Jordan Peterson begibt sich auf eine Reise zu den Ur-Geschichten der Menschheit. Es sind jene Erzählungen, auf denen die produktivsten, freiesten, stabilsten und friedlichsten Gesellschaften beruhen, die die Welt je gesehen hat. Es sind die Geschichten der großen Dialoge und des Ringens zwischen Gott und Mensch. Hier wurde Vertrauen gesät, Verstehen ermöglicht, das Paradoxe des Lebens integriert und Glauben erfahren. Es ist an der Zeit, dass wir diese Narrative tiefer verstehen, wissenschaftlich und spirituell. Dass wir uns der Struktur unserer Seelen und unserer Gesellschaften bewusst werden und dass wir uns selbst und andere wieder mit neuen Augen sehen.
"Jordan B. Peterson ist ein verstörender Denker. Gerade noch im Auge unserer ideologischen Stürme, schreibt er nun ein Buch über Gott. Als klinischer Psychologe erklärt er fundiert und hochphilosophisch, wie uns die archetypischen Erzählungen der Bibel heute noch helfen können, unser Sein und unsere Psyche zu verstehen. Das Buch ist mutig, es ist tiefgründig und überrascht auf jeder Seite! Ein Vergnügen für den Geist – aber nur für die, die einen haben." Dieter Nuhr, Kabarettist
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Dieses Werk ist definitiv eines der spannendensten Bücher zu dieser Thematik. Viele Seiten stark, dennoch verständlich geschrieben, wenn auch nicht immer ganz einfach zu lesen, da viele Informationen in jedem Kapitel zu finden sind. Trotzdem voller spannender Argumente, auf jeden Fall sehr zu empfehlen.
LichtundSchatten
5/5
05.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht ganz einfach zu lesen,…
Nicht ganz einfach zu lesen, aber höchst nahrhaft. Dieses Buch hat es in sich und beantwortet jene Fragen, die viele im hintersten Hinterstübchen bewahren, erhoffen und leider auch oft vergessen. „Dem Spuk der postreligiösen Gespenstershow setzt Peterson die Haltung des Glaubens entgegen.“ (Vorwort, Dr. Markus Spieker) Peterson beschreibt den Menschen als ein von Gott zur Freiheit herausgefordertes Geschöpf. Gott sieht er nicht im Sinne evangelischer Wellness oder in der Machart eines Diktators mit strengen Regeln, die betend zu befolgen sind, sondern als ein Taktgeber für Zustimmung, Diskussion und Widerspruch. Ich muss dabei immer an diese Aussage von Jesus denken. „Ich bin nicht gekommen , den Frieden zu bringen, sondern das Schwert“. (Matthäus 10,34) Übersetzt man diesen Satz tatsächlich aus dem Aramäischen in richtiger Weise (Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat) , dann heißt er: Seid nicht gutgläubig, seid wachsam! Wenn Ihr Euch mit anderen zusammensetzt, zieht das "Schwert der Worte" und streitet für Eure Sache. Meine Aufopferung, mein Selbstopfer bedeutet nicht Frieden, Erlösung als Automatismus, sie ist eher der Beginn des Kampfes um Wissen und Wahrheit. Gott hat uns ebenbildlich geschaffen, mit allen Anlagen, die Gott besitzt, das große Mysterium hinter allem, er hat diese Fähigkeiten auch in unsere Hände gelegt und hofft auf eine kluge, zuversichtliche Anwendung mit Blick auf Wohlergehen und Fortschritt. „Gott ist das, was uns begegnet, wenn neue Möglichkeiten auftauchen und Gestalt annehmen. Gott ist das, was uns begegnet, wenn wir in der Tiefe bewegt werden.“ Peterson analysiert die biblischen Schöpfungserzählungen als Geschichten, in denen der Gegensatz von Chaos und Ordnung im Mittelpunkt steht. Für ihn sind diese Mythen keine naturwissenschaftlichen Erklärungen, sondern verdeutlichen, wie geistig-moralische Ordnung im Kosmos und in der Gesellschaft entsteht. Ordnung ist notwendig für das Funktionieren von allen Dingen und Zusammengehörigkeiten– sowohl individuell als auch gesellschaftlich. Wo gemeinsame moralische Überzeugungen und Hierarchien fehlen, droht Chaos. Ebenso, wenn diesen Überzeugen andere, feindliche Überzeugungen gegenüberstehen und