Produktbild: Bardame gesucht – Zimmer vorhanden

Bardame gesucht – Zimmer vorhanden

5

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2025

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2,4 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-1016-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2025

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2,4 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-1016-6

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentische Lebenserinnerunge…

    Authentische Lebenserinnerungen; Der Schreibstil ist einfach und authentisch und deshalb gut zu lesen. Es sind persönliche Erinnerungen und dazu passt es gut, genauso wie es ist. Ich fand den Aufbau gut gemacht, da das Buch mit dem Ende der thematisierten, beruflichen Tätigkeit beginnt und man auch mal die andere Seite sieht, nicht nur das was man aus der Presse-Berichterstattung kennt. Herta Lueger erzählt ihren Lebensweg angefangen bei der Kindheit in Österreich bis zu ihrer Domina- und Club-Karriere in München. Das Leben auf dem Land und die Situation für die Frauen damals wird sehr nachvollziehbar geschildert. Auch das München der 1970er und 1980er wird gut getroffen und deckt sich mit meinen Erinnerungen. Es wird alles ganz neutral erzählt und man ist als Leser bei allen Höhen und Tiefen ganz ungeschönt dabei. Auf mich wirkten die Lebenserinnerungen sehr offen, authentisch und stimmig zur gezeichneten Persönlichkeit. Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin ihr Leben als Ganzes erzählt mit ein paar beruflichen Anekdoten und eben nicht ausschließlich fokussiert auf schlüpfrige Details. So war das Buch als Biographie sehr interessant und hat gleichzeitig gehalten, was der Titel verspricht.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentische Lebenserinnerungen

    Der Schreibstil ist einfach und authentisch und deshalb gut zu lesen. Es sind persönliche Erinnerungen und dazu passt es gut, genauso wie es ist. Ich fand den Aufbau gut gemacht, da das Buch mit dem Ende der thematisierten, beruflichen Tätigkeit beginnt und man auch mal die andere Seite sieht, nicht nur das was man aus der Presse-Berichterstattung kennt. Herta Lueger erzählt ihren Lebensweg angefangen bei der Kindheit in Österreich bis zu ihrer Domina- und Club-Karriere in München. Das Leben auf dem Land und die Situation für die Frauen damals wird sehr nachvollziehbar geschildert. Auch das München der 1970er und 1980er wird gut getroffen und deckt sich mit meinen Erinnerungen. Es wird alles ganz neutral erzählt und man ist als Leser bei allen Höhen und Tiefen ganz ungeschönt dabei. Auf mich wirkten die Lebenserinnerungen sehr offen, authentisch und stimmig zur gezeichneten Persönlichkeit. Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin ihr Leben als Ganzes erzählt mit ein paar beruflichen Anekdoten und eben nicht ausschließlich fokussiert auf schlüpfrige Details. So war das Buch als Biographie sehr interessant und hat gleichzeitig gehalten, was der Titel verspricht.

  • Jürg K.

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrücklicher Krimi

    Das Caprice in München der Hotspot erotischer Unterhaltung 1980. Die Frauen, die dort anschaffen, bestimmen selbst, was sie machen und mit wem. Herta Lueger führt den Laden. Hier findet sie Freiheit, arbeitet als Domina, führt Studios und einen Club, später einen erfolgreichen Friseurladen. Dann stirbt eine junge Frau, Aline, die sie vermittelt hat, durch Gewalt eines Freiers. Die Geschichte die Hertas Tochter Patricia erzählt wird zu einem Lebenszeugnis die so nur das Leben schreibt, spannend und wahr. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten. Die Schilderung dieses aussergewöhnlichen Lebens dieser Frau ist faszinierend zu Lesen. Die sehr lebendige Beschreibung der Münchner Nachtclubszene macht dieses Buch zu einem historischen Dokument dieser Zeit Dieses sehr eindrückliche Buch kann ich allen empfehlen die gerne biografische und historische Lektüren Lieben.

  • Bewertung

    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr empfehlenswert!

    Eine sehr fesselnde + tiefgründige Geschichte aus dem wahren Leben der Herta Lueger, geschrieben von ihrer Tochter Patricia Lueger. Sehr gelungen - chapeau! Ich habe es mit Spannung gelesen und kann es nur weiterempfehlen!

