Tödliche Verbrechen halten das historische Carcassonne in Atem
Während sich Touristen im spätsommerlichen Carcassonne tummeln, hat Kommissarin Julie Saidi nicht einmal an einem Sonntag Ruhe von der Arbeit. Der sonst friedlich seinem Lauf folgende Canal du Midi hat eine Leiche angespült und Julie wird zum Einsatz gerufen.
Ähnlich ergeht es Alain Olivier, ehemaligem BKA-Ermittler und Besitzer des am malerischen Kanalufer liegenden Restaurants Chez Isabelle. In den mittelalterlichen Burgruinen von Lastours wird eine weitere Leiche aufgefunden. Die verstorbene Studentin war die Tochter eines Freundes. Und so beginnt Alain, anstatt seine Gäste mit französischer Küche zu verwöhnen, Nachforschungen anzustellen – wobei ihn diese schon bald zu Julie führen. Wird es den beiden gelingen, die Wahrheit aufzudecken?
Ein hochkarätiger, packender Urlaubskrimi für alle Frankreich-Fans
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Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt. Kein Wort idt zuviel, die Personen präzise gezeichnet sowie die Gegend und das Essen.
Die Geschichte ist gut erzählt und stimmig. Klare Kaufempfehlung
Nichts Neues unter der Sonne des Languedoc
Elke aus Vaihingen an der Enz am 28.04.2025
Bewertungsnummer: 2477689
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wie man bereits dem Titel entnehmen kann, geht es diesmal ins Languedoc nach Carcassonne, frankophilen Leserinnen und Lesern durch das bestens erhaltene Wahrzeichen der Stadt, die historische Festungsanlage Cité de Carcassonne, ein Begriff.
Eine männliche Leiche hat sich in einer der zahlreichen Schleusenanlagen des Canal du Midi verfangen. Es ist kein Geheimnis, dass es Boote auf dem Canal gibt, die seit geraumer Zeit als Zwischenlager und Drogenverstecke dienen, was Benoit Tessier und Julie Saidi, die beiden für die Aufklärung des Todesfalls verantwortlichen Ermittler der Police nationale in Toulouse, auf den Plan ruft. Julie ist der Liebe wegen von Paris nach Toulouse gewechselt, fühlt sich aber noch immer nicht wirklich im Süden angekommen, was auch ihrem Kollegen Benoit geschuldet ist, der sich keine Mühe gibt, ihr den Neuanfang zu erleichtern, da er vorrangig mit privaten Problemen beschäftigt ist, die sein Engagement bei der Arbeit spürbar bremsen. Aber ganz so simpel wie eingangs vermutet, gestalten sich die Recherchen im Umfeld des Toten nicht. Erst als Julie die Mutter des Toten befragt, gibt ihr diese eine Hinweis, die die Ermittlungen dann auch voranbringen.
Kurz darauf wird die Leiche der jungen Chloé Voltaire am Fuß einer Burgruine gefunden. Die offiziellen Stellen vermuten einen tragischen Unglücksfall, aber der Vater Chloés, Stammgast im Restaurants „Chez Isabelle“ bezweifelt das und bittet Alain Olivier, Inhaber des Restaurants und ehemaliger BKA-Beamter um Hilfe, die ihm dieser auch zusichert. Recht schnell stellt Alain fest, dass die beiden Todesfälle Gemeinsamkeiten aufweisen und nur dann zu knacken sind, wenn Julie und er ihre Erkenntnisse teilen, Wissen und Erfahrung bündeln und so den Schuldigen auf die Spur kommen.
Warum es jetzt unbedingt Carcassonne sein muss, hat sich mir leider nicht erschlossen, denn weder hat die höchst interessante Historie der Stadt noch die Katharer-Vergangenheit der Region für die beiden Mordfälle eine Rolle gespielt. Also könnte dieser Kriminalroman überall dort verortet sein, wo eine alte Burgruine in der Landschaft steht, denn dem unter Pseudonym schreibenden Autor Pascal Larroc ist es leider nur in Ansätzen gelungen, die Atmosphäre der im Titel so prominent platzierten Stadt im Languedoc zu transportieren. Das wird jede/r bestätigen können, der/die in Carcassonne oder dem Languedoc schon einmal Urlaub gemacht hat.
Was ich leider auch vermisst habe, war die im Klappentext erwähnte französische Küche, mit der Alain angeblich seine Gäste verwöhnt. Das Nennen von zwei, drei Gerichten und einer Flasche Wein deckt dies meiner Meinung nach nicht ab d.h. diesen Hinweis könnte und sollte man sich sparen, um keine falschen Erwartungen zu wecken.
Ein routiniert geschriebener, leidlich spannender und schnell gelesener Kriminalroman, dem es aber leider an einem Alleinstellungsmerkmal mangelt, das ihn aus der Masse der Frankreich-Krimis hervorheben könnte.
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