nicht vorweggenommen. Meiner Meinung nach, ein sehr lesenswertes Buch in der für Frau Streeruwitz eigen-artigen Schreibweise.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    4/5

    28.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Pandemie, Politik und privatem Wahnsinn

    Manchmal fühlt es sich an, als würde man in einen Mixer steigen, auf Stufe „Weltuntergang“ gestellt, und trotzdem noch hoffen, dass am Ende ein Smoothie rauskommt. Genau so liest sich „Auflösungen.“ – nur dass der Mixer hier New York ist und der Smoothie eher ein Cocktail aus Pandemie, Politik und privaten Katastrophen. Marlene Streeruwitz schickt uns mitten hinein in die Großstadthitze, den Wahnsinn einer zerfledderten Gesellschaft und das Kopfchaos einer Frau, die eigentlich nur Literatur lehren will, aber plötzlich mit den Absurditäten des Lebens jongliert. Nina Wagner stolpert von Alltagskrisen in philosophische Gedankenspiralen, und das alles mit einer Mischung aus Verzweiflung, Scharfsinn und lakonischem Humor. Manchmal habe ich gedacht: „Mensch, entspann dich doch mal!“ – aber gleichzeitig konnte ich nicht aufhören, weiterzulesen, weil ihre Perspektive so gnadenlos ehrlich ist. Da werden nicht nur politische Zustände zerpflückt, sondern auch zwischenmenschliche Beziehungen mit chirurgischer Präzision seziert. Natürlich ist das Ganze nicht leichte Kost. Streeruwitz schreibt so, dass man ständig das Gefühl hat, zwischen den Zeilen lauert noch ein zweiter, dritter, zehnter Text. Wer hier eine flauschige Feel-Good-Story erwartet, hat die falsche U-Bahn erwischt. Aber gerade dieses sperrige, ungeschönte Erzählen macht den Reiz aus. Am Ende bleibt ein schräger Mix aus Melancholie, Wut, Hoffnung und dieser Art von Lachen, das man raushaut, obwohl einem eigentlich gar nicht danach ist. Vier Sterne von mir, weil es manchmal zu verkopft und verkünstelt daherkommt – aber hey, wenn Literatur nicht auch mal Kopfgymnastik sein darf, was dann?

  • Bewertung

    aus Villach

    4/5

    14.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Nachdenken zu den in Auflösung befindlichen Werten

    Im März 2024: Nina Wagner ist Lyrikerin, lebt in Wien und ist für eine Gastdozentur nach New York gereist, da sie in der Vergangenheit NY regelmäßig besuchte und Abstand zu ihrem Leben zu gewinnen suchte. Zu Hause in Wien gibt es unterschiedliche Krisen, denen sie für eine Weile den Rücken kehren möchte. Die erwachsene Tochter Franzi hat den trinkenden Vater Georg bei sich aufgenommen und kümmert sich um ihn – dies empfindet Nina als Loyalitätsbruch. Von Georg ist Nina, dem hohen Beamten aus dem Innenministerium, der Alkoholiker ist, mittlerweile geschieden. In New York trifft sie Bekannte von früher, schlendert durch Straßen und erinnert sich an die Zeit vor der Pandemie, wo noch alles anders war. „Ihr New York. Das war vor der Pandemie gewesen. Davon war nicht sehr viel übrig“ (S. 225). Jetzt ist alles in Auflösung. New York hat sich verändert. Das New York wie sie es kannte, gibt es nicht mehr. Homeless People überall. Und Müll, damit einhergehend Ratten auf den Straßen – ein Krieg der kaum zu gewinnen ist. An der Uni gibt es Vorschriften, was über Israel, Gaza und die Ukraine gesagt werden darf. Es muss alles politisch korrekt sein, am besten man schweigt zu diesen Themen. In New York laufen die Prozesse gegen Donald Trump, die sie mit Spannung verfolgt. Kandidiert er doch wieder für das Amt des und Präsidenten? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er wiedergewählt wird. In ganz viele Facetten beobachtet Nina Wagner, wie sich New York verändert, auflöst. Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil großartig ist. Da war ich der Meinung, es ist das Buch zur Stunde. Der zweite Teil konnte mich dann nicht mehr ganz so überzeugen: Nach einem Überfall, bei dem Nina sich Kopfverletzungen zuzieht, wird sie ins Krankenhaus gebracht. Sie flüchtet von dort, streunt durch die Straßen, trifft auf Menschen, mit denen sie auch nach Hause geht und von dort weiterzeiht. Immer wieder versucht sie vergeblich ihre Tochter Franzi zu erreichen, die ihren Vater sucht. Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman. Der Ductus der Gedanken wird im Satzbau sehr gut nachgebildet. Über die politische unzuverlässige Lage wird großartig nachgedacht.

  • Jürg K.

    4/5

    03.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kluge Geschichte

    Die Lyrikerin Nina Wagner unterrichtet in New York. Beim Spazieren durch ihr New York schildert sie ihr ganzes Leben. Dabei beobachtet sie die US-amerikanische Umgebung und findet unerwartete Erkenntnisse über ihre aus Wien mitgebrachten Probleme. Sie wird durch eine Gewalttat nicht Beobachterin, sondern Teilnehmerin. Dieser aussergewöhnliche Roman von Marlene Streeruwitz ist eine gelungene Hommage an New York. Dem Leser wird in diesem Buch die pulsierende Grossstadt nahegebracht. Die Stadt wird zum Spiegelbild der Ängste und Hoffnungen ihrer Bewohner. Diese sehen sich immer wie länger einem harten Lebenskampf ausgesetzt. Nina Wagner muss sich nicht nur mit einem neuen Umfeld auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer Vergangenheit. Durch die Hauptfigur, Nina Wagner, versucht Marlene Streeruwitz die politischen und sozialen Entwicklungen der USA kritisch zu beleuchten. Ich muss sagen dies ist ihr mit diesem Buch bestens gelungen. Man liest eine sehr kluge Geschichte, in der die Bewohner ihren Platz suchen. Ein Buch das ich empfehlen kann.

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