sich ausschließend bekämpfen. Peterson richtet Gott bzw. unseren Glaube an ihn an der höchst möglichen moralischen Ordnung aus. Dieser Gedanke ist für ihn die Basis für Wohlstand und gesellschaftliches Gelingen. Biblische Heilsgeschichten interpretiert er als Metaphern für weltliche Ziele: Das „gelobte Land“ repräsentiert einen Zustand, der durch moralisches Streben erreicht werden kann. Jesus ist für ihn Vorbild und nicht automatischer Heilsbringer. Die Bibel ist für Peterson ein Konvolut an Geschichten, die grundlegende Erfahrungen und psychologische Strukturen von Menschen spiegeln. Gott ist darin die Stimme des Gewissens und der Rufer zum Weiterdenken. Ein wichtiges Thema ist für Peterson die biblische Unterscheidung zwischen Mann und Frau. Er argumentiert gegen moderne Gender-Konzepte. Peterson sieht die Bibel als Fundament der westlichen Zivilisation und fordert, Gott wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken5. Die Welt ist mehr als eine Ansammlung von Fakten, nach Peterson gibt es keinen einfach Weg, von dem was ist zu dem, was sein sollte. Was uns begegnet, ist ein Bereich unendlicher Möglichkeiten, der dann von uns ins Leben, ins Entstehen gerufen werden. „Dieser Geist des freiwilligen schöpferischen Tätigwerdens ist die erste Charakterisierung dessen, was was im biblischen Kontext zu Recht den höchsten Platz einnimmt.“ Die Sklaven wegführen von Tyrannen, reden auch mit Feinden, ihnen mit dem Schwert der Worte, der Überzeugungen begegnen. Dem Ruf des Gewissens und der kreativen Berufung zu folgen, dies ist für Peterson am besten mit dem biblischen Gott möglich. Er teilt die Analyse Nietzsches, der den Tod Gottes als kulturelle Katastrophe beschreibt, die zu einem Werteverlust und Orientierungslosigkeit führt. Aber Peterson betont, dass Gott – verstanden als moralischer Maßstab und Bezugsquelle der Werte – weiterhin präsent ist und als Grundlage des Abendlandes neu entdeckt werden sollte.
Bewertung
5/5
03.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Reise in die grundlegende Psyche der Menschheit
Ich durfte dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen und muss wirklich sagen, dass es wahrscheinlich eine ganze Lebenslektüre ist.
Vorab: dies ist kein Buch, das man mal eben liest.
Allein schon das Vorwort nimmt einen mit in die grundlegensten Usprünge der menschlichen Handlung und Denkweise und genauso geht es weiter.
Anhand von Charackteren aus der Bibel analysiert Peterson unsere Psyche und den Grund unseres Strebens und Seins.
Seine Ausführungen sind tiefgreifend und Er untermalt seine Thesen mit vielen Beispielen, so dass man zu jeder These einen Zugang findet.
Und diese Thesen sind der Wahnsinn, man erkennt ein völlig neues Verständnis von Adam und anderen, ihr Daseinszweck bekommt einen faszinierenden neuen Aspekt und man erkennt seine eigene grundlegende Motivation des Lebens auf eine ganz neue Art wieder.
Das Peterson Psychologe ist , fließt in diese Ausführungen ein und gibt dem ganzen eine Tiefe, die einen zwangsweise zur ureigenen Energie Gottes zurückführt.
Dieses Buch ist unglaublich faszinierend und ich bin sehr gespannt, was ich darin noch lesen werde.
Bewertung
4/5
26.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bibel mal ganz anders lesen
Es gibt diese eine Sache, für die du alles andere aufgeben würdest. Vielleicht ist es ein Mensch, ein Beruf, ein Zukunftstraum oder eine Leidenschaft. Vielleicht würde man es, wenn man gefragt wird, gar nicht als das wichtigste im Leben bezeichnen. Aber in seinen Entscheidungen zeigt sich, dass man die anderen Dinge dafür opfern würde. Jordan Peterson nennt diese Sache „Gott“. In seinem Buch „We who wrestle with god“ schreibt er über unsere persönlichen Götter und über den einen absoluten Gott, mit dem die ganze Menschheit seit Beginn der Zeit am ringen ist.
