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Nebel und Feuer Roman

6

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,2 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397589-5

Beschreibung

Rezension

[...] ein Plädoyer für Empathie und für das Loslassen. ("NDR Kultur")
Katja Riemann zieht viele Register, was den Erzählton angeht. [...] Das ist sehr interessant und macht es abwechslungsreich. ("WDR 3 Westart lesen")
Ein warmherziges Plädoyer für mehr Achtsamkeit. ("Sächsische Zeitung")
Was Katja Riemann erzählt, könnte sich einerseits in unserer Gegenwart zugetragen haben, hat andererseits einen Dreh ins Dystopische. Und das macht den Roman so interessant ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,2 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397589-5

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    04.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Super geschrieben

    Ich mag die Schauspielerin Katja Riemann sehr gern, ich finde sie besonders und einfach gut, weil sie die Charaktere, die sie jeweils verkörpert, zu 100 Prozent natürlich und glaubwürdig darstellt. Nun habe ich mal ein Buch von ihr gelesen, es ist ihr erster Roman nach einigen Sachbüchern. "Nebel und Feuer" erzählt von Johaenne, der Musikerin, die auf der Fensterbank steht, unweit des Friedhofs ... sie liebte einen Mann, der nicht mehr in ihrem Leben ist, aber die Liebe ist noch da. Sie kann aber den Freitod nicht wählen, vielmehr möchte sie ihr Leben neu beginnen. Sie geht aus der Stadt weg aufs Land und lässt sich im Bungalow ihres Vaters nieder. Die Stadt ist zu dieser Zeit aus den Fugen geraten und bald sind Johaenne und ihre Freunde abgeschnitten von der Welt ... Mehr möchte ich garnicht verraten. Soviel seit gesagt, es muss erlaubt sein, glücklich zu sein, egal, was um einen herum passiert, das habe ich zum einen aus dem Buch mitgenommen - neben aller kurzweilig extrem spannenden Unterhaltung, die die Autorin den Leser/innen mit ihrem Roman bietet. Sie reflektiert zu Zerbrechlichkeit und dem eigenen Leben - all das tut sie absolut klar und sie geht tief in das Innere des Menschen - ein Buch, welches mitreißt, welches emotional macht und auch nachdenklich - rundherum lesenswert !!!

  • Bewertung

    5/5

    23.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug

    „Der geliebte Mann war einfach weggegangen und hatte seine Liebe vor die Tür geworfen. Wie gern würde sie ihre daneben schmeißen und dann in einer verrosteten Öltonne mit Obdachlosen zusammen das Zeug verbrennen, statt zur BSR-Sondermüll-Entsorgungsstelle zu gehen.“ Johaenne sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Der Mann ist nicht mehr da, ist einfach weggegangen. Sie weiß nicht wohin mit all dem Schmerz, der Traurigkeit, der Hoffnungslosigkeit. Doch Johaenne versteht, dass sie keine Selbstmörderin ist, sie macht weiter. Plötzlich steht die Welt Kopf. Alles versinkt im Nebel und in Waldbränden. Johaenne flieht in den Bungalow ihres verstorbenen Vaters. Ayo, Jamal und Shenmi folgen ihr, dann kommt noch Hundi dazu. Abgeschnitten von der Welt da draußen beginnt die dringend benötigte Auszeit für die vier Frauen. Sie haben Zeit sich zu sortieren, neu zu ordnen und das mit viel Zuneigung und Solidarität untereinander. Ein Roman von Katja Riemann? Musste ich unbedingt lesen. Klug, frech und einfühlsam erzählt sie in ihrem Debütroman. Die ersten Seiten noch etwas gewöhnungsbedürftig, konnte mich die Erzählweise dann immer mehr begeistern. So authentisch, ironisch, einfach großartig. Die Story manchmal leicht schräg aber stimmig, hat manchmal was von Weltuntergangsstimmung, dann wieder ganz viel Hoffnung und Liebe. Ein Wechselbad der Gefühle, davon gibts hier jede Menge, ohne auch nur annähernd ins kitschige abzurutschen. Kurz gesagt: Ich bin überrascht und begeistert! Lest dieses Buch!

  • darkola77

    4/5

    23.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Nebel, der alles verbrennt

    Wenn alles ohne Licht und Ausweg scheint und die Verzweiflung Überhand nimmt. So geht es Johaenne nach einer langen, unglücklichen Partnerschaft – die sie schließlich auf den Fenstersims ihres Wohnzimmers katapultiert. Von außen wohlgemerkt. Und die Tiefe verlockend erscheinen lässt, die Furcht vor dieser dann doch siegt. Und damit das Leben vor dem Tod. Was dann folgt, ist zunächst ein zielloses Irren und Ringen um ein Über-Leben und Wiederfinden desselben. Und schließlich ein Kampf um eben dieses. Denn es geschieht etwas. Ein Naturereignis, so unerklärlich wie geheimnisvoll. So furchteinflößend wie faszinierend zugleich. Ein Nebel zieht auf. Legt sich über die Stadt, das Land, die Welt. Lässt Grenzen aufweichen, Regeln und Normen verblassen und Bekanntes aus den Fugen geraten. Und verschluckt. Und zwar Menschen, die in einem Moment noch bei uns sind. Und von denen im anderen jede Spur fehlt. Doch vermag der Nebel noch mehr. Zumindest für Johaenne und ihre Freundinnen. Er bringt die vier Frauen vor den Toren Berlins zusammen. Und schafft eine Nähe und Vertrautheit, ein Offenbaren und Teilen von Gefühlen, Erlebnissen und Traumata, welche zu tiefer Zuneigung und Verbundenheit führen. Und die Restriktionen, Schmerz und Unterdrückung durch die patriarchalische Gesellschaft und den Mann als Partner, Vater und soziales Wesen zum Ausdruck bringen. Der Prozess der Sichtbarmachung und Verarbeitung führt schließlich sowohl im Inneren als auch im Außen zu einem Wandel, Loslösung und letztlich Befreiung. Und für Riemann zu einem Roman, der durch seine Vielschichtigkeit der Erzähl- und Deutungsebenen beeindruckt. Und eine Dystopie vor dem Hintergrund der feministischen Denk- und Handlungstheorien entstehen lässt, die fesselt und zugleich nachdenklich macht. Und Bekanntes und Übertragenes in Frage stellt. Und lichterloh verbrennt.

  • Bewertung

    4/5

    04.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Liebeskummer und Lebenskrisen und vom Verschwinden von Menschen und Menschlichkeit

    Dass die wunderbar vielseitige Künstlerin Katja Riemann erzählen kann, weiß man, wenn man ihre Arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, ihre 3 Kinderbücher und 2 Sachbücher („Zeit der Zäune“, „Jeder hat. Niemand darf.“) kennt. „Nebel und Feuer“ ist ihr erster Roman, in dem ihre Stimme und ihre gesellschaftspolitischen Anliegen unverkennbar herauszulesen sind. Ihre Hauptfigur ist Johaenne, eine 46 jährige Musikerin, die von ihrem Mann verlassen wurde und sich in einer Lebenskrise befindet, die so tief ist, dass sie sich in der ersten Szene dieses Buches aus dem Fenster ihrer Wohnung im fünften Stock fallen lassen will. Nach längeren inneren Mono-und Dialogen erkennt sie: „Die Wahrheit ist, dass sie zwar lebensmüde ist, aber zu mutlos, um es zu beenden …“ und steigt zurück in ihre Wohnung, ins Leben. Zu ihrem diffusen Gefühl kommt ein ominösen Nebel, der sich über der Stadt ausbreitet, übers ganze Land, über Europa und immer weiter zunimmt. Sie fährt aufs Land in ihr Häuschen, dass sie vom Vater geerbt hat. Zu ihr gesellen sich drei Frauen, die auch auf der Flucht sind. Dort draußen sind sie mangels Smartphones u.a. von allen Informationsmöglichkeiten abgeschnitten und haben Zeit miteinander zu reden und unterschiedliche Probleme, persönliche wie gesellschaftspolitische, zu diskutieren. Warum und wohin verschwinden Menschen. Warum wissen wir so wenig von anderen und warum kennen wir uns selbst oft nicht gut. Musik spielt natürlich auch eine Rolle – in den jeweiligen Kontext passend werden Zeilen von Songs angesungen wie z.B. »Always get that mood indigo Since my baby said goodbye“ (Writers: D. Ellington, A. Bigard, I. Mills) Und man kann die Stimmung, in der die Frauen sich befinden, gut nachvollziehen. Vor allem auch durch den authentischen Erzählton der Autorin und ihre Dialoge, die so klingen, wie Menschen wirklich sprechen. Trotz der schwierigen Themen ist Katja Riemann durch ihre reiche und sprudelnde Fantasie und ihre schnellen Assoziationsketten, ein unterhaltsamer Roman gelungen, bei dem es für mich mehr auf den inhaltlichen als auf den literarischen Wert ankam.

  • Mirja103

    aus Hamburg

    3/5

    14.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Etwas merkwürdig

    Der Roman beginnt damit, dass die Hauptfigur nackt auf dem Fenstersims steht und darauf wartet, dass sie sich traut zu springen. Schließlich merkt sie, dass sie doch nicht sterben will. Sie wurde verlassen und leidet sehr darunter und verkriecht sich. Schließlich fährt sie in ihr Haus auf dem Land und es kommen drei weitere Frauen dazu, die ein Thema mit sich herumtragen. Die Welt spielt verrückt: Nebel, Feuer, Heuschrecken. Die Frauen haben schnell keine Möglichkeit mehr, Internet oder Telefon zu nutzen. Sie setzen sich mit ihrer Situation auseinander und unterstützen sich gegenseitig, so dass sie alle einen Weg für sich finden. Es werden viele Themen angesprochen. Die Emitionen und Gedanken der Frauen sind sehr anschaulich dargestellt. Einige Elemente (Träume Katastrophen) waren für mich merkwürdig und nicht immer nachvollziehbar und auch das Ende ist für mich nicht ganz eindeutig.

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Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lou

    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    01.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Nebel als Sinnbild für Schmerz und wie Frauenfreundschaften transformieren

    Der Schmerz, der aus zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen kann, kann sich wie Nebel auf den eigenen Körper legen, auf die Gedanken und Sinne und sie unklar und wirr machen. Katja Riemann lässt diesen Nebel Wirklichkeit werden und entwickelt was mit einer Gesellschaft geschieht, der dies widerfährt. Eine Gruppe von Frauen kommt in einem abgelegenen Waldhaus zusammen und findet stückweit zu sich selbst und zurück in das Leben, was sie weiter bringt und welches nach dem Schmerz kommt. Mir hat diese Ausarbeitung sehr gut gefallen. Man kann für sich selbst etwas mitnehmen oder einfach diese Erzählung genießen. Auch wenn ich durch die ersten verwirrenden Seiten durchmusste, nimmt die Geschichte dann an Fahrt auf und lohnt sich absolut.

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