  • Lust_auf_literatur

    4/5

    19.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, authentisch und unterhaltsam erzählt

    Ich habe eine große Vorliebe für die Lebensgeschichten von Menschen, die mir Einblicke in ganz andere Zeiten und Lebensrealitäten vermitteln. So landete auch „Bardame gesucht-Zimmer vorhanden“ auf meiner Leseliste. Es zeichnet das Leben von Herta Lueger, geboren 1947, vom österreichischen Burgenland bis zur ihrer Arbeit als Domina und Clubbesitzerin in der Münchner Szene nach. Herta Lueger ist lange Jahre das, was manche Menschen vielleicht umgangssprachlich als „Puffmutti“ bezeichnen würden. Ihr Buch beginnt mit einem schrecklichen Ereignis, das einschneidend im Leben Luegers ist: die junge Aline, die sie für erotische Dienstleistungen vermittelt, wird von einem Freier getötet. Lueger landet wegen Zuhälterei vor Gericht. Danach ist nichts mehr wie vorher. Doch wie wurde aus der als Ältesten von 8 Kindern im ländlichen Burgenland geborenen Lueger die schillernde Domina, die 20 Jahre führend in der Müncher Szene für erotischen Unterhaltung sein wird? Schon als Kind weiß sie, dass sie nicht wie anderen ihr Leben lang auf dem Rübenacker arbeiten will. Sie wird sie mit 16 schwanger und heiratet in eine Familie voller Alkoholiker ein. Doch ihr kleines Kind stirbt tragisch und ihre unglückliche Ehe scheitert nach der Geburt des zweiten Kindes. Nach einem Rosenkrieg, den Lueger kämpferisch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln führt, geht sie nach München. “Im München der Siebzigerjahre konnte ich so sein, wie ich war. Es klingt seltsam, aber das erste Mal in meinem Leben musste ich mich nicht mehr verstellen.” Lueger ist gelernte Friseurin, eine Arbeit, die ihr zeitlebens viel Freude macht und zu der sie immer wieder gerne zurückkehrt. Auch in München arbeitet sie in einem Friseursalon und bald auch als Bar- und Animierdame. Nachdem Lueger erste Erfahrungen als Domina gesammelt hat, bleibt sie im Milieu. “Warum ich das tat? Ich denke, weil ich mich im Grunde als wertlos empfand.” Oft anekdotisch, manchmal nachdenklich erzählt Lueger von dieser Zeit. Die Arbeit als Domina, später auch als Clubbesitzerin und Vermittlerin von Sexarbeit macht ihr viel Spaß. “Was war so toll, könnte man fragen. Die Macht und das Spiel, jeder buckelte. Ich spürte eine Macht, die ich nicht für möglich gehalten hätte.” Doch Lueger blickt keineswegs nostalgisch auf das Milieu. Ich bin geschockt, wie viele ihre Freundinnen und Kolleginnen trotz Sicherheitsvorkehrungen durch männliche Gewalt den Tod finden. Es war und ist immer noch ein großes Risiko, als Sexarbeiterin oder in der erotischen Unterhaltung tätig zu sein. “Irgendwie war man als Frau, egal, was einem passierte, immer selbst schuld.” Lueger, die sich für ihre Lebensgeschichte keine Ghostwriter geholt hat, sondern ihre Lebensgeschichte gemeinsam mit ihrer Tochter Patricia aufschreibt, erzählt hauptsächlich anekdotisch und anhand der wichtigen Ereignisse in ihrem Leben. Sie ist eine äußerst tatkräftige und energetische Frau, die sich in ihrem Buch wenig mit gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen beschäftigt. Reflektionen über strukturelle sexistische Mechanismen im Milieu oder Gesellschaft findest du hier nicht. Auch Überlegungen über die Geschlechterrollenzuschreibungen der jeweiligen Zeit finden sich eher selten. Dafür ist Lueger viel zu pragmatisch, unbemerkt bleiben sie ihr aber natürlich keineswegs. “Es war paradox, ich hatte gut verdient, aber mein Mann rügte mich, dass seine Hemden noch nicht gebügelt waren.” Luegers ungewöhnliche Lebensgeschichte spricht stattdessen für sich selbst und ist voller Licht und Schatten, voller Freude und Leid. Sehr gerne bin ich mit ihr in ihre Erinnerungen an ein vergangenes Leben und an eine vergangen Zeit eingetaucht. Ich habe mich darüber gefreut, dass Lueger mit ihren beiden erwachsenen Kinder ein so enges und gutes Verhältnis hat und ihr Buch leztendlich mit einem positiven Fazit endet. „Bardame gesucht – Zimmer vorhanden“ ist kein analytisches Sachbuch, sondern eine eindrucksvolle autobiografische Erzählung über ein außergewöhnliches Leben. Herta Lueger berichtet ehrlich und direkt - und sehr unterhaltsam.

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