Jordan Peterson ist eine extrem spannende Person, weltweit bekannt und höchst gebildet. Sein Ansatz, die Bibel durch die Brille der Psychologie (was sein Fachgebiet ist) zu lesen, ist faszinierend und hat mir als Christ, der die Bibel sein ganzes Leben schon liest und ausgelegt bekommt, überrascht. In den guten Kindergottesdienstgeschichten von Adam&Eva, Kain&Abel, Noah, Babel, Abraham, Mose und Jona weist Peterson auf Aussagen im Text hin, die ich so noch nie gehört habe. Bei allem geht es immer wieder um generelles Verhalten von Menschen. Und es geht um die Aufforderung der Bibel, dem maximal Wahren und Lebensspendenem, also Gott, sein „Jetzt“ zu opfern.
Die erste Hälfte des 500 Seiten Buchs hatte mich sehr abgeholt. Ich hatte auf jeden Fall auch dort schon kritische Punkte. Seine Bibelauslegung wirkt oft willkürlich. Er benutzt die Bibel auf die selbe Art wie er auch die Geschichten von König der Löwen, Pinnochio, Terminator oder babylonische Mythen verwendet. Als Bibelschüler würde ich ihm unterstellen, seine Themen in die Geschichten der Bibel hinein zu lesen und nicht nach der beabsichtigten Aussage der Texte zu fragen. Aber die zweite Hälfte hatte mich dann zusätzlich an Stellen gelangweilt. Nachdem man seine Art mit den Geschichten umzugehen, kennengelernt hat, lässt die Begeisterung nach.
Es lohnt sich auf jeden Fall, in das komplexe Gehirns Jordan Petersons reinzulesen. Aber der Hype, der um das Buch gemacht wird (sowohl mit dem Vorwurf häretisch zu sein als auch genial) finde ich übertrieben.
Mehr Buchrezensionen auf Instagram @domi_jkrohn
Sarah
3/5
26.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine psychologisch-moralische Sicht des Alten Testamentes
Um es direkt vorweg zu nehmen: Das Buch ist keine leichte Kost und definitiv nichts, was man an einem Stück weglesen kann und auch sollte. Glich Seitenweise eher einer Theologievorlesung als einem flüssig zu lesendem Sachbuch.
Mit seinem Buch “ Gott- Das Ringen, mit einem, der über allem steht” hat Jordan B. Peterson eine - für mich - neue Sicht aufs alte Testament geschaffen. Und zwar eine aus moralischer, wertstiftender Sicht. Denn für Peterson sind die biblischen Geschichten (losgelöst vom Wahrheitsgehalt und -anspruch) in ihrer Gesamtheit eine “Beschreibung der Wertehierarchie” (S.35) Dabei beleuchtet er die einzelnen Charaktere und deren Handlungen auch stets aus psychologischen Sicht. Das hat mir, der ich die Geschichten seit Kindesbeinen an kennt, nochmal eine neue und inspirierende Sicht auf die einzelnen Episoden gegeben. Für Peterson sind die biblischen konservativen Werte die Grundlage des Westens. Das durchzieht das gesamte Buch und daraus leitet er auch wirklich gute, praktische Gedanken für mein (Glaubens-)leben ab.
Allerdings hat sich mir beim Lesen die Frage gestellt, ob es diese eine christliche Kultur im “Westen” überhaupt gibt (mal abgesehen vom historischen Hintergrund) und auf welcher Grundlage er die für ihn objektiven Werten als Maßstab nehmen kann.
Das Buch habe ich zwar mit Gewinn, trotz allem kritisch gelesen.
Es ist in meinen Augen auf jeden Fall lesenswert für Menschen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund, Atheisten oder an Menschen, die sich mit der Grundordnung der Werte unserer Zeit interessieren (oder sich kritisch damit auseinandersetzen möchten).
Für mich als Christ empfand ich es durchaus auch lesenswert, da das AT mal durch eine ganz andere Herangehensweise gesehen wird